
Am Dienstag, den 16.7.2024, machte sich die Klasse 8b auf um den Barfußpfad, der im vergangenen Schuljahr errichtet worden war, zu pflegen und zu erweitern. Das Wetter war hierfür nahezu optimal: ein kurzer Sprühregen mündete in einen nicht zu heißen, trockenen Vormittag.
Nach einem kurzen Fußmarsch von der Schule zum Karl-Löppen-Weg teilten sich die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen ein und ordneten sich jeweils Aufgaben wie Fichtenzapfen sammeln, Unkraut jäten, neues Segment ausheben oder Sand holen zu. Gemeinsam schafften sie, den Barfußpfad zu erweitern und wieder attraktiv zu gestalten. Vor der Rückkehr zur Schule durften den Barfußpfad natürlich alle ausprobieren!
OStRin V. Reichardt

44 Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufen absolvierten erfolgreich die „Betriebliche Erste-Hilfe-Ausbildung“, welche auch den ersten Schritt in Richtung Fahrerlaubnis eröffnet.
Die Kursteilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass jede Person, die Erste-Hilfe erwartet, auch Erste-Hilfe leisten sollte.
Mit Eifer wurde die stabile Seitenlage unter verschiedensten Bedingungen geübt, eine Herz-Lungen-Wiederbelebung am Modell durchgeführt, die richtige Durchführung von Notrufen geprobt, der Defi vorgeführt und verschiedenste Lagerungsmöglichkeiten von Verletzten ausprobiert.
Natürlich durfte auch das Anlegen von Verbänden nicht fehlen. Hier erwiesen einige Kursteilnehmer außerordentliche Kreativität. Schließlich sollten die Unterrichtseinheiten nicht nur Wissen vermitteln, sondern die Freude und Bereitschaft am Helfen wecken.
Spaß gemacht hat es auf jeden Fall. Mit Stolz nahmen die Jugendlichen die erworbenen Bescheinigungen am Ende der Kurse von den Ausbilderinnen des Malteser Hilfsdienstes entgegen.
StDin E. Hertel

Die Geschichte von Schneewittchen, die die Gebrüder Grimm vor vielen Jahren aufgeschrieben haben, ist allgemein bekannt. Das arme Mädchen wurde von der neidischen Stiefmutter verfolgt und rettet sich zu den freundlichen Zwergen. Vielleich war es aber ganz anders? Eine neue Fassung mit dem Titel „Wie werden wir Schneewittchen los?“ von Inge Methfessel brachten Schülerinnen des Johannes Heidenhain Gymnasiums am Mittwochabend auf die Bühne und ernteten dafür viel Applaus.
Das „Kreativpaket“ des Gymnasiums wurde vor einem Jahr ins Leben gerufen. Darin treffen sich Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Jahrgangsstufe übers Jahr regelmäßig, um gemeinsam kreativ zu sein. Sie studierten das Theaterstück unter Leitung von Susanne Hollmann und Christa Tauser ein, gestalteten gemeinsam die Bühnendekoration und nähten die Kostüme.
In dem Stück ist Schneewittchen eine verzogene Prinzessin, die das beschauliche Leben der sieben Zwerge empfindlich stört. Sie nimmt einem von ihnen das Bettchen weg und beschwert sich noch darüber, dass es zu kurz ist. Sie kritisiert und kommandiert die sieben ständig herum und kocht ihnen ungenießbar Kräutersuppe. Und das alles nur, weil es ihr im Palast nicht mehr gefallen und sie sich ein neues Zuhause gesucht hat. Als auch noch ihre Freundin Rotröschen auftaucht, müssen die Zwerge handeln. Zunächst suchen sie Hilfe bei der Hexe und beim Drachen. Beide wollen sich aber nicht mit Schneewittchen anlegen. Zum Glück gibt es das Internet und mit dem Laptop, den Schneewittchen dabei hat, bestellen die Zwerge einfach einen Prinzen. „Wenn sie einen Prinzen heiratet, sind wir sie endlich los“, meinen sie. Der Plan geht auf und da sich gleich zwei Prinzen melden, wird auch Rotröschen verheiratet und die Zwerge haben wieder ihre Ruhe. Die nutzen sie aber nicht, um wie davor Schnipp-Schnapp zu spielen. Vielmehr machen sie sich gleich über die Spiele am Laptop her.
Die jungen Darstellerinnen bei dem Stück spielten ihre Rollen bravourös. Unterstützt wurden sie von zwei Zehntklässlern, die als feuriges Ross verkleidet den ersten Prinzen brachten. Es gab so viele Mädchen, die mitspielen wollten, dass einige Rollen zweimal besetzt wurden. Am Ende nahmen alle sichtlich stolz den begeisterten Applaus des Publikums entgegen und freuen sich nun schon auf neue kreative Ideen im nächsten Schuljahr.
Pia Mix

