
Beim diesjährigen Vorlesewettbewerb am 15.12.2025 bewiesen die Schülerinnen der sechsten Klassen erneut ihr Lesekönnen. Teilgenommen haben die jeweiligen Klassensiegerinnen: Julia Pelz (6a), Maria Huber (6b) und Lotte Kellner (6c). Die Jury, bestehend aus Frau Bauer, Herrn Flächer und drei Oberstufenschülerinnen, kürte nach zwei Vorleserunden – einer mit einem selbst gewählten bekannten Text und einer mit einem unbekannten Text – anhand der Kriterien Lesetechnik, Interpretation und Gesamteindruck die Gewinnerin: Lotte Kellner, die sich besonders hervortat.
Die Jury war sich über die herausragenden Lesekompetenzen der Schülerinnen einig und zeigte sich beeindruckt von ihrem Können. Auffällig war, dass in diesem Jahr überwiegend Mädchen am Wettbewerb beteiligt waren – sowohl unter den Teilnehmenden als auch in der Jury. Aktuelle PISA-Studien zeigen, dass Mädchen im Durchschnitt häufiger lesen und eine hohe Lesemotivation mitbringen. Umso wichtiger ist es, künftig auch mehr Jungen für das Lesen und für solche Wettbewerbe zu begeistern.
Die Vorleserunden liefen wie folgt ab: Zunächst lasen die drei Leserinnen eine bekannte Textstelle aus einem selbst gewählten Buch, anschließend einen unbekannten Textauszug aus „Mitten im Dschungel“ von Katherine Rundell. Das Buch handelt von einem Flugzeugabsturz im Amazonas, bei dem die vier Hauptfiguren Fred, Con, Lila und Max mit ihren unterschiedlichen Stärken ums Überleben kämpfen müssen. Der dramatische Anfangsausschnitt bot Raum für Interpretationen.
Das selbst gewählte Buch der Gewinnerin Lotte, „Marley & ich. Unser Leben mit dem frechsten Hund der Welt” von John Grogan sorgte für Lacher im Publikum. Nach ihrem Erfolg beim Schulentscheid nimmt Lotte nun am Kreisentscheid teil und vertritt dort unsere Schule.
Zur Leseförderung ist Anfang Februar eine Leseaktion im Skilager geplant, um auch mehr Jungen für das Lesen zu begeistern. Solche Initiativen sollen die Leselust aller Schüler steigern und den Wettbewerb zu einem motivierenden Start für weitere Leseprojekte machen.
Flora Trübenbach (11a)

Am Mittwoch, den 17.12.2025 fuhren 30 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe mit den Lehrkräften Herr Siegmund und Frau Hahn nach Salzburg. Die stimmungsvoll beleuchtete Stadt bildete den perfekten Rahmen für einen Konzertbesuch im Großen Festspielhaus.
Auf dem Programm standen bedeutende Werke der Musikgeschichte. Den Auftakt bildete die Ouvertüre aus „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck. Es folgte das Violoncello-Konzert von Joseph Haydn. Wahnsinnig beeindruckend war dabei, dass der Solist das komplette Werk der Wiener Klassik auswendig vortrug. Nach einer 20-minütigen Pause präsentierte das Orchester aus Köln noch eine Auswahl aus der „Nussknacker-Suite“ von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, deren bekannte Melodien hervorragend zur vorweihnachtlichen Atmosphäre passten.
Als Zugabe spielte das Orchester den Abendsegen aus „Hänsel und Gretel“ von Humperdinck. Bereits im Vorfeld waren Liedblätter an das Publikum verteilt worden, sodass die Gäste gemeinsam mit dem Orchester singen konnten. Dieser besondere Moment bildete einen krönenden und sehr emotionalen Abschluss des Konzertabends.
Die Konzertfahrt war für alle Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis. Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich durchweg begeistert und nahmen viele eindrucksvolle musikalische Eindrücke aus Salzburg mit.
StRin A. Hahn

