
In der Wettkampfklasse II der Mädchen, Jahrgang 2009 bis 2012, musste das JHG diesmal bei bestem Wetter in der ersten Runde gegen die Achentaler Tennismädchen vom Landschulheim Marquartsein antreten. Dabei hatten Sie es mit durch die Bank höheren Leistungsklassen (Einteilungsstufen des Landesverbandes Tennis nach Spielstärken) zu tun als sie selbst hatten. Dementsprechend war es klar, dass sie hart um ihren Erfolg kämpfen mussten.
Einzig allein Annalena Dlugosch gelang es aber dann, ein Sieg im Einzel einzufahren. Die sichere Tennisspielerin konterte dabei das ein und andere mal geschickt ihre Gegenspielerin Tanja Zaunmüller aus und konnte somit mit 6:4 und 6:1 klar gewinnen. Mit einem Rückstand von 1 zu 3 ging es dann in die Doppel. Hier gelang es dem eingespielten Doppelteam Dlugosch – Pfaffenzeller Lena ein weiterer Sieg mit 6:4 und 6:1. Leider ging aber das zweite Doppel mit Eileen Rose und Delia Dlugosch verloren, so dass die Mädchen insgesamt mit 2 zu 4 verloren haben. Die fünfte im Team war Diana Worster, die dieses Jahr als jüngste Spielerin in der Schulmannschaft ihre Premiere hatte und gleich im Einzel stark gefordert war. Insgesamt aber präsentierte sich das JHG mit einer kämpferischen Leistung, so dass man auf ein Weiterkommen im nächsten Jahr hofft.
StD C. Pfaffenzeller

Gesetze werden verabschiedet, geändert oder treten in Kraft – solche Meldungen hören wir regelmäßig. Doch was steckt eigentlich dahinter? Um sich ein Bewusstsein für die Arbeit als Abgeordneter zu schaffen, nahmen wir, die diesjährigen zehnten Klassen, am Planspiel „Der Landtag sind wir!“ teil.
Nach einer kurzen Einführung durch vier Spielleiter aus München wurden wir mithilfe farbiger Mappen in die Fraktionen der Konservativen, Ökologen, Freien und Sozialen eingeteilt. Durch die Mappen wurde uns nicht nur die Fraktion, sondern auch ein klar definiertes Parteienprofil vorgegeben. In unserer ersten Fraktionssitzung wählten wir einen Fraktions- und Ausschussvorsitzenden und diskutierten auf Basis des Profils über den Gesetzentwurf der Konservativen zur Bekämpfung von Jugendkriminalität. Wir konnten entscheiden, ob wir einzelne Paragraphen streichen, ändern oder dem Entwurf zustimmen. Anschließend kamen wir in vier Ausschüssen mit Mitgliedern verschiedener Fraktionen zusammen. Ziel war es, einen Kompromiss zu finden, welcher dann an den federführenden Ausschuss für Verfassung, Recht und Integration weitergeleitet wurde. Nach erneuter Beratung in den Fraktionen wurde den Ergebnisse der Federführenden letztlich auch im Plenum zugestimmt, auch wenn nicht alle Parteien übereinstimmten.
Ein weiteres Highlight erwartete uns am Nachmittag. Wir bekamen die Möglichkeit Fragen an Abgeordnete des Landtags zu stellen. An der Podiumsdiskussion nahmen folgende Politiker teil: Herr Konrad Baur (CSU), Herr Dr. Martin Brunnhuber (FW) und Herr Andreas Winhart (AfD). Leider konnten Vertreter der SPD und der Grünen wegen anderer Verpflichtungen nicht anwesend sein. Die Fragen wurden im Voraus ausgewählt, wodurch im Nachhinein einige Schüler Fragen offen hatten und diese in einem durchaus spannenden Gespräch mit Herrn Winhart teils beantwortet bekamen.
Das Planspiel zeigte uns, wie komplex politische Entscheidungen sind, dass diese viel Zeit und Kompromissbereitschaft benötigen und vor allem, dass Demokratie nicht einfach ist, es sich aber lohnt sich dafür einzusetzen! Und wir verstanden auch, dass hinter jedem Politiker ein Mensch steht, der sich intensiv mit verschiedenen Interessen auseinandersetzt und Verantwortung trägt.
Vielen Dank an unsere großartigen Spielleiter des Centrums für angewandte Politikforschung CAP für die spannenden Einblicke!
Veronika Krätschmer (10c)