Im Rahmen des Natur-und-Technik-Unterrichts gingen die Klassen 5b und 5d zusammen mit der Partnerklasse am Mittwoch, den 10.07.2024, auf eine nahegelegene Wiese und untersuchten dort Flora und Fauna. Egal ob Heuschrecke, Spinne oder Mücke – alles wurde in die Behälter der Becherlupen eingefangen, genauestens betrachtet und anschließend natürlich wieder in die Freiheit entlassen. Mithilfe von Bestimmungsbüchern wurden die Pflanzen auf der Wiese genauer bestimmt und in einem Wiesenprotokoll festgehalten.
Alle waren sich nach dieser Exkursion einig, dass so eine Wiese doch ganz schön spannend ist und nicht nur zum Fußballspielen genutzt werden kann.
StRin P. Huber

Am Johannes-Heidenhain-Gymnasium gab es im laufenden Schuljahr fünf P-Seminare zur beruflichen Orientierung. Mit dem Wechsel von G8 auf G9 fallen die Seminare in die elfte Klasse und sind nicht mehr relevant für die Abiturnote. Am Mittwochabend präsentierten die Teilnehmer der jeweiligen Seminare ihre Arbeiten.
Jedes P-Seminar hatte in der Aula der Schule einen Stand aufgebaut, an dem sich Interessierte informieren konnten, und gab jeweils in einer kurzen Präsentation Einblick in die Arbeit der zurückliegenden Monate. Im Fach Sport hatten sich die Teilnehmer am Seminar zusammen mit dem Lehrer Christian Pfaffenzeller das Thema „Schülerinnen und Schüler zu sportlicherem und gesünderem Leben animieren“ ausgesucht. Um das zu erreichen errichteten sie drei Infotafeln, die künftig im Pausenhof der Schule aufgestellt werden sollen. Darauf findet man hilfreiche Infos und Tipps für Workout und gezielte Übungen für bestimmte Muskelgruppen. Auf einer Tafel geht es um gesunde Ernährung. Alles ist mit QR-Codes hinterlegt, wo weitergehende Informationen und auch kurze Videos zu finden sind. Ein eigenes Logo wurde entwickelt und der Name „JHGO“, abgeleitet von der Abkürzung des Johannes Heidenhain Gymnasiums und dem Wort „go“.
Ein Jahreskalender ist das Ergebnis des P-Seminars Kunst unter Leitung von Constanze Penninger. Die Schüler probierten dazu verschiedene Druckverfahren aus, darunter Linolschnitt, Gelli Print, Monotypie, Tetra Pak Tüten Druck und Styrenedruck. Die besten dabei entstandenen Drucke wählten sie für ihren Kalender aus, den es in zwei Größen gibt und den sie beim Sommerfest der Schule verkaufen.
Informationen über die Versorgung der Stadt Traunreut mit Fernwärme stellten die Schüler des P-Seminars Physik mit Michael Pscherer zusammen. Sie wollen damit ihre Mitschüler aufklären und haben zwei anschauliche Schautafeln gestaltet. Eine Tafel zeigt die unterschiedlichen Heizkraftwerke der Stadt, die andere erläutert genauer die Funktion des Geothermiekraftwerks. Bei Exkursionen lernten die Schüler das Geothermie Kraftwerk, das Biomasseheizkraftwerk und die Traunreuter Stadtwerke kennen und fassten die dort erhalten Informationen über Fernwärme verständlich zusammen. Insgesamt, so berichteten sie, wurden für die Fernwärme in Traunreut 30 Kilometer Rohrleitungen verlegt. Auch das Gymnasium ist an die Fernwärme angeschlossen.
„Börse hautnah“ hieß das Thema des P-Seminars Wirtschaft mit Hans-Jörg Schmid. Zwei Schüler erläuterten bei ihrer Präsentation, was Börse eigentlich ist und was gehandelt wird. Im Rahmen des Seminars eigneten sie sich wichtiges Basiswissen an und konnten über ein Netzwerk 100000 fiktive Euro zur Probe in Aktien investieren. Sie lernten dabei, dass es mit Aktien schnell rauf und runter gehen kann und dass es am sichersten ist, wenn man breit aufgestellt von verschiedenen Anbieter Firmen Aktien kauft. An ihrem Stand in der Aula konnten Interessierte ihr Wissen über die Börse testen und einen „Börsenführerschein light“ machen.
Im Fach Informatik ging es um „elektronische Schaltungen in Minecraft“. Mit Michael Weich vertieften sich die Schüler in Schaltpläne, befassten sich mit dem Binärsystem und zeigten auf, wie man komplexe Themen der Informatik durch Spiele verstehen und erlernen kann. „Praxis orientiertes Lernen durch Machen“ nannten sie das, was man an ihrem Stand mittels dem Spiel Minecraft selber ausprobieren konnte.
Pia Mix