Das Johannes-Heidenhain-Gymnasium (JHG) darf sich auch in diesem Jahr erneut über den Titel „Umweltschule in Europa“ freuen. Die Auszeichnung des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz würdigt Schulen, die sich in besonderem Maße für Nachhaltigkeit, Umweltbildung und ökologische Verantwortung einsetzen. Dass das JHG diesen Titel wieder erhält, ist das Ergebnis zahlreicher Projekte, die im vergangenen Schuljahr mit großem Engagement umgesetzt wurden.
Zur Förderung der biologischen Vielfalt auf dem Schulgelände erweiterten die Forscherklassen der 5. und 6. Jahrgangsstufe mit Unterstützung der Partnerklasse der Wilhelm-Löhe-Schule das bereits bestehende Beerenbeet. Die Schülerinnen und Schüler entfernten Unkraut und Grasnarbe, pflanzten weitere Johannisbeer- und Blaubeersträucher sowie verschiedene Kräuter und bedeckten die Fläche anschließend mit einer schützenden Mulchschicht. Die neuen Pflanzen sollen Bienen und anderen Insekten Nahrung und Lebensraum bieten.
Großes Engagement zeigten die Schülerinnen und Schüler der Forscherklasse auch beim Amphibienschutz. An einem vom Bund Naturschutz errichteten Krötenzaun in Gigling sammelten sie über 200 Kröten ein und brachten diese sicher über die Straße zu ihrem Laichgewässer.
Um das Thema Müllvermeidung stärker ins Bewusstsein zu rücken, organisierte die SMV den Wettbewerb „Gesundes Pausenbrot“. Alle Schülerinnen und Schüler konnten ihre Brotzeit präsentieren; bewertet wurden neben gesundheitlichen Aspekten auch Regionalität und Saisonalität der Zutaten sowie die Umweltfreundlichkeit der Verpackung. Die besten Beiträge wurden von einer Jury ausgezeichnet; als Preis gab es ein gemeinsames Fair-Trade-Frühstück mit der SMV.
Darüber hinaus wurde die jährlich stattfindende Müllsammelaktion der 7. Klassen erweitert. Klassen haben nun auch die Möglichkeit, in Vertretungsstunden rund um das Schulgelände Müll zu sammeln. So werden über das gesamte Schuljahr hinweg kontinuierlich kleine, aber wirkungsvolle Beiträge zum Umweltschutz geleistet.
Die erhaltene Auszeichnung würdigt nicht nur die Projekte des vergangenen Jahres, sondern auch das langfristige Engagement des JHG für eine nachhaltige Zukunft.
StRin M. Bräuning

Vor kurzem durften wir, die Schülerinnen und Schüler des Sport P-Seminars „Wie trainiert man im Kraftraum am JHG richtig?“, einen spannenden Tag im schuleigenen Kraftraum erleben. Christoph von der Firma SCHNELL Trainingsgeräte besuchte uns, um eine umfassende Einweisung an unseren Trainingsgeräten durchzuführen.
Während der Einweisung erhielten wir nicht nur Informationen über die Bedienung der Geräte, sondern auch über die verschiedenen Einstellungen und die aktivierten Muskelgruppen. Dies wird uns in Zukunft als wertvolle Referenz für eine gute Umsetzung unseres Projektes dienen.
Dank dieser Unterstützung können wir nun unsere Projektziele verwirklichen, darunter die Erarbeitung von Trainingsplänen, die Produktion von Videotutorials und die Neugestaltung des Kraftraums.
Ein herzliches Dankeschön gilt der Firma SCHNELL und ihrem Experten Christoph Semler, die uns mit ihrer Expertise unterstützt haben.
Wir freuen uns auf die kommenden Monate und die Umsetzung unserer Ideen im Kraftraum!

Bereits im Oktober durften sich die Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe für die diesjährigen Erasmusprojekte Demokratie (in Kooperation mit dem ungarischen Gymnasium Zöldliget Magyar-Angol Két Tanítási Nyelvü Baptista Általános Iskola és Gimnázium in Velence) und Digitalisierung (in Kooperation mit der griechischen Εκπαιδευτήρια «ΠΛΑΤΩΝ» (Platon Schools in Katerini) mit einem Motivationsschreiben bewerben.
Am Dienstag, den 09.12.25, trafen sich die ausgewählten Griechenland-Teilnehmer mit ihren griechischen Partnern in einem Onlinemeeting, welches die Schüler in vorherigen Treffen mit ihren Lehrern ausgiebig vorbereitet hatten. Um Land und Leute besser kennenzulernen, erstellten vorab sowohl die griechischen als auch die deutschen Schüler jeweils ein Kahoot über das eigene Land, welches im Onlinemeeting zeitgleich von der jeweils anderen Gruppe bearbeitet wurde.
Um das nahende Weihnachtsfest samt dazugehörigen Traditionen in den beiden Ländern zu vergleichen und sich auch gleichzeitig gegenseitig besser kennenzulernen, arbeiteten die Schüler im Anschluss in gemischten Kleingruppen in Zoom-Gruppenräumen an verschiedenen Padlet-Präsentationen zu allgemeinen Weihnachtstraditionen in den beiden Ländern/Regionen, -filmen, -gebäcken und -liedern. Die einzelnen Gruppen stellten ihre Ergebnisse am Ende des Treffens im Plenum vor.
Das Fazit zum ersten Treffen: Es war eine interessante Erfahrung, mit dem Tool Padlet von zwei Ländern aus zu arbeiten und dabei zu sehen, wie gewinnbringend Digitalisierung im Schulkontext sein kann. Auch war spannend zu sehen, wie unterschiedlich, aber doch ähnlich Weihnachten in verschiedenen Ländern gefeiert wird. Trotz vieler Unterschiede erkannten die Schüler, dass es auch viele Gemeinsamkeiten gibt. Aber am meisten haben sie sich gefreut, endlich ihre griechischen Freunde kennenzulernen und sich mit ihnen auszutauschen.
Wir freuen uns auf unseren Besuch in Katerini im Februar!
StRin S. Hintermayr, OStRin P. Huber