…denn Buddha war kein Buddhist und Jesus kein Christ.
Diese Aussage tätigte Christian, ein ordiniertes Mitglied aus dem Zen-Zentrum in Eisenbuch in der Gemeinde Reischach. Dort sind wir, die 10. Jahrgangsstufe, am 21. April mit dem Bus hingefahren, um einen tieferen Einblick in die Praktiken des Buddhismus zu bekommen.
Bei der Ankunft wurden wir freundlich von den ordinierten Mitgliedern begrüßt, sowie vom Abt des Zentrums Fumon S. Nakagawa, genannt Roshi. Anschließend versammelten wir uns im Speisesaal und wurden von dort aus auf drei verschiedene Stationen verteilt, an denen wir verschiedene Praktiken ausprobieren durften. Nach ca. einer dreiviertel Stunde wurde rotiert. Bei den drei Stationen wurden wir jeweils von einem anderen Mitglied der Sangha (buddhistische Gemeinschaft) angeleitet, welche letztes Jahr vom Abt ordiniert worden waren. Sie stellten sich auch unseren Fragen und beantworten diese wohlwollend – egal, ob es um Fragen zur buddhistischen Praxis allgemein oder zum persönlichen Werdegang ging.
Eine Station war der wunderschöne Zen-Garten, durch den uns Manfred führte. Er zeigte uns die verschiedenen Pagoden sowie die Bäume, die für jedes ordinierte Mitglied der Sangha – der buddhistischen Gemeinschaft – gepflanzt werden. Als praktische Übung durften wir im Acker pflanzen. Im Zendo, dem Meditationsraum, führte uns Christian in die Praxis der Meditation ein. Für manche war dies eine anstrengendere Erfahrung als gedacht aufgrund der Sitzhaltung. Wir waren sehr beeindruckt, als wir erfuhren, dass die längste Meditationssitzung im Zen-Zentrum 17 Stunden dauern kann. Auch die Bodhisattwas, die als Figuren aus Holz oder anderem Material im Zentrum anzutreffen sind, erweckten unser Interesse. Man kann diese mit den Heiligen im katholischen Christentum vergleichen: es gibt sehr viele verschiedene mit unterschiedlichen Aufgaben. Ein Highlight war auch das Schlagen der zeremoniellen Trommel. In der Buddhahalle nahmen wir unter der Leitung von Evi an einer traditionell japanischen Teezeremonie teil. Dazu gehören vor allem das Verbeugen und achtsame begegnen in der Gemeinschaft.
Mit einigen Erfahrungen und neuem Wissen reicher traten wir mittags die Rückfahrt zur Schule an. Vielen Dank an das Zen-Zentrum Eisenbuch.
Luisa Gehrke (10a), Susanne Becker (10a), Sarah Dick (10a), StR V. Specht

Mit klopfenden Herzen und funkelnden Augen strömten die Schülerinnen und Schüler des JHGs in die Aula: Die Preisverleihung des Wettbewerbs „jugend creativ“ der Volksbanken und Raiffeisenbanken unter dem Motto „Meer entdecken“ stand kurz bevor. Schulleiter Matthias Schmid und die Koordinatorin des Wettbewerbs, Olga Petruschkina, begrüßten das Publikum und hoben die beeindruckende Resonanz hervor: 15 Klassen aus den Jahrgangsstufen 5–11 sowie die Partnerklasse hatten sich beteiligt.
Im Kunstunterricht von Alessia Mallinckrodt und Theresia Seitz erhielten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich kreativ mit dem Meer auseinanderzusetzen – mit seiner Tierwelt, den Gefahren für die Ozeane und der Bedeutung der Meere für Mensch und Klima. Als die Namen der Preisträgerinnen und Preisträger verlesen wurden, erfüllten Applaus und Jubel die Aula. Über eine Tischkamera wurden die Arbeiten groß projiziert: Feine Linien verwandelten sich zu Fischen, Collagen erschienen wie schillernde Korallenriffe, und nachdenkliche Motive machten auf Meeresmüll und den Schutz sensibler Ökosysteme aufmerksam.
Neben Urkunden und kleinen Sachpreisen nahmen die Teilnehmenden vor allem eines mit nach Hause: das große Gefühl, Teil eines lebendigen und kreativen Miteinanders zu sein.
StRin T. Seitz

Bei bestem Aprilwetter fand am Donnerstag das Finale der Kreismeisterschaft auf dem TuS Platz statt. Qualifiziert hatten sich die Jungen des Jahrgangs 2014 durch den Sieg bei der Stadtmeisterschaft letzte Woche.
Die gegnerischen Schulen waren das CHG Traunstein, das LSH Marquartstein und das Gymnasium Trostberg.
Alle Mannschaften erwiesen in dem Turnier, das nach dem Modus „Jeder gegen jeden“ gespielt wurde, als ziemlich gleichstark. So gab es lauter enge, spannende und knappe Spiele.
Letztendlich konnte sich das CHG durchsetzen und nimmt am Regionalentscheid teil. Die Jungen des JHG erzielten zwei Unentschieden und verloren das Spiel gegen das CHG knapp und belegten somit den dritten Platz.
OStR J. Aschauer

Im Rahmen des Forscherpakets durften die Schülerinnen und Schüler an einem spannenden Robotikkurs des BayernLab Traunstein teilnehmen. Mit großer Begeisterung machten sich die Kinder daran, ihren eigenen kleinen Roboter – einen sogenannten „Hüpferling“ – aus LEGO‑Bausteinen zu bauen.
Nachdem die Konstruktionen standen, ging es an die Programmierung: Die Kinder entwickelten einfache Bewegungsabläufe, damit ihre Hüpferlinge sich fortbewegen konnten. Anschließend wurde es sportlich: In mehreren Rennen traten die Hüpferlinge gegeneinander an. Dabei zeigte sich schnell, dass die Roboter unterschiedlich gut voran kamen. Manche hüpften unterschiedlich schnell, drehten sich im Kreis und kamen sich gegenseitig in die Quere, andere überschlugen sich sogar. Dabei wurde viel gelacht, aber auch genau beobachtet, so dass in einer anschließenden zweiten Bau‑ und Programmierphase die Hüpferlinge optimiert werden konnten: stabilere Beine, zusätzlich Räder, andere Bewegungsmuster, mehr Gleichgewicht – alle suchten nach der besten Lösung. Danach ging es erneut an die Rennstrecke, um die Verbesserungen zu testen.
Der Robotikkurs bot den Kindern nicht nur viel Spaß, sondern auch einen spielerischen Einblick in Technik, Programmierung und Problemlösen. Ein herzliches Dankeschön an das BayernLab Traunstein für diesen inspirierenden und lehrreichen Vormittag!
StRin M. Bräuning