Auch dieses Jahr nahmen Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe motiviert am „Big Challenge“ Wettbewerb im Fach Englisch teil.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich über die traditionellen „Big Challenge“ Preise (Poster und Motiv-Bleistifte) freuen. Je nach Platzierung waren kleine Kalender, Rätselhefte, Lektüren und andere Sachpreise unter den Gewinnen.
Besonders erfreuliche Ergebnisse konnten sich in diesem Jahr Lena Klein (5b) und Korina Dizdarevic (6b) sichern. Lena belegte im landesweiten Vergleich den 38. Platz. Korina schaffte es landesweit auf Platz 14. Beide können sich zusätzlich über einen Big Challenge Kalender und eine Lektüre freuen. Die Preise wurden im Rahmen einer kleinen Zeremonie im Beisein des Direktors übergeben.
OStR J. Friedrich

Seit mehr als 10 Jahren feuert die Trommelgruppe des JHG die Läufer des Traunreuter Stadtlaufes mit westafrikanischen Rhythmen an. Standen in den ersten Jahren noch über 20 Trommler am Straßenrand und trommelten, was das Zeug hielt, so verringerte sich die Zahl der Trommler in den letzten Jahren leider immer mehr.
Nichtsdestotrotz stand auch dieses Jahr eine motivierte und ausdauernde Gruppe von vier Djembespielern und drei Basstrommlern, spontan unterstützt durch ein Mitglied der Schulfamilie mit einem Tambourin, gegenüber des ehemaligen Postgebäudes und spielte 60 Minuten lang ohne Pause – bis auch die letzte Teilnehmerin das Ziel erreicht hatte. Obwohl die Läufer hochkonzentriert und natürlich mit sich selbst beschäftigt waren, fand immer wieder jemand die Zeit, der Trommelgruppe anerkennend zuzunicken oder gar Beifall zu spenden, was zum Weiterspielen motivierte, auch wenn die Finger schon schmerzten.
OStRin C. Falter

Am 1. Juli 2024 fand am JHG die jährliche Dienstbesprechung für Sicherheitsbeauftragte und Verkehrserzieher aus Obb.-Ost statt.
Herr OStD Schmid konnte am Montag-Morgen ca. 30 Vertreter der Gymnasien in Oberbayern-Ost und den Fachberater für Verkehrserziehung und Unfallschutz, Herrn StD Raimund Hofmann am JHG begrüßen, welche zum Informationsaustausch und zur Weiterbildung gekommen waren.
Die Veranstaltung wurde durch zahlreiche Referenten bereichert. So informierte Frau Katja Seßlen, eine ehemalige Schülerin des JHG, aus Sicht der Kommunalen Unfallversicherung Bayern, an ausgewählten Beispielen, über die Vorgehensweise im Schadensfall.
Polizeihauptkommissar Christian Bertlein, Leiter der Polizeistation in Traunreut, stellte polizeiliche Handlungskonzepte bei Bedrohungslagen an Schulen vor.
Im Anschluss referierte Herr Gerhard Grimm über Ausbildungsprogramme des Bayerischen Jugendrotkreuzes für Schülerinnen und Schüler ab dem 10. Lebensjahr und stellte vielfältiges Informationsmaterial zur Verfügung.
Als Vertreter der Landesverkehrswacht Bayern berichtete abschließend Herr Peter Starnecker von seinen vielfältigen Erfahrungen aus der Zeit als Ausbilder bei der Polizei und informierte über aktuelle Programme der Landesverkehrswacht.
Am Ende der Veranstaltung dankten alle Teilnehmer für die gute Gastfreundschaft am JHG, auf die man gerne bei Folgeveranstaltungen wieder zurückkommen möchte.
StDin E. Hertel (Sicherheitsbeauftragte und Verkehrserziehung am JHG)