Beim Weihnachtskonzert des Johannes Heidenhain Gymnasiums zeigte sich einmal mehr die große musikalische Bandbreite der Schüler. Von Klassik bis Pop war alles dabei, es wurde gesungen und musiziert und am Ende sangen Interpreten und Zuhörer alle gemeinsam „Happy Xmas“ von John Lennon.
Den Anfang machte auch dieses Mal ein großer Chor, bestehend aus Schülern der Klassen 5c und 6c zusammen mit den beiden Partnerklassen des Wilhelm Löhe Förderzentrums. Die Kinder aus dem Förderzentrum sind am Traunreuter Gymnasium bestens integriert und bei jeder Feier, jedem Konzert mit dabei. Mit großer Freude und Einsatz spielten sie zum Lied „Ein Kompliment“ von den Sportfreunden Stiller auf ihren Ukulelen.
Daneben gibt es noch weitere, stimmkräftige und sangesfreudige Chöre am Gymnasium. Der Mittelstufenchor und der Oberstufenchor sangen englischsprachige Weihnachtslieder und Traditionals. Beim Oberstufenchor mischten sich zu „Angels Carol“ auch Lehrer und Lehrerinnen unter die Sänger. Großen Mut und auch Können bewiesen Schüler, die Soloauftritte absolvierten. Viktoria Heimann hatte sich ein Wiegenlied ausgesucht, das sie mit ihrem Violoncello spielte, am Klavier begleitet von Sophia Sohrabi. Erstmalig trat beim diesjährigen Weihnachtskonzert auch ein Elternteil auf. Jonathan Welsch spielte ein Stück aus dem Violin-Konzert in D-Dur von Tschaikowsky und wurde dabei von seinem Vater Christian Welsch am Klavier begleitet. Nicht nur im Chor sondern auch als Solistin war Johanna Mauracher zu hören. Sie traute sich an das Lied „An die Laute“ von Franz Schubert. Als Solist aus dem Mittelstufenchor sang Xaver Brüderl „God rest ye merry, gentleman“. Sehr gute, kräftige Stimmen haben auch Elisa Tejada-Heidenhain und Elisabeth Dressler, die „Shallow“ von Lady Gaga im Duett sangen. Später traten sie auch noch mit dem Oberstufenchor und als Frontsängerinnen der Oberstufenband auf. Den Abschluss des abwechslungsreichen Konzertes bildete wie jedes Jahr die Big Band mit zwei Stücken.
Oberstudiendirektor Matthias Schmid dankte allen Teilnehmern und den begleitenden Lehrkräften, die viel Zeit und Arbeit in die Vorbereitung des Konzertes steckten. Die Leitung der einzelnen Ensembles unterlag Simone Brüderl, Lisa Singer, Anja Widhammer, Tanja Thaler, Matthis Reuter und Anita Hahn. Sie alle bekamen kleine Geschenke als Dankeschön. Der Applaus der Zuhörer in der bis auf den letzten Platz gefüllten Aula der Schule war den Darbietenden sicher. Im Anschluss konnte man noch an der Schule bleiben, sich die angebotenen Plätzchen und Punsch schmecken lassen oder einfach ratschen.
Pia Mix

Auch in diesem Jahr besuchten der Nikolaus, drei Engel und der Krampus unsere vier 5. Klassen sowie unsere beiden Partnerklassen. In jeder Klasse las der Nikolaus aus seinem goldenen Buch ein Resümee der ersten Monate an der neuen Schule vor. Dabei fand er viele lobende Worte, gab aber auch kleine Anregungen, woran die Klassen in Zukunft noch arbeiten könnten.
Manche Klassen bedankten sich mit einem Lied oder einem Gedicht und sorgten so für besonders schöne Momente. Zum Abschluss erhielt jedes Kind eine kleine Schokoladenüberraschung.
Mit großem Fingerspitzengefühl begleitete der Krampus die einzelnen Klassenbesuche. Er zeigte ein gutes Gespür dafür, wann es angemessen war, an der Tür stehen zu bleiben, freundlich zu winken oder einzelne Kinder, die sich besonders keck verhielten, kurz aus der Nähe zu begrüßen.
Auch wenn der Nikolaus nicht alle Klassen persönlich besuchen konnte, sorgten allein das Wissen um seine Anwesenheit im Schulhaus sowie das Läuten der Krampusglocken für eine ganz besondere, festliche Stimmung.
StDin C. Falter