Traditionell erhalten die Prüflinge zu Beginn der Abiturphase kleine Glücksbringer, die im Kunstunterricht mit viel Sorgfalt gestaltet werden. In diesem Jahr fertigten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 11A unter der Anleitung ihrer Kunstlehrerin Theresa Seitz vierblättrige Kleeblätter aus Filz an. Auf jedem einzelnen sitzt ein kleiner Marienkäfer – ein klassisches Symbol für Glück und Zuversicht. Verziert mit der eingestickten Aufschrift „Abi 26“ werden die Glücksbringer zu ganz persönlichen Begleitern auf dem Weg durch die Prüfungen.
Damit ist der Startschuss gefallen: Wir wünschen diesem besonderen Jahrgang viel Erfolg, starke Nerven und natürlich auch das nötige Quäntchen Glück!
StDin C. Falter

In diesem Jahr fand am JHG am letzten Tag vor den Osterferien zum zehnten Mal der Kopfrechenwettbewerb in Mathematik jeweils für die Schüler der Klassen fünf und sechs statt. Dieser wurde in drei spannenden Ausscheidungsrunden durchgeführt.
Für den Wettbewerb hatten sich aus jeder Klasse drei Schüler qualifiziert, die in einer ersten Runde alle gegeneinander antraten. Die vier sichersten Rechner gelangten in die Zwischenrunde, hier ging es nun auch um Schnelligkeit, denn wer als erstes die Lösung hatte bekam den Punkt. In der letzten Runde bedeutete dann noch als zusätzliches Erschwernis eine falsche Antwort einen Punkt für den Gegner. Dieses Finale konnten dann am Ende jeweils Jonathan Welsch (5. Klasse) und Makar Kadnychanskyi (6. Klasse) gegen ihren Gegner Thomas Heigermoser bzw. Nino Gutsche für sich entscheiden.
Die Fachschaft Mathematik gratuliert allen erfolgreichen Teilnehmern!
StD C. Pfaffenzeller

Die jüngsten Basketballer des JHG (Jahrgang 2013 bis 2015) konnten sich im Bezirksfinale gut verkaufen. Sie mussten hier gegen die Gewinner aus den einzelnen Regionen des Bezirks Oberbayern in Karlsfeld bei Dachau antreten. Dabei wurde zuerst jeweils in zwei Dreiergruppen die Platzierung ausgespielt, bevor die Gruppenersten im Finale antraten. Hier hatten die Traunreuter ein wenig Lospech, denn im ersten Spiel trafen sie gleich auf das Gymnasium Penzberg, das am Schluss auch das Finale gewonnen hat. Das Spiel war äußerst hart umkämpft und obwohl sie nach der ersten Halbzeit noch mit 14 zu 13 führten, verloren sie dann dennoch knapp mit 22 zu 27. Ausschlaggebend war die Härte und die Größe mancher Spieler, gegen das die Traunreuter manchmal schwer etwas dagegenzusetzen hatten.
Die JHG Mannschaft lies sich aber nicht entmutigen und gewann gleich im zweiten Gruppenspiel deutlich mit 36 zu 26 gegen das Hallertau-Gymnasium Wolnzach, jedoch war das Finale trotzdem nicht mehr zu erreichen. Im Spiel um den dritten Platz gegen die Mittelschule Dachau-Süd drehten dann aber die Jungen noch mal stark auf und gewannen dies deutlich mit 54 zu 30. Im anschließenden Finalspiel gewann das Gymnasium Penzberg deutlich gegen das Anne-Frank-Gmnaysium Erding, die Traunreuter waren sich aber einig, dass ihr erstes Spiel schon das vorweggenommene Finale war, da sie alle anderen Mannschaften hätten schlagen können. So geht der Blick nach vorne denn sie wissen, dass sie hier viel erreicht haben und sie nächstes Jahr dann den Bezirksmeistertitel holen können.
StD C. Pfaffenzeller