48 junge Männer und Frauen haben einen wichtigen Abschnitt in ihrem Leben vollendet und stehen nun mit dem Abitur in der Tasche vor ganz neuen Herausforderungen. Drei von ihnen nämlich Anne Roth, Johanna Szlavik und Michael Pannier legten die Reifeprüfung am Johannes Heidenhain Gymnasium mit der Traumnote 1,0 ab.
Oberstudiendirektor Matthias Schmid würdigte die insgesamt herausragenden Leistungen des diesjährigen Abiturjahrganges, des letzten im G8, in einer launigen Rede. Er müsse laut Anordnung des Kultusministeriums jede Woche eine „Verfassungsviertelstunde“ abhalten und sei diese Woche noch nicht dazu gekommen. Deshalb ging er bei der Abiturfeier auf die Bayerische Verfassung ein und erklärte, was sie mit den Abiturienten zu tun hat. „Eine Verfassung nutzt nur etwas, wenn sie gelebt und geschützt wird“, so der Schulleiter. Es sei ganz und gar nicht selbstverständlich in einem freien Land und einer Demokratie zu leben. Die jungen Männer und Frauen, die nun ihre Schullaufbahn beendet haben, hätten gezeigt, dass sie über den Tellerrand schauen können: „Ihr habt die Fähigkeit und die Verpflichtung, unsere Verfassung lebendig zu halten.“ Im Artikel 100 steht, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Schmid: „Unser aller Aufgabe ist es, dafür Sorge zu tragen, dass jeder und jede in unserem Land würdig leben kann.“
Bürgermeister Hans-Peter Dangschat gratulierte zum erfolgreichen Abschluss und ermunterte die Absolventen, „die nächste Phase im Leben mit Mut und Entschlossenheit anzugehen“. Sie hätten bewiesen, dass sie kritisch denken, beharrlich sein können und Engagement zeigen. Das Abitur öffne nun viele Türen: „Die Welt steht ihnen offen.“ Gleichzeitig sollten sie aber ihre bayerische Heimat und Traunreut nicht vergessen. Die Stadt biete ein großes Spektrum an Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung, sie sei ein guter Standort für Wirtschaftsunternehmen, Industrie, Mittelstand. Dangschat: „Ich bin sicher, sie werden den richtigen Weg für sich finden. Sie sind die Zukunft unserer Gesellschaft.“
Mit den Fußballern der deutschen Nationalmannschaft verglich der Elternbeiratsvorsitzende Steffen König die Abiturienten. Wie diese hätten sie lang und hart trainiert und gebüffelt, um jetzt am Ende die Siegertrophäe sprich das Abiturzeugnis in Händen halten zu können. Das haben sie den Fußballern voraus, denn die müssen um den Pokal erst noch kämpfen. König dankte auch den „Trainern an der Seitenlinie“, den Lehren, „denn ohne guten Trainer hat das beste Team keinen Erfolg“.
„Abi Vegas – um jeden Punkt gepokert“ lautet das Motto der diesjährigen Abschlussklasse. Keira Sasuchin und Michael Pannier bedankten sich im Namen all ihrer Mitschüler bei den Lehrkräften, den Schulsekretärinnen, dem Hausmeisterehepaar. Sie blickten auf Highlights der letzten acht Jahre zurück und betonten, dass sie zu einer tollen Klassengemeinschaft zusammengewachsen seien. 2020 war die Pandemie ein großer Einschnitt, den die einzelnen mehr oder weniger gut meisterten. Sie alle hätten dabei aber gemerkt, dass sie die „Schule als realen Raum zum Lernen und Lachen“ doch sehr vermissten.
Das Stipendium der Dr. Johannes Heidenhain GmbH überreichten Dr. Florian Schindler und Maria Winkler. Diesjähriger Stipendiat ist Simon Lelonek, der nicht nur konstant hervorragende Leistungen, sondern auch großes technisches Interesse zeigte. Seine Persönlichkeit habe darüber hinaus die Verantwortlichen für die Vergabe des Stipendiums im Gespräch überzeugt. Simon Lelonek will Wirtschaftsinformatik studieren.
Neben dem Abiturzeugnis aus den Händen von Oberstudiendirektor Matthias Schmid und Oberstufenkoordinatorin Theresia Bauer erhielten die Absolventen einen Edelstahl-Thermobecher vom Elternbeirat und einzelne Schüler bekamen noch Sonderpreise für ihre Leistungen in bestimmten Fächern. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Big Band des Gymnasiums und von den Abschlussschülern selber.
Pia Mix