Seit 2022 trägt unsere Schule den Titel Fairtrade-Schule. In dieser Zeit konnten zahlreiche Aktionen, die einen Beitrag zu gerechtem Handel und fairen Arbeitsbedingungen leisten, durchgeführt werden – viele davon in Zusammenarbeit mit den anderen Traunreuter (Fairtrade-)Schulen und der (Fairtrade-)Stadt Traunreut.
Kurz vor Weihnachten verkaufte die SMV gemeinsam mit den Klassensprecherteams unserer Partnerklassen in den Pausen fair gehandelte Produkte aus dem Traunreuter Weltladen. Das Angebot reichte von Schokolade, Gummibärchen und getrockneten Mangos über Orangenmarmelade, Reis, Würzsaucen, Kaffee und Tee bis hin zu Kerzen, Seife und weihnachtlicher Dekoration.
Alle Produkte tragen ein Fairtrade-Siegel, das für folgende Werte steht:
Viele Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrkräfte, fanden für sich selbst etwas Passendes – und so manch einer entdeckte ein besonderes Weihnachtsgeschenk für Familie und Freunde. Insgesamt konnte durch den Verkauf ein Betrag von 350 Euro erzielt werden.
Wir freuen uns, dass wir mit dieser Aktion die wertvolle Arbeit des Weltladens unterstützen und zugleich ein Bewusstsein für fairen Handel schaffen konnten.
StDin C. Falter

In der besinnlichen Vorweihnachtszeit haben unsere Schülerinnen und Schüler im Kunstunterricht der 6-11 Klassen kreative Weihnachtskarten gestaltet, die das zauberhafte Motiv der Schneekugel einfangen. Die Kunstwerke zeigen eine breite Palette von winterlichen Motiven, darunter: Schneelandschaften, festliche Szenen und Tiere im Winter.
Die Ergebnisse sind beeindruckend und zeigen die Vielfalt der originellen Ansätze.
Wir wünschen allen eine besinnliche und fröhliche Weihnachtszeit, gefüllt mit Freude und der Magie des Winters!
StRin T. Seitz

Am Freitag, den 05.12.2025 war es so weit. Die beiden Schulbands der Walter-Mohr Realschule unter der Leitung von Herrn Johannes Hahn sowie die beiden Schulbands des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums unter der Leitung von Frau Anita Hahn präsentierten ihr Können auf der Bühne des Traunreuter Christkindlmarktes. Bereits am Nachmittag trafen sich die Musiker der Realschule mit den beiden Musiklehrern, um das Equipment für den großen Auftritt einzupacken und aufzubauen. Punkt 17.30 Uhr ging es mit der ersten Band der Realschule los, die mit "Photograph" von Ed Sheeran und dem Weihnachtsklassiker "Last Christmas" von Wham gleichmal für eine festliche Atmosphäre sorgte. Im Anschluss daran präsentierte die zweite Band der Realschule drei weitere Songs, darunter den Ohrwurm "Feliz Navidad". Besonders beeindruckend war das selbstbewusste Auftreten der Bandmitglieder, die ihre Stücke souverän meisterten und das, obwohl sich die Gruppe erst zu Schuljahresbeginn formiert hatte.
Nach einer kurzen Umbaupause ging es ab 18.30 Uhr mit den beiden JHG-Bands weiter. Den Auftakt machte die Mittelstufenband, die das Publikum mit insgesamt sechs Songs zum Staunen brachte. Von modernen Popstücken wie "Beggin'" von Maneskin bis hin zu weihnachtlichen Klassikern wie "Christmas Time" von Bryan Adams präsentierten die Sängerin und vier Instrumentalisten ein vielseitiges Programm. Besonders bemerkenswert war die große Spielfreude, mit der die junge Band ihr Publikum begeisterte – viele Zuhörer ließen sich von der Energie der jungen Musiker anstecken.
Ab 19 Uhr kam die Oberstufenband des Johannes-Heidenhain Gymnasiums auf die Bühne, die mit zehn Songs ein breites Spektrum an musikalischer Vielfalt zeigte. Sie wagten sich sowohl an Heavy-Metal Nummern wie "In the End" von Linkin Park als auch an Jazzstandards wie "Santa Baby". Trotz der winterlichen Temperaturen meisterten die Schülerinnen und Schüler den Auftritt so souverän, dass es nicht nur ihnen, sondern auch dem Publikum nach ein paar Takten merklich wärmer wurde.
Insgesamt war es ein sehr gelungener Auftritt, der sich durch eine großartige Zusammenarbeit, auch über Schulgrenzen hinweg, auszeichnete. Dies zeigte sich auch noch zum Schluss, denn nun waren es die Musiker des Gymnasiums, die das ganze Equipment wieder an die Schulen zurückbrachten und um 21 Uhr in den wohlverdienten Feierabend entlassen wurden.
Mit ihren erfolgreichen Auftritten trugen die vier Schulbands wesentlich zur festlichen Stimmung auf dem Christkindlmarkt bei und für viele der Beteiligten steht schon jetzt fest: Auch im nächsten Jahr soll es wieder ein musikalisches Gastspiel geben, gerne auch wieder schulübergreifend.
StRin A. Hahn