24 Schülerinnen und Schüler des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums Traunreut blicken auf eine Woche mit vielen spannenden Erfahrungen und kulturellen Eindrücken zurück: Vom 14. bis 21. März 2026 besuchten die Jugendlichen ihre französische Partnerschule, das Collège Ferdinand Buisson in Thiaucourt (Region Grand Est). Ermöglicht wurde dies durch eine Förderung aus Mitteln des Deutsch-Französischen Jugendwerks sowie einen Zuschuss des Elternbeirats. Bei der Ankunft in Thiaucourt am Samstagabend wurden die deutschen Austauschpartnerinnen und -partner sehr herzlich von ihren Gastfamilien und dem Schulleiter M. Valognes sowie den beiden Lehrerinnen Mme Le Bourdiec und Mme Catelin empfangen. Den Sonntag verbrachten die Jugendlichen mit ihren Gastfamilien. Ob ein Ausflug in die Umgebung, Lasertag oder Bowling – alle erlebten den französischen Alltag hautnah.
Der Montag stand ganz im Zeichen der Geschichte: In Verdun, einem der blutigsten Schauplätze des Ersten Weltkriegs, erhielten die Schülerinnen und Schüler einen bewegenden Einblick in ein schmerzhaftes Kapitel der deutsch-französischen Vergangenheit. Zu Beginn ging es zum Soldatenfriedhof und dem Beinhaus (Ossuaire) von Douaumont. An diesem Ort reichten sich der französische Staatspräsident François Mitterrand und der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl am 22. September 1984 die Hand, verbunden mit den Worten: „Europa ist unsere gemeinsame kulturelle Heimat (…). Wir haben uns versöhnt. Wir haben uns verständigt. Wir sind Freunde geworden.“ Als drei deutsche Schüler zusammen mit ihren französischen Austauschpartnern Kerzen an einem Soldatengrab anzündeten, wurde spürbar: Frieden und Verständigung müssen immer wieder neu errungen werden. Solche Momente zeigen, wie Schüleraustausch Verantwortung fördert und Brücken zwischen Menschen baut.
In der Zitadelle von Verdun, einem außergewöhnlichen Museum, schlüpften die Jugendlichen per Augmented-Reality-Helm in die Haut eines französischen Soldaten in den Schützengräben. Während einer Fahrt durch den Stollen lernten sie mehr über das Leben in der unterirdischen Festung. Auf dem Rückweg nach Thiaucourt besuchte die Gruppe zudem das Dorf Remenauville, das im ersten Weltkrieg zerstört und nicht wieder aufgebaut worden ist.
Am Dienstag drehte sich zunächst alles um süße Traditionen: In der Boîte à Madeleines in Commercy erhielten die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die Entstehung der berühmten Madeleines, eines kleinen Gebäcks in Form einer Muschel. Der Legende nach wurden sie 1755 in der Schlossküche von Herzog Stanislas Leszczyński zubereitet. Auch Marcel Proust verewigte sie literarisch in seinem Roman „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ („A la recherche du temps perdu“). Eine Kostprobe rundete den Vormittag kulinarisch ab.
Weiter ging es in die schöne Stadt Nancy mit ihren imposanten Jugendstilfassaden. Bei einer informativen Fotorallye mit den französischen Partnerinnen und Partnern erkundeten die deutschen Schülerinnen und Schüler den historischen Stadtkern. Vor berühmten Sehenswürdigkeiten wie dem Place Stanislas oder dem Parc de la Pépinière entstanden zahlreiche deutsch-französische Selfies unter strahlend blauem Himmel.
Am Mittwoch nahm die deutsche Gruppe erstmals am Unterricht eines französischen Collège, einer vierjährigen Gesamtschule, teil – eine spannende Gelegenheit, Unterschiede zum Schulalltag in Traunreut kennenzulernen. So dauert eine Unterrichtsstunde 55 Minuten, die Klassenräume werden je nach Fach gewechselt und die Pausenaufsicht übernehmen surveillants. Da am Mittwochnachmittag kein Unterricht stattfindet, konnten die verbleibenden Stunden frei gestaltet werden.
Der Donnerstag führte zunächst nach Scy-Chazelles in das Maison de Robert Schuman, das Wohnhaus eines Gründervaters der Europäischen Union. Dort lernten die Jugendlichen den bescheidenen und mutigen Politiker auch von seiner persönlichen Seite kennen.
Anschließend ging es nach Metz, die Stadt an der Mosel mit römischer Vergangenheit. Auf einem kleinen Spaziergang zum nächsten Programmpunkt stellte Mme Le Bourdiec besondere Sehenswürdigkeiten vor: die Porte des Allemands, eine mittelalterliche Toranlage der Stadtmauer, die gotische Kathedrale Saint-Étienne und den Marché Couvert, eine überdachte Markthalle mit frischen lokalen Spezialitäten für Feinschmecker. Zur Mittagszeit blieb Gelegenheit für einen Bummel durch das moderne Einkaufszentrum Muse.
Eine einzigartige Erfahrung war der Besuch des Centre Pompidou-Metz, eines Museums für zeitgenössische Kunst. Die Ausstellung Dimanche sans fin von Maurizio Cattelan regte dazu an, Widersprüchlichkeiten der menschlichen Existenz neu zu betrachten. Für besonderes Staunen sorgte die ikonische, mit Klebeband an die Wand fixierte Banane, die jüngst für 6,2 Millionen Dollar versteigert wurde.
Am letzten vollen Tag erlebten die Traunreuter Schülerinnen und Schüler einen kompletten französischen Schultag – mit Unterricht bis 16:30 Uhr. Auch eine Sportstunde mit Tischtennisturnier in gemischten Teams stand auf dem Programm. Am Abend gab es eine gemeinsame Abschiedsfeier mit regionalen Spezialitäten in der neuen Jurte des Collège. Es wurde viel getanzt, gelacht und gegessen – ein stimmungsvoller Abschluss dieser intensiven Woche.
Der Abschied fiel allen schwer und es flossen sogar Tränen. Auf dieser Reise haben die Jugendlichen nicht nur ihr Französisch verbessert, sondern neue Eindrücke gewonnen und wertvolle Freundschaften geschlossen. Besonders in den aktuellen unruhigen Zeiten zeigt sich, wie wichtig gemeinsames europäisches Miteinander ist. Vive l’amitié franco-allemande!An dieser Stelle möchte sich das Lehrerteam, Christina Spichtinger und Franziska Thome, auch ganz herzlich bei Christina Falter bedanken, die diesen Austausch hervorragend mitorganisiert und von Traunreut aus umsichtig unterstützt hat. Merci beaucoup!
StRin C. Spichtinger