Rote Absperrbänder, umgedrehte Tische und ein ausgelassenes Schlauchboot, umringt von einer Handvoll Bauzäune sind normalerweise nicht vor dem Haupteingang des Johannes- Heidenhain-Gymnasiums (JHG) in Traunreut vorzufinden – es sei denn, die Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgang 2024 feiern unter dem Motto „Abi Vegas“ ihren Abschluss.
Eine nicht wegzudenkende Tradition ist seit jeher der Abistreich, der am gestrigen Dienstagvormittag in der Aula des JHG stattfand und jedes Jahr den Abiturienten die Möglichkeit gibt, ihre Lehrer ein wenig aufs Korn zu nehmen. Zuvor haben die sogenannten Abgänger den kompletten Eingangsbereich mit unzähligen, zerrissenen und alten Lern- und Übungsblättern nahezu überhäuft und so dem Ballast der letzten, intensiven Wochen kurz vor dem Abitur, sprichwörtlich auf Wiedersehen gesagt.
Die Aula war zudem zu einem Mix aus TV-Studio, Gala-Saal und Casinohalle umfunktioniert worden. Ein großer roter Teppich führte direkt zur Bühne, auf der im Anschluss die Spiele zwischen Schülern und Lehrern stattfinden sollten. Angelehnt an das bekannte TV-Format „Groß gegen Klein“, hatten die begeisterten Schüler und die durchaus sehr motivierten Lehrer die Aufgabe, in fünf verschiedenen Spielen gegeneinander anzutreten und ihr Können zu beweisen. Bewertet wurde das Duell von einer Jury, bestehend aus drei Schülerinnen und Schülern des Abijahrgangs und aus drei Lehrkräften.
Beim ersten Spiel, das sich „Bauen ohne Schauen nannte“, wurden einem Kandidaten die Augen verbunden und unter Anweisungen seines Mitspielers, musste dieser eine vorgegebene Figur zusammenstellen. Um es den Pädagogen etwas schwerer zu machen, sollten die beiden Lateinlehrer, Michael Kafurke und Monika Arzberger sich eben jene Anweisungen auf Latein zurufen, was ihnen augenscheinlich und zur großen Freude der vielen zuschauenden Schüler, nicht ganz so leichtfiel. Am Ende dieses Spieles, gingen die Schüler als eindeutige Sieger von der Bühne, was sich beim darauffolgenden Spiel „Mister Twister“ schnell ändern sollte.
Bei dem Spieleklassiker, bei dem jeweils ein Schüler und ein Lehrer gegeneinander antraten, war Gleichgewichtsinn und Raffinesse gefragt. Die Schüler waren ziemlich siegessicher, ist Twister doch eher etwas, das oft und gerne von jüngeren Menschen gespielt wird. Jedoch hatte keiner mit dem Verrenkungstalent von Valentin Specht gerechnet, der sich in zwei Durchgängen eiskalt gegen seine Mitstreiter durchsetzte.
„Sie sollten wirklich darüber nachdenken, bei der nächsten Europameisterschaft im Twister teilzunehmen, die gibt es bestimmt“, rieten die Schüler der Abschlussklasse anschließend unter großem Beifall ihrem Politiklehrer.
Danach folgten noch „Lehrer raten“ und „Duell der Giganten“, zwei Spiele, bei denen unter anderem durch Pantomime und Erklären Lehrkräfte zu erraten waren und die Fähigkeiten des Kopfrechnens unter Beweis gestellt werden mussten. Das Spiel „Lehrer raten“, konnten die Pädagogen ganz klar für sich entscheiden, anhand einzelner Charaktereigenschaften, konnten die Kollegen untereinander schnell erkennen, um wen es sich bei der gesuchten Person handeln sollte. Richtig knifflig wurde es beim „Duell der Giganten“, bei dem sich mehrere Schüler und Lehrer eine Rechenaufgabe durchlesen sollten und sich nach Ablaufen der Zeit die Antwort auf ein Blatt notieren mussten. Stellvertretender Schulleiter Matthis Reuter ließ nichts anbrennen und löste souverän eine Aufgabe nach der anderen. Aber auch die Schüler konnten gut mithalten und so war der Unterschied beim Punktestand vor dem finalen Spiel hauchdünn, was den Spannungsbogen weiter anstiegen ließ.
Bei der Fragerunde, die sich „All in“ nannte, wurden Fragen zum Allgemeinwissen an jeweils einen Vertreter jeder Klasse gestellt. Ebenso hatte immer eine Lehrkraft die Möglichkeit, eine Antwort zu geben. Bei der Benennung der kanadischen Hauptstadt sowie beim Aufzählen von Harry Potters zwei besten Freunden, konnten die Lehrer nicht glänzen und so führten vor der letzten, alles entscheiden Frage die Schüler.
Zugegeben war die finale Frage: „Welcher Monat hat 28 Tage?“, ein wenig hinterlistig, die Antwort Februar war leider nicht ganz korrekt. So krönten sich schlussendlich die Schüler zu den durchaus verdienten Siegern des Duells. Der Gewinn des großen Jackpots bedeutete für die Jubelnden eine Schulstunde eher Aus zu haben und so verabschiedete sich der Abiturjahrgang von 2024 freudestrahlend und zufrieden.
Christina Grimm