Auch in diesem Jahr beteiligten sich zahlreiche Schülerinnen, Schüler und deren Eltern an der Aktion „Geschenk mit Herz“. In den Klassen und zu Hause wurden mit viel Engagement und Liebe zum Detail Päckchen gepackt, um Kindern in Not eine Weihnachtsfreude zu bereiten.
Bis zum letzten Abgabetag kamen beeindruckend viele Geschenke zusammen. Sie werden in armen Regionen des Balkans sowie in vom Krieg betroffenen Gebieten der Ukraine verteilt – für viele Kinder dort ein besonderes Zeichen der Hoffnung und Wärme.
Als fleißigste Klasse durfte in diesem Jahr die 7a beim Verladen der Pakete mithelfen. Von der Schule aus traten die bunt verpackten Geschenke ihren Weg nach Kaufbeuren an, wo sie sortiert und anschließend an ihre Bestimmungsorte weitergeleitet wurden.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die mitgemacht und durch ihre Großzügigkeit auch in schwierigen Zeiten ein Lächeln auf viele Kindergesichter gezaubert haben.
OStR A. Rose

Am Dienstag, den 24.11. haben wir, die Schüler der 9c, gemeinsam mit Frau Bräuning im Biologieunterricht eine ganz besondere Stunde erlebt: Wir durften unseren eigenen Joghurt herstellen!
Zuerst erhitzten wir H-Milch unter Rühren auf 40 Grad in einem Topf. Danach gaben wir einen Löffel fertigen Naturjoghurt in die warme Milch. Die darin enthaltenen Milchsäurebakterien, sollten die Milch in Joghurt verwandeln.
Anschließend füllten wir die Mischung in kleine Marmeladengläser und stellten sie für einige Stunden bei 37 °C in den Ofen. So konnten sich die Bakterien vermehren und den in der Milch enthaltenen Zucker in Milchsäure umwandeln. Die Milch gerann und wurde cremig – unser Joghurt war entstanden. Nach der Fermentation wurde der Joghurt im Kühlschrank gelagert.
Am darauffolgenden Donnerstag war es dann endlich soweit: Wir durften unseren selbstgemachten Joghurt probieren. Er schmeckte richtig lecker und alle waren stolz auf ihr Werk.
Die Stunde hat uns nicht nur Spaß gemacht, sondern auch gezeigt, wie spannend Biologie sein kann, wenn man sie praktisch erlebt.
Anna Frisch & Elena Seehuber (9c)

Vom 10.11. bis 12.11. fuhr die 9. Jahrgangsstufe zum Hintersee auf Tage der Orientierung. Die Unterkunft, das CVJM Jugendgästehaus, ist perfekt für derartige Veranstaltungen ausgestattet mit Turnhalle, Lagerfeuerplatz, Kickertisch, Billard, Kegelbahn und Kletterwand. Der morgendliche Blick über Berg und See stimmt schon positiv in den Tag ein. Die Witterungsbedingungen waren ebenso optimal und so konnten viele Übungen draußen in der wunderschönen Natur des Nationalparks Berchtesgaden durchgeführt werden – egal ob beim „Füße ins Wasser halten“ oder auf dem Walk and Talk zum Klausbachtal. Überall kam es zu guten und tiefsinnigen Gesprächen.
In den Pausen und freien Stunden wurden die Möglichkeiten des Hauses genutzt oder etwas gemeinsam gespielt. Dabei wurde nicht nur am Lagerfeuer viel geratscht und gelacht, sondern im ganzen Haus war die gute und vertrauensvolle Stimmung greifbar. Das Handy war in dieser Zeit (von 19:00 bis 09:00 Uhr) für die Schüler nicht verfügbar, was auch kein Problem darstellte, denn die Gemeinschaft stand im Mittelpunkt. Diese Zeit wurde im abschließenden Feedback sogar als sehr wertvoll eingestuft.
In den Einheiten wurde die Klassengemeinschaft durch verschiedene Kooperationsspiele gestärkt, beispielsweise durch solche, bei denen die Schüler auf gegenseitiges Vertrauen setzen mussten oder als Klasse Lösungen für Aufgabenstellungen finden mussten. Zudem bekamen die Schüler Angebote über sich selbst nachzudenken. Ein dritter Baustein war für jede Klasse das Klettern an der hauseigenen Wand, das dankenswerterweise von Herrn Ewerth angeleitet wurde.
Am Mittwoch, dem Abreisetag, wurde noch ein Gottesdienst zum Thema „Mogelpackung“ gemeinsam gestaltet und gefeiert. Dieser bildet die Grundlage für die ökumenische Weihnachtsfeier 2025.
Die Tage der Orientierung fanden in den letzten Jahren immer wieder an verschiedenen Orten in verschiedenen Unterkünften statt, wurden und werden aber stets von Schülern wie Lehrern gleichermaßen als sehr lohnend, schön und wertvoll erlebt.
Nächstes Jahr freuen wir uns auf die Tage der Orientierung in Agatharied mit der nächsten 9. Jahrgangsstufe.
Für die Fachschaften Evangelische und Katholische Religionslehre
OStR J. Aschauer, StR V. Specht, StRin H. Ewerth, StRin S. Hintermayr, StRefin L. Krieber