Auch dieses Jahr war der Besuch der ItalienerInnen zum jährlichen Austausch wieder einmal ein großer Erfolg. Letzten Montagnachmittag haben die SchülerInnen der 11. Jahrgangsstufe ihre AustauschpartnerInnen am Bahnhof in Traunstein empfangen. Nachdem die Gäste in Ruhe bei den Gastfamilien ankommen konnten, gab es am Abend eine Party zum Kennenlernen mit Spielen, traditionellem Essen und Musik.
Am nächsten Tag wurde als gemeinsamer Auftakt in der Schule gefrühstückt, mit Brezen, Semmeln und vielen anderen leckeren Speisen, welche die SchülerInnen selbst mitbrachten. Nach dem Frühstück zeigten die deutschen SchülerInnen ihren PartnerInnen unsere Schule, während die ItalienerInnen auch am Unterricht teilnahmen. Aufgrund der Wetterlage wurde der geplante Ausflug nach Seeon durch einen Abstecher in die Trampolinhalle in Trostberg ersetzt. Dort hatten die SchülerInnen sehr viel Spaß beim Bouldern und Trampolinspringen. Am Abend konnten die ItalienerInnen dann die deutsche Küche voll auskosten.
Am Mittwoch besuchten die deutschen SchülerInnen den regulären Unterricht, während die ItalienerInnen mit Frau Weich München besichtigten. Am Donnerstag hingegen gab es wieder einen gemeinsamen Ausflug, diesmal nach Salzburg und anschließend zum Salzbergwerk in Berchtesgaden. Abends besuchten einige noch den Chiemsee, um den ItalienerInnen das „Bayerische Meer“ zu zeigen, von dem diese schon viel gehört hatten.
Am nächsten Tag konnten die ItalienerInnen in den ersten vier Stunden wieder den deutschen Unterricht miterleben und in den letzten zwei Stunden spielten alle gemeinsam unter der Leitung von Herr Aschauer Spiele in der Turnhalle. Zum Abschluss der erlebnisreichen Woche kamen alle noch einmal zum bayerischen Abend in der Schule zusammen, um sich über die vergangenen Tage auszutauschen und bayerische Spezialitäten zu genießen.
Den letzten Tag des Aufenthalts konnten die deutschen SchülerInnen individuell gestalten. Viele zeigten ihren Gästen nochmals Salzburg oder auch Rosenheim, wo einige gemeinsam Lasertag spielten. Doch schließlich hieß es Abschied nehmen, denn am Sonntagvormittag startete ihr Zug von Traunstein aus zurück nach Bologna. Nun freuen sich unsere SchülerInnen schon darauf, in einem Monat Italien für eine Woche zu besuchen, wo sie sicherlich eine genauso schöne Zeit verbringen werden wie die ItalienerInnen hier.
Großer Dank gilt den Lehrerinnen Romana Strasser und Veronika Weich, ohne die der Austausch nicht hätte stattfinden können und die sich jedes Jahr aufs Neue dafür einsetzen.
Flora Trübenbach (11a)

Wenn andere noch im Klassenzimmer sitzen, sind sie bereits draußen im Einsatz: Neun Schülerinnen und Schüler des Forscherpakets nutzten den frühen Morgen des 13. März 2026 für einen ungewöhnlichen, aber umso bedeutsameren Einsatz – die Rettung wandernder Erdkröten.
Frühjahrswanderung mit Hindernissen
Jedes Frühjahr brechen Kröten und Frösche zu ihren angestammten Laichgewässern auf, um dort ihre Eier abzulegen. Diese Wanderung wird jedoch durch den Straßenverkehr zur lebensgefährlichen Herausforderung. Damit möglichst viele Amphibien ihr Ziel erreichen, hat die ansässige Ortsgruppe des Bund Naturschutz in Gigling einen Krötenzaun errichtet, der die Tiere entlang der Straße in Eimer leitet, aus denen sie täglich geborgen und sicher auf die andere Seite gebracht werden können.
Anfassen erwünscht
Genau diese Aufgabe übernahmen die Fünftklässler in der ersten Unterrichtsstunde. Mit Begeisterung holten sie die gesammelten Tiere aus den Eimern, zählten sie sorgfältig – insgesamt kamen dabei über 70 Kröten zusammen – und setzten sie vorsichtig am Laichgewässer auf der anderen Straßenseite frei. Besonderes Staunen lösten die bereits im Wasser treibenden Laichschnüre aus, ein erster sichtbarer Beleg für die erfolgreichen Überführungen der Vortage.
Erfahrung trifft Engagement
Fachkundige Begleitung kam von Simon Bauer, ehemaligem Biologielehrer am JHG und Vorsitzendem der örtlichen Bund-Naturschutz-Gruppe. Er brachte den Schülerinnen und Schülern die Lebensweise der Amphibien näher und verdeutlichte, warum solche Unterstützungsmaßnahmen für den Erhalt lokaler Populationen so entscheidend sind.
Für die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Forscherpakets war es weit mehr als ein Ausflug: Sie konnten erleben, dass Naturschutz keine abstrakte Angelegenheit ist, sondern von engagierten Menschen vor der eigenen Haustüre mitgetragen werden kann – Eimer für Eimer.
StR D. Dietl