Das Johannes-Heidenhain-Gymnasium (JHG) in Traunreut war am 17. Juni erstmalig Austragungsort für einen schulübergreifenden Lesewettbewerb im Fach Englisch der 6. Klassen. An dem Bewerb nahmen auch Schüler des Annette-Kolb- (AKG) und des Chiemgau-Gymnasium (CHG), beide Traunstein, teil. Die Idee zu der gemeinsamen Veranstaltung kam den Fachschaftsleitern nach erfolgreichen internen Veranstaltungen. Künftig plane man diesen jährlich stattfinden zu lassen, so Hans- Jörg Schmid, Fachbereichsleiter Englisch des JHG.
Zunächst traten die sechs Schulsiegerinnen und Schulsieger mit einem selbst gewählten Text gegeneinander an, zusätzlich bekam jeder kurz die Möglichkeit, sich in englischer Sprache vorzu- stellen. Die jeweiligen Schulbibliotheken boten den Teilnehme- rinnen und Teilnehmern bereits im Voraus ein umfassendes Spektrum an englischsprachigen Werken an. Jeder hatte somit die Möglichkeit, sich gut und ausgiebig vorzubereiten.
Im Anschluss wurde es etwas kniffliger, da nun ein sogenannter Fremdtext vorgelesen werden sollte, der von den Lehrern ausgewählt worden war. Sie hatten sich für den Klassiker „The Canterville Ghost“ von Oscar Wilde entschieden.
Bewertet wurden die Leistungen von einer kompetenten Jury, bestehend aus Lehrern und Schülern der Q11 des JHG. Stella Schindlbeck und David Heyers aus der Q11 führten in exzellent gesprochenem Englisch gekonnt durch den Bewerb und banden das Publikum, das aus Schülerinnen und Schülern bestand, immer wieder durch Fragen und kurze Anregungen mit ein.
Den Anfang machte die elfjährige Amelie Gschwendner vom AKG mit dem Buch „Gangsta Granny“ von David Walliams. In dem Roman geht es um die scheinbar langweilige Oma des elfjährigen Ben aus England, die in ihrer Freizeit allerdings gerne Juwelen raubt. Als nächstes las Emma Stenglein, ebenfalls vom AKG, aus einem Buch vor, in dem es um ein rothaariges, sehr starkes Mädchen geht, dass allein in einer Villa lebt und deren Mitbewohner ein Affe und ein Pferd sind. Die Rede ist natürlich von Astrid Lindgrens Klassiker „Pippi Longstocking“, auf Deutsch auch besser bekannt als Pippi Langstrumpf. Beide Mädchen meisterten ihren Auftritt souverän und trugen die kurzen Passagen sehr unterhaltsam vor. Es folgten Holly Schran und Christian Holzbauer, beide vom CHG, und auch sie hatten sich tolle und spannende Bücher ausgesucht. Holly las aus „Ava & Carol Detective Agency“ von Thomas Lockhaven und Emily Chase vor, und Christian entschied sich für „The Treasure of Tea Towers“ von Jemma Hatt. Beide Geschichten handeln jeweils von mutigen, jungen Entdeckern, die versuchen, schwierige Rätsel zu lösen und stets spannende Abenteuer erleben.
Zuletzt waren mit Korina Dizdarevic und Hannah Leonhardt zwei Vertreterinnen des JHG an der Reihe. Die 13-jährige Korina entschied sich für „Harry Potter and the Prisoner of Azkaban“ von J. K. Rowling, und Hannah trug eine kurze Passage aus „Where is Bonny“ von Anni Mohn und Martina Burghart-Vollhardt vor. Jeder einzelne der jungen Teilnehmer zeigte ein sehr hohes Niveau beim Vorlesen, die ausgewählten Texte trugen sie flüssig und facettenreich vor.
Nach einer etwa zehnminütigen Pause wurde es schließlich gespenstisch: Das junge Moderatoren-Duo befragte das Publikum zum Thema Geister. Der ein oder andere war sich auch sehr sicher, dass Gespenster in irgendeiner Weise tatsächlich existieren. All die gruseligen Geschichten führten schließlich hin zu Oscar Wild und seinem bekannten Werk „The Canterville Ghost“, aus dem die sechs Mitstreiterinnen und Mitstreiter jeweils drei Minuten lang einen ihnen bis dato unbekannten Textauszug vorlesen sollten.
Zu guter Letzt hatte die Jury die durchaus anspruchsvolle Aufgabe, eine Siegerin oder einen Sieger zu küren. Die Jurymitglieder berieten sich und tauschten und Bewertungsaspekte untereinander aus. Schlussendlich machte Korina Dizdarevic vom JHG das Rennen vor Amelie Gschwendner vom AKG und Holly Schran vom CHG. Alle sechs talentierten, jungen Bewerberinnen und Bewerber erhielten schöne Lesezeichen und für die ersten drei Plätze gab es obendrein noch Büchergutscheine.
Christina Grimm