Die Richterin des Amtsgerichts Traunstein Frau Sandra Sauer und der Richter des Landgerichts Traunstein Herr Christian Baier waren zu Gast am JHG und hielten einen Vortrag für die 7. Jahrgangsstufe. Im Schwerpunkt ging es um Straftaten, die mit dem Handy bzw. digital begangen werden können und mögliche Konsequenzen.
Ein Video mit Falco Punch verdeutlicht, dass das Strafrecht sowohl für die analoge als auch für die digitale Welt gilt. Die Folgen sind in der digitalen Welt oft schwerwiegender. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass die Reichweite viel größer ist und Inhalte, die einmal im Netz sind, für immer dortbleiben.
Mögliche Straftaten sind:
Obwohl das Jugendstrafrecht erst ab 14 Jahren angewandt wird, sind jüngere Schülerinnen und Schüler nicht vor Konsequenzen geschützt. In diesem Fall können sich Richterinnen und Richter individuelle Maßnahmen überlegen.
Mögliche Konsequenzen für Jugendliche ab 14 Jahren sind Erziehungsmaßregeln, Verwarnungen, Auflagen, Jugendarrest, dauerhafte Einziehung des Handys und ein Eintrag ins Bundeszentralregister.
Unter www.machdeinhandynichtzurwaffe.de besteht die Möglichkeit, nachträglich zu Hause mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen.
Wir bedanken uns recht herzlich bei Frau Sandra Sauer und Herrn Christian Baier für den spannenden und aufschlussreichen Vortrag.
Sandra Passer (Schulsozialpädagogin)

Black or white? Definitiv beides, denn noch nie wurde der Song von Michael Jackson innerhalb von 60 Minuten in so vielen musikalischen Stilrichtungen dargeboten.
Am Freitag, den 31.10.2025 besuchten die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen sowie die JHG Big Band zusammen mit den Lehrern Christina Falter, Anja Widhammer, Matthis Reuter und Anita Hahn ein Jazz-Konzert der Söhne Traunreuts im Traunreuter K1. Die Instrumente der Combo waren bereits auf der Bühne platziert, als die Schülerinnen und Schüler den Konzertsaal des K1 betraten: ein schwarzer Flügel, ein Saxofon, das von Musiker Bastian Pusch liebevoll als goldglänzende Klarinette bezeichnet wurde, ein Schlagzeug sowie Kontrabass, E-Bass und eine E-Gitarre.
Kurz nach 10 Uhr startete die Band mit einem imposanten Jazz-Standard. Die fünf Musiker, die alle Wurzeln in Traunreut haben und selbst ehemalige Schüler am Johannes-Heidenhain-Gymnasium waren, zeigten auf beeindruckende Art und Weise ihr Können auf ihren Instrumenten. Nach dem ersten Stück stellte Bastian Pusch seine Bandmitglieder erstmal vor, um dann mit den Schülerinnen und Schülern theoretische Grundlagen des Jazz zu wiederholen. So wurde beispielsweise das 12-taktige Bluesschema erarbeitet, um es dann am Beispiel von Michael Jacksons Song "Black or white" in der Praxis zu demonstrieren. Was den Schülerinnen und Schülern bereits bekannt war, war, dass das 12-taktige Bluesschema im Jazz Verwendung findet, was jedoch für viele neu war, war, dass dieses praktische Bluesschema auch in jeglichen anderen Musikstilen der Popularmusik verwendet wird, und so beeindruckten die Musiker mit einer Darbietung des Michael Jackson Klassikers in vielen verschiedenen Stilrichtungen: darunter Swing, Country/Western undBebop. Zum Schluss durften sich die Schüler sogar eine Stilrichtung aussuchen. Sie entschieden sich für Hip Hop. Jetzt griff Bastian Pusch sogar zum Mikrofon, um einen improvisierten Sprechtext zum Besten zu geben. So konnten die Schülerinnen und Schüler erleben, wie unterschiedlich ein Musikstück je nach Stilrichtung klingen kann.
Ein besonderes Highlight des Konzerts war die Beteiligung von vier Schülern, die gemeinsam mit der Band auf der Bühne improvisieren durften. Laura Bernauer überzeugte am Klavier, Manuel Karosser zeigte sein Können auf der Trompete. Unterstützung erhielten die zwei Traunreuter Gymnasiasten von zwei Schülern eines Traunsteiner Gymnasiums, die auf der Posaune und ebenfalls auf der Trompete mitspielten. Die spontane Zusammenarbeit sorgte für große Begeisterung im Publikum und zeigte eindrucksvoll, wie lebendig und offen Jazzmusik sein kann.
Zum Abschluss des Konzerts gab es kräftigen Applaus für die Söhne Traunreuts und alle Mitwirkenden. Der Konzertbesuch bot den Schülerinnen und Schülern eine spannende und lehrreiche Begegnung mit verschiedenen Facetten der Jazzmusik und wird sicherlich vielen in positiver Erinnerung bleiben.
StRin A. Hahn