Am 6. Februar 2026 stand für die Klassen 11A und 11B des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums ein außergewöhnliches Projekt auf dem Stundenplan: ein kombinierter Vortrag mit Workshop zum Thema „Entspannungsübungen bei Bruxismus". Als Referentin durften wir Sonja Beck am JHG willkommen heißen, die als Physiotherapeutin beim Traunmed Sport- & Rehazentrum tätig ist.
Frau Beck gab den rund 50 Schülerinnen und Schülern zunächst einen Einblick in ihren Berufsalltag und stellte die verschiedenen Ausbildungs- und Studiermöglichkeiten im Bereich Physiotherapie vor.
Anatomie und Ursachen
Im theoretischen Teil der Veranstaltung rückte das Kiefergelenk in den Mittelpunkt. Es wird vom Unterkiefer (Mandibula) als Gelenkkopf und vom Schläfenbein (Os temporale) als Gelenkpfanne gebildet; ein Discus aus Faserknorpel übernimmt dabei die Funktion eines Stoßdämpfers. Während normale Alltagsvorgänge wie das Kauen lediglich rund 15 Minuten Zahnkontakt pro Tag verursachen, können Parafunktionen wie Bruxismus – das meist nächtliche Zähneknirschen – oder Clenching, also Zähnepressen häufig auch tagsüber, die Belastung auf zwei bis fünf Stunden täglich steigern. Die Folgen reichen von starker Abnutzung der Zahnsubstanz und Fissuren im Zahnschmelz über Schäden am Kiefergelenk bis hin zur Hypertrophie der Kaumuskulatur, insbesondere des M. masseter.
Aktive Entspannung
Der zweite Teil der Veranstaltung war bewusst praktisch gestaltet. Im Mittelpunkt stand die Aktivierung des Vagusnervs – des zehnten Hirnnervs und zentralen Bestandteils des Parasympathikus, der für Erholung und Regeneration zuständig ist. Durch gezielte Massagen des M. masseter und M. temporalis, Inklinationsübungen sowie spezielle Atemtechniken erfuhren die Jugendlichen, wie sie ihr vegetatives Nervensystem eigenständig von Anspannung auf Ruhe umschalten können.
Besonders erfreulich war die aktive Beteiligung der Q11: Die Schülerinnen und Schüler machten alle praktischen Übungen engagiert mit und nehmen damit konkrete Werkzeuge in den Alltag mit, um den körperlichen Auswirkungen des Schulstresses selbst begegnen zu können.
StR D. Dietl

Für die 7. Klassen des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums gab es dieses Frühjahr einen Lesewettbewerb mit englischen Lektüren, an dem 14 Schülerinnen und Schüler teilnahmen.
Es standen eine ganze Reihe von „easy readers“ zur Verfügung, zu denen während des Lesens Fragen zum Inhalt beantwortet werden sollten. Diese vereinfachte Lektüre unterstützt auf unterhaltsame Weise die Verbesserung im Fach Englisch; ganz nebenbei erweitern die Leser ihren Wortschatz und üben Grammatikstrukturen. Der Wettbewerb bestand also darin, so viele der Bücher wie möglich zu lesen und den dazugehörigen Fragebogen korrekt auszufüllen.
Die fleißigsten Leserinnen wurden nun für ihren Einsatz belohnt: Felicitas Appel, Anna Bush und Leni Franek waren die größten Leseratten. Alle erhielten Urkunden und Buchgutscheine.
Insgesamt wurden 154 Lektüren gelesen. Gemeinsam mit dem Schulleiter Herrn Schmid und der Bibliotheksleiterin Frau Seitenglanz freuten sich die Teilnehmerinnen über ihren Erfolg. Herr Schmid hob besonders den freiwilligen Einsatz der Schülerinnen hervor.
Daniela Seitenglanz (Schulbibliothek)

Ein Buch öffnet Türen, die du nicht einmal gesehen hast.
Eine solche Tür öffnete sich auch für unsere beiden Schülerinnen Emily Guzowska und Sarah Brunner (beide 6c) am Hertzhaimer-Gymnasium-Trostberg. Nachdem die beiden den schulinternen Vorlesewettbewerb Englisch Anfang März gewonnen hatten, durften sie am 26. März 2026 das JHG beim regionalen Vorlesewettbewerb Englisch in Trostberg vertreten.
Neben je zwei weiteren Kandidaten bzw. Kandidatinnen vom AKG und CHG Traunstein und dem HGT Trostberg lasen Emily Guzowska einen Ausschnitt aus dem Buch „The Tail of Sherlock Bones“ von Jennifer Gallagher und Sarah Brunner einen Ausschnitt aus Arthur Conan Doyle’s „Sherlock Holmes and the Stolen Jewels“.
Nach einer Pause wurde in einer weiteren Runde stückchenweise der unbekannte Text „The Double Life of a Very Black Cat“ von Alan Posener vorgelesen. Die Geschichte handelt von zwei Katzen (oder doch nur einer?) und ihren zwei verschiedenen Familien; sie überrascht mit einem sehr amüsanten und versöhnlichen Ende.
Die acht Vorleser und Vorleserinnen waren alle sehr engagiert bei der Sache und es war keine leichte Entscheidung für die Jury, die sich aus den begleitenden Lehrkräften und drei Oberstufenschülerinnen des HGT zusammensetzte. Am Ende ging der erste Platz an das CHG. Emily Guzowska erhielt den 4. Platz und Sarah Brunner den 7. Platz.
Vielen Dank an Emily und Sarah, dass sie das JHG würdig vertreten haben und herzlichen Glückwunsch für dieses Ergebnis auf regionaler Ebene!
Die Fachschaft Englisch wünscht euch auch weiterhin viele gute Bücher, die euch die Türen der Welt öffnen mögen!
StRin K. Friedrich