Trends und Styles ändern sich schnell und so reagiert auch die Modeindustrie. Sie produziert schnell und billig – der Begriff der „Fast Fashion“ ist mittlerweile bekannt. Unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten ist die „Fast Fashion“ eine Katastrophe für Mensch und Umwelt. Die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen in evangelischer Religion haben sich in den letzten Wochen intensiv mit der Frage nach Frieden und Gerechtigkeit in der einen Welt auseinandergesetzt und sich für eine Aktion gegen „Fast Fashion“ entschieden:
Im JHG gibt es bereits ein Kleiderkarussell, welches mittwochs in den Pausen geöffnet ist. Um dieses in der Schülerschaft bekannter zu machen und das Konzept dahinter zu erklären, beschloss die Gruppe einen Pop-Up-Stand für das Kleiderkarussell zu machen. Um noch mehr Interesse zu wecken, entwickelten die Gruppe eine Idee: Alle, die eine Kleiderspende für das Kleiderkarussell in der Woche vor der Aktion abgaben, erhielten ein Los. Am Tag des Standes wurden dann Preise verlost – Würfelspiel, Seife, Stifte, Schokolade…. Eine Durchsage, ein selbstgedrehtes Werbevideo, Plakate und ein Elternbrief wiesen auf die Aktion im Vorhinein hin.
Mit der gespendeten Kleidung und den Beständen des Kleiderkarussells gestalteten die Schülerinnen am 26.6 und 27.6 den Stand. Sie schmückten diese mit Plakaten und Bildern, auf denen Vorschläge für Styles zu sehen waren. Viele Schülerinnen und Schüler kamen vorbei und nahmen neue Kleidung für sich mit. So hoffen die Schülerinnen und Schüler der Klasse Evangelisch Religion 10, dass die Idee des Kleiderkarussells und der Nachhaltigkeit in der Schule und darüber hinaus bekannter wird.
StR V. Specht

Am Montag, 24.6., und am Donnerstag, 27.6., besuchten die beiden Katholisch-Gruppen von Frau Hintermayr und Frau Riehm und die Evangelisch-Gruppe von Herrn Specht die beiden Traunreuter Kirchen.
Vikarin Rebecca Schüler stellte dabei in der einen Religionsstunde die evangelische Kirche und ihre Besonderheiten vor. In der darauffolgenden Unterrichtsstunde berichtete Dr. Melanie Lüking, die Pastoralreferentin der katholischen Gemeinde, über die Entstehung und die Ausgestaltung des Innenraums der Stadtpfarrkirche.
Nachdem sich die Klassen in den Vorstunden mit den verschiedenen Baustilen und Ausstattungselementen der Kirchen auseinandergesetzt hatten, war es nun an der Zeit, das Wissen vor Ort auch anwenden zu können. Die Schülerinnen und Schüler konnten die besondere Atmosphäre des Kirchenraums wahrnehmen und erkannten und deuteten wesentliche Symbole sakraler Räume, so wie es im Lehrplan der 5. Klasse gefordert ist.
Wir danken für die freundlichen Kurzführungen der beiden Vertreterinnen ihrer jeweiligen Gemeinde.
OStRin S. Riehm