In den Partnerklassen des JHGs ist jeder Tag anders – voller kleiner Herausforderungen, großer Gefühle und besonderer Begegnungen. Und mittendrin: Schulhündin Hazel. Mal Trostspenderin, mal aufmerksame Beobachterin – und dieses Mal Erzählerin. Ein spannender Blick hinter die Klassenzimmertür, der zeigt, wie feste Strukturen und Unplanbarkeit miteinander vereinbart werden. (Teaser für Schülerzeitung)
Wenn wir das Klassenzimmer betreten, begrüße ich zuerst alle Schülerinnen und Schüler und drehe eine Runde durch das Klassenzimmer. Dabei bemerke ich sofort, wie sich Freude in allen ausbreitet, bei manchen kann ich es direkt sehen, sie lächeln oder streicheln mich vorsichtig, bei anderen spüre ich es nur. Ich bin Hazel, die Schulhündin der Partnerklasse. Keine Lehrkraft, keine Schülerin, aber ich bin da, wenn es darauf ankommt. Gemeinsam mit Frau Singer besuche ich mehrmals die Woche die Partnerklasse und begleite sie in ihrem durchaus herausforderndem Schulalltag.
„Pläne sind zwar entscheidend, aber noch wichtiger ist es, diese loslassen zu können.“
Bei uns läuft vieles anders ab als in den übrigen Räumen des Schulhauses. Es werden nicht sofort die Hausaufgaben kontrolliert oder Vokabeln abgefragt. Stattdessen beginnt hier jeder Morgen mit einem festen Ritual: Zuerst werden das Datum und der Stundenplan des Tages gemeinsam erfasst und visuell an der Tafel festgehalten. Im Unterricht wird hier viel mit Bildern und Symbolen gearbeitet, so können es alle verstehen. Klare Abläufe und Strukturen geben allen Lernenden Sicherheit und Orientierung in ihrem Schulalltag.
Pläne sind zwar entscheidend, aber noch wichtiger ist es, diese loslassen zu können. Denn was unsere Klasse von andere unterscheidet, ist ihre Unplanbarkeit. Die Lehrkräfte und das pädagogischen Fachpersonal müssen jederzeit flexibel reagieren. Es kann vorkommen, dass ein Kind einen schlechten Tag hat und den Raum nicht betreten oder nicht mitarbeiten kann. Oder es läuft überraschend gut und die Klasse schafft mehr als ursprünglich geplant. Unser Unterricht folgt daher keiner genauen Routine, sondern reagiert auf den Moment. Flexibilität ist hier eine Grundvoraussetzung.
Im Umgang mit herausfordernden Situationen hilft den Lehrkräften die neue Ausbildung „Professionelles Deeskalationsmanagement“. Ein Begriff, den ich nicht verstehe, aber dennoch sehe, was er bedeutet. Die Lehrkräfte bekommen in Konfliktsituationen einen viel besseren Zugang zu den Schülerinnen und Schülern, wenn sie sich auf dasselbe Energielevel begeben. Wenn ein Kind also mal schreit und um sich schlägt, dann spricht auch Frau Singer lauter, um wahrgenommen zu werden und das Kind dann beruhigen zu können. Wenn all dies nichts hilft, wendet sie bestimmte Handlungsmuster und Griffe an, die nicht verletzen, sondern andere schützen und helfen.
Aber nicht nur die Lehrkräfte können den Schülerinnen und Schüler in Problemsituationen zur Seite stehen und helfen, sondern auch ich. Ich trage nicht nur insgesamt zu einem ruhigeren und entspannterem Klassenklima bei, sondern helfe auch, emotionale Herausforderungen zu bewältigen. Mal muss ich beruhigen, mal bin ich Trostspenderin und manchmal einfach nur still anwesend. Nähe, die nichts fordert, aber viel bewirken kann. Die Kinder profitieren ganz unterschiedlich von mir, die einen total offensichtlich, die anderen subtil, aber ich bin mir sicher, jeder spürt mich auf seine ganz eigene Weise. Ich sehe, wie sich etwas ändert, wenn ich da bin.