Tag 1 (Montag): Anreise
Um 8:45 Uhr stiegen wir alle gesund und munter in unseren Zug nach Salzburg. Nach kurzem Zugchaos – unser eigentlicher Zug nach Wien hatte über 45 Minuten Verspätung – konnten wir in einen anderen Zug nach Wien steigen. Die Zugfahrt war sehr lustig, denn wir spielten fast durchgehend gemeinsam verschiedene Gesellschaftsspiele. Jeder war noch voller Energie. Nachdem wir in Wien angekommen waren, konnten wir mit ein bisschen Freizeit durch den Wiener Bahnhof zu unserem nächsten Zug schlendern. Die Vorfreude auf Ungarn und auf unsere Partnerschülerinnen und -schüler, die wir von gemeinsamen online-Vortreffen kannten, wuchs mit der zurückgelegten Strecke. Von Wien bis Budapest ging es gemütlich voran, einige von uns schliefen, andere spielten weiter eifrig Gesellschaftsspiele.
Um ca. 17:00 Uhr erreichten wir Budapest und stellten fest, dass es eigentlich so aussah wie in Deutschland. Am Bahnhof wurden wir netterweise vom ungarischen Lehrer Gergő empfangen und stellten erstaunt fest, dass man in Ungarn Lehrkräfte mit dem Vornamen anspricht!
Kurz nach unserer Ankunft in Budapest nahmen wir in den Zug nach Velence zu unserer Unterkunft, die in Gardony am Velencer See lag. Nach 40 Minuten Fahrt und 2 Minuten Fußweg erreichten wir unser Selbstversorgerhaus, das wir nur ganz schnell bezogen, um direkt zum gemeinsamen Abendessen aufzubrechen. Den Rest des Abends verbrachten wir alle gemeinsam entweder mit den im Haus vorhandenen Beschäftigungsmöglichkeiten wie Tischtennis oder Kicker sowie mit Kartenspielen, Ausruhen und Quatschen.
Lisa Kollmannsberger (10b), Diana Schmitberger (10c)
Tag 2 (Dienstag): Unsere Partnerschule in Velence und ein Ausflug in eine Stadt mit deutsch-ungarischer Geschichte
Nach dem Frühstück machten wir uns auf zum Bahnhof von Gardony, um die dreiminütige Fahrt zu unserer Partnerschule in Velence anzutreten. Am Bahnhof in Velence trafen wir zum ersten Mal einige der ungarischen Schülerinnen und Schüler persönlich, die uns fröhlich zuwinkten. Zum Glück standen wir bereits im Vorfeld über Online-Calls und soziale Plattformen miteinander in Kontakt, sodass wir beim ersten Treffen herzlich mit einer Umarmung begrüßt wurden. Dadurch fiel es uns deutlich leichter, miteinander ins Gespräch zu kommen und eine angenehme Atmosphäre entstand.
Auch die Schule unterschied sich in einigen Punkten stark von unserer. Besonders auffällig war, dass sich die Grundschule im selben Gebäude befand, was für uns eher ungewöhnlich ist. In kleineren Gruppen setzten wir uns anschließend intensiver mit dem Thema Demokratie auseinander. Dabei beschäftigten wir uns mit Fragen wie: Was macht einen toleranten Menschen aus? Durch welche Werte werden wir vor einer Autokratie geschützt? Diese Diskussionen gaben uns neue Denkanstöße und unterschiedliche Perspektiven.
Am Nachmittag fuhren wir mit dem Zug nach Stuhlweißenburg, wo uns Tamás, der zweite ungarische Lehrer, durch seine Stadt führte. Dabei erfuhren wir viel über den bedeutenden König Matthias Corvinus, der mit seiner „Schwarzen Armee“ eine der stärksten Verteidigungen seiner Zeit aufgebaut hatte. Besonders interessant waren auch die vielen Statuen in der Stadt, darunter die Figur einer alten Frau, deren Nase – so sagt man – beim Berühren Glück bringen soll. Außerdem erfuhren wir, dass Stuhlweißenburg die ungarische Krönungsstadt der Könige war und bis heute auch diesen deutschen Namen trägt. Die Geschichte Deutschlands und Ungarns ist eng miteinander verwoben.
Nach der Führung hatten wir Freizeit, die wir gemeinsam mit den ungarischen Schülerinnen und Schülern genießen konnten. Wir gingen zusammen essen, bummelten durch die Stadt und lernten dabei sowohl uns als auch die Stadt noch besser kennen.
Insgesamt war der Tag sehr abwechslungsreich und bereichernd. Wir konnten nicht nur neue Eindrücke über das Thema Demokratie gewinnen, sondern auch die ungarische Kultur und unsere Austauschpartner besser kennenlernen, was den Tag zu einem gelungenen und unvergesslichen Erlebnis machte.
Leon Rieß (10b), Fabian Hilbert (10b), Athanasios Stathis (10c)
Tag 3 (Mittwoch): Arbeit am Projekt und Ausflug in die Therme
Am Mittwoch besuchten wir vormittags die Schule in Velence. Da unser Projektthema „Demokratie“ ist, führten wir dort eine praktische Aufgabe durch: In Gruppen sollten wir Brücken mit einem festgelegten Budget, für das wir bestimmte Materialien erwerben konnten, bauen. Die Besonderheit bestand darin, dass jede Gruppe nach einem bestimmten demokratischen Prinzip arbeiten musste, beispielsweise als direkte Demokratie oder als repräsentative Demokratie. Die Zusammenarbeit verlief sehr gut, und alle Gruppen konnten funktionierende Brücken konstruieren.