Mehr als 8000 Institutionen weltweit erkennen das Cambridge English: Advanced (CAE) als Nachweis für Englischkenntnisse auf einem hohen Niveau an. Das JHG fungiert jedes Jahr als sog. venue school und ermöglicht Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschülern aus der Region, dieses international anerkannte Sprachzertifikat zu erwerben.
Im März dieses Schuljahres legten vier Schülerinnen der Q12 und neun Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe an zwei Samstagen die anspruchsvollen Prüfungen auf C1-Niveau ab. Dabei müssen ein Leseverstehen, ein Aufsatz in der Fremdsprache, ein Hörverstehen sowie eine mündliche Konversationsprüfung in Englisch bewältigt werden.
Alle haben sehr gute Ergebnisse erzielt und können sich über ihr erworbenes Sprachzertifikat freuen. Sophia Wimmer (11b) hat mit Grade A besonders exzellent abgeschnitten!
Die vier Schülerinnen der Q12 werden ihr Zertifikat im Rahmen der Abiturzeugnisverleihung am Freitag, 28.06.24 überreicht bekommen.
Herzlichen Glückwunsch!
OStRin A. Franke

Am Donnerstag den 18. 4. 2024 fand am JHG der Känguru–Wettbewerb statt. Die Teilnahme ist freiwillig und kostet ein Startgeld von 2,50 Euro. Der Test besteht bei der 5. und 6. Jahrgangsstufe aus 24 Aufgaben und bei allen anderen Jahrgangsstufen aus 30 Aufgaben. Bei jeder Aufgabe sind fünf mögliche Lösungen vorgegeben, wobei jeweils nur eine richtig ist. Die Schüler müssen diese durch Ankreuzen bestimmen. Wurde eine Aufgabe korrekt (bzw. falsch) gelöst, so werden Punkte gutgeschrieben (bzw. abgezogen).
Alle Teilnehmer erhalten eine Urkunde und einen kleinen Sachpreis. Die besten Schüler werden mit zusätzlichen Preisen belohnt. Am Känguru – Wettbewerb nahmen dieses Jahr 34 Schüler teil.
Das Foto zeigt die Jahrgangsstufensieger: Eva Osterland (5d), Luca Goltz (6b), Manuel Kießling (7b), Christopher Link (9b), Elisabeth Wagner (9b)
OStR Michael Pscherer

Tanzen ist Leidenschaft und die Teilnahme an Wettbewerben ist spannend und macht viel Freude. Umso mehr freuten sich fünf unserer Schülerinnen, dass ihr Fleiß beim Proben belohnt wurde. Die aus 20 Mädchen bestehende Truppe unter der Leitung der Tanzschule HeartBeat nahm an der internationalen Meisterschaft „Dance Star“ in Zell am See teil. Mit 105 von 120 möglichen Punkten ertanzte die Gruppe den 1.Platz in ihrer Altersklasse, insgesamt waren 600 Tänzerinnen und Tänzer in der Wertung. Strahlend nahmen die Mädchen ihre Urkunden entgegen und freuten sich über die Einladung zu einer Galavorstellung in Kroatien mit vielen internationalen Gruppen, den besten 20 Teams. Im Anschluss standen die Hip-Hop Europameisterschaften auf dem Programm, wo die Gruppe den 4. Platz erreichte. Einen weiteren Sieg konnten die Mädchen kurz darauf verbuchen: sie nahmen die Siegerurkunden für die süddeutsche Meisterschaft entgegen.
Herr Schmid gratulierte nun den anwesenden Tänzerinnen und wünschte ihnen viel Erfolg für die nächsten Turniere. Mit großer Begeisterung und Vorfreude trainieren die jungen Talente fleißig weiter. Sport, Tanz und Musik sind ein wichtiger Ausgleich zum Schulalltag und die Förderung von Teamgeist ist ebenso ein positiver Effekt, wie Herr Schmid betonte.
D. Seitenglanz
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