Um Konflikte aber weitestgehend zu vermeiden, ist die Freiarbeit ein wesentlicher Bestandteil im Unterricht der Partnerklassen. Hier können alle Lernenden in ihrem eigenen Tempo auf ihrem individuellen Niveau arbeiten. Manche rechnen beispielsweise schon im Zahlenraum 1000, andere lösen Aufgaben bis zur Ziffer 5. Ich bemerke, wie die Lehrkräfte mit dieser Form des Lernens besser auf die einzelnen Fähigkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler eingehen können und gleichzeitig Konflikte und Störungen vorgebeugt werden. Während dieser Freiarbeiten werden alle entspannter, keiner muss sich mit anderen vergleichen, sondern alle machen genau das, was sie können. Und ich unterstütze sie dabei. Nicht als Lehrkraft, sondern als ruhiger Begleiter auf vier Pfoten. Ich bin da, ohne etwas zu fordern oder zu bewerten.
Feste Routinen und klare Strukturen sind für die Schülerinnen und Schüler der Partnerklassen entscheidend, um ihnen Sicherheit und Orientierung zu gewährleisten. Doch wenn wieder ein Projekt gemeinsam mit den Gymnasiastinnen und Gymnasiasten ansteht, ist die Freude deutlich spürbar. Egal ob Spiele spielen, Vorleseaktionen oder zusammen backen, alle Schülerinnen und Schüler sind immer eifrig und mit viel Begeisterung dabei. Und währenddessen beobachte ich etwas Besonderes: Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums zeigen plötzlich Eigenschaften, die man in deren Unterrichtsstunden kaum bemerken würde. Empathie, Geduld, Offenheit für Neues, auch für mich. Es entsteht ein gegenseitiges Lernen, ganz ohne Leistungsdruck, dafür mit viel Herz. So können beide Seiten von diesen gemeinsamen Aktionen profitieren.
„Es wird deutlich, dass Verschiedenheiten kein Hindernis, sondern, ganz im Gegenteil, eine Chance sind, zu einer Öffnung unserer Gesellschaft beizutragen.“
Diese Zusammenarbeit ist aber mehr als ein nettes Extra, sie zeigt eine Haltung. Es wird deutlich, dass Verschiedenheiten kein Hindernis, sondern, ganz im Gegenteil, eine Chance sind, zu einer Öffnung unserer Gesellschaft beizutragen. Wir zeigen allen, wir gehören zusammen und wir können etwas gemeinsam machen, auch wenn nicht immer alles möglich ist.
Und obwohl sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrkräfte des JHGs für solche Miteinander-Aktionen stets offen und bereit sind, steht diesen dennoch eine große Hürde im Weg: der zunehmende Lern- und Leistungsdruck seitens des Gymnasiums. Hierbei bleibt nur wenig Raum für das, was nicht bewertet und benotet wird.
Aber genau deshalb ist es umso wichtiger, an den bereits bestehenden Projekten festzuhalten und diese immer wieder neu zu überdenken und weiterzuentwickeln. So kann Inklusion gefördert werden, nicht durch Perfektion, sondern viel mehr durch die Offenheit beider Seiten, der Partnerklasse und des Gymnasiums, der Schülerschaft und der Lehrkräfte. Wir können in die Welt hinaustragen, dass jeder so sein darf mit seinen Stärken und Schwächen und dass wir trotzdem alle eine große Gemeinschaft sind.
Und ich bin hier mittendrin. Ich beobachte all das ohne Worte. Ich nehme wahr, was nicht gesagt wird. Ich bin da, wenn es unruhig wird. Und auch wenn etwas gelingt. Und ich verstehe oft mehr, als man mir zutraut.
L.-M. Singer (Partnerklasse am JHG)
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