Das Mittagessen fand in der Schule statt. Anschließend gab es ein kurzes, gemeinsames Volleyballmatch und dann ging es in die Therme von Velence, in die wir von unseren ungarischen Partnerinnen und Partnern eingeladen wurden. Im Bad gab es warme Innen- und Außenbecken; die Atmosphäre war angenehm ruhig und geprägt von den vielen Einheimischen, die die Therme regelmäßig besuchen. Dadurch wirkte der Aufenthalt überhaupt nicht touristisch, sondern entspannt. In der Anlage konnten wir uns in dieser ungezwungenen Umgebung besser kennenlernen und als Gruppe weiter zusammenwachsen. Auf dem Rückweg legten wir noch einen kurzen Halt an einem kleinen Kiosk ein, um Snacks für den Abend zu besorgen. Anschließend ging es mit dem Zug zurück zu unserer Unterkunft.
Am Abend haben wir uns alle gemeinsam, d.h. alle deutschen Schülerinnen und Schüler und alle ungarischen, in unserem Selbstversorgerhaus getroffen, um dort gemeinsam zu kochen. Während die einen immer wieder die Küche aufräumten, schälten andere Kartoffeln, würfelten Zwiebeln, hackten Paprika und Würstchen. Alle Zutaten wurden dann in einen Kessel gegeben, der über dem vorher entzündeten Lagerfeuer hing. Dort hat Tamás zwei Stunden lang geduldig das Abendessen umgerührt. Um die Wartezeit zu verkürzen, spielten wir gemeinsam z.B. Tischtennis und vertieften damit unsere Freundschaften. Als dann das Essen fertig war, haben sich alle gemeinsam um das Feuer gesetzt und das Gericht namens Paprikás gemeinsam genossen.
Nach dem Essen wurde in verschiedenen Sprachen noch viel weitergeredet: auf Deutsch, Ungarisch und vor allem Englisch. Etwas später am Abend sind dann die ungarischen Schülerinnen und Schüler nach Hause gefahren und wir konnten mit einem erfüllten Gefühl ins Bett gehen.
Rita Danieli (10a), Alexandra Seel (10a), Rosalee Willits (10c)
Tag 4 (Donnerstag): Mehr als Bowling in Budapest
Am Donnerstag erwartete uns das Highlight unseres Austauschs: der Ausflug nach Budapest. Früh am Morgen machten wir uns, ausgestattet mit unseren Rucksäcken, gemeinsam mit unseren ungarischen Mitschülerinnen und Mitschülern im Zug auf den Weg.
Im Rahmen einer fünfstündigen Stadtführung durch die beiden Stadtteile Buda und Pest, welche durch die Donau getrennt sind, besichtigten wir zahlreiche bedeutende Sehenswürdigkeiten. Besonders eindrücklich war das ungarische Parlament, ein imposantes Gebäude mit 96 Spitzen und insgesamt 96 Metern Höhe.
Nachdenklich stimmte uns auch das Holocaust-Mahnmal, welches aus verschiedenen Schuhen am Donauufer besteht. Gegen Ende des Weltkriegs wurden dort, unweit des Parlaments, tausende Juden erschossen und ihre Leichen in die Donau geworfen. Kontrovers ist das Mahnmal zur deutschen Besatzung Ungarns im Zweiten Weltkrieg.
Sehr eindrücklich waren auch die St.-Stephans-Basilika sowie die Matthiaskirche – vielleicht aber auch, weil in letzterer „Sissi“ zur Königin gekrönt worden war. Ein besonderes Highlight war der beeindruckende Ausblick von der Fischerbastei. Von dort hat man einen großartigen Blick auf die andere Donauseite mit dem Parlamentsgebäude. Auch die vielfältige Architektur der Hauptstadt hinterließ bei uns einen bleibenden Eindruck.
Trotz der Länge der Führung erwies sie sich als äußerst interessant und lehrreich. Unsere Pausen verbrachten wir zusammen mit den ungarischen Schülerinnen und Schülern beim Bummeln in der Stadt.
Am späteren Nachmittag gingen wir gemeinsam mit den ungarischen Schülern zum Bowling. Ob in Teams oder im direkten Duell – wir traten gegeneinander an, freuten uns über gelungene Würfe und hatten dabei viel Spaß.
Noah Vogt (10b), Samuel Bernauer (10b)
Tag 5 (Freitag): Time to say goodbye – oder eher: see you soon!
Der Freitag unseres Erasmus-Projekts in Ungarn begann alles andere als gewöhnlich: statt früh zu Bett zu gehen, hatten viele von uns die Abend- und Teile der Nachtstunden miteinander mit Gesellschaftsspielen und Gesprächen verbracht. Am Velencer See beobachteten einige von uns den Sonnenaufgang und spielten noch vor dem Frühstück eine letzte Runde Tischtennis. Zum Frühstück gab es ein gemeinsames Resteessen, beispielsweise Gulasch und Nutella (natürlich nicht gleichzeitig!), in unserem Selbstversorgerhaus. Daraufhin machten wir uns auf den Weg zur Partnerschule und verabschiedeten uns dort von unseren neu gewonnen Freundinnen und Freunden, auf deren Besuch in Traunreut wir uns jetzt schon freuen. Nach der Ehrung und einem Abschied mit Tränen in den Augen fuhren wir nach Budapest, wo wir eine große Markthalle besuchten, um uns mit Reiseproviant und Souvenirs auszurüsten. Um 15 Uhr starteten wir unsere Reise nach Hause mit dem Zug von Budapest über Wien nach Salzburg, wobei wir unseren Anschlusszug in Wien nur knapp erwischten. Gegen halb neun abends kamen wir schließlich müde und um viele Erlebnisse reicher in Traunstein an.
Vielen lieben Dank an Herrn Specht und Frau Schilberger für diese unvergessliche Reise!
Veronika Krätschmer (10c), Bernadette Wolfertstetter (10c), Louisa Franek (10c)
Gesamtredaktion: StR V. Specht, OstRin C. Schilberger
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