
Beim Weihnachtskonzert des Johannes Heidenhain Gymnasiums zeigte sich einmal mehr die große musikalische Bandbreite der Schüler. Von Klassik bis Pop war alles dabei, es wurde gesungen und musiziert und am Ende sangen Interpreten und Zuhörer alle gemeinsam „Happy Xmas“ von John Lennon.
Den Anfang machte auch dieses Mal ein großer Chor, bestehend aus Schülern der Klassen 5c und 6c zusammen mit den beiden Partnerklassen des Wilhelm Löhe Förderzentrums. Die Kinder aus dem Förderzentrum sind am Traunreuter Gymnasium bestens integriert und bei jeder Feier, jedem Konzert mit dabei. Mit großer Freude und Einsatz spielten sie zum Lied „Ein Kompliment“ von den Sportfreunden Stiller auf ihren Ukulelen.
Daneben gibt es noch weitere, stimmkräftige und sangesfreudige Chöre am Gymnasium. Der Mittelstufenchor und der Oberstufenchor sangen englischsprachige Weihnachtslieder und Traditionals. Beim Oberstufenchor mischten sich zu „Angels Carol“ auch Lehrer und Lehrerinnen unter die Sänger. Großen Mut und auch Können bewiesen Schüler, die Soloauftritte absolvierten. Viktoria Heimann hatte sich ein Wiegenlied ausgesucht, das sie mit ihrem Violoncello spielte, am Klavier begleitet von Sophia Sohrabi. Erstmalig trat beim diesjährigen Weihnachtskonzert auch ein Elternteil auf. Jonathan Welsch spielte ein Stück aus dem Violin-Konzert in D-Dur von Tschaikowsky und wurde dabei von seinem Vater Christian Welsch am Klavier begleitet. Nicht nur im Chor sondern auch als Solistin war Johanna Mauracher zu hören. Sie traute sich an das Lied „An die Laute“ von Franz Schubert. Als Solist aus dem Mittelstufenchor sang Xaver Brüderl „God rest ye merry, gentleman“. Sehr gute, kräftige Stimmen haben auch Elisa Tejada-Heidenhain und Elisabeth Dressler, die „Shallow“ von Lady Gaga im Duett sangen. Später traten sie auch noch mit dem Oberstufenchor und als Frontsängerinnen der Oberstufenband auf. Den Abschluss des abwechslungsreichen Konzertes bildete wie jedes Jahr die Big Band mit zwei Stücken.
Oberstudiendirektor Matthias Schmid dankte allen Teilnehmern und den begleitenden Lehrkräften, die viel Zeit und Arbeit in die Vorbereitung des Konzertes steckten. Die Leitung der einzelnen Ensembles unterlag Simone Brüderl, Lisa Singer, Anja Widhammer, Tanja Thaler, Matthis Reuter und Anita Hahn. Sie alle bekamen kleine Geschenke als Dankeschön. Der Applaus der Zuhörer in der bis auf den letzten Platz gefüllten Aula der Schule war den Darbietenden sicher. Im Anschluss konnte man noch an der Schule bleiben, sich die angebotenen Plätzchen und Punsch schmecken lassen oder einfach ratschen.
Pia Mix

Auch in diesem Jahr besuchten der Nikolaus, drei Engel und der Krampus unsere vier 5. Klassen sowie unsere beiden Partnerklassen. In jeder Klasse las der Nikolaus aus seinem goldenen Buch ein Resümee der ersten Monate an der neuen Schule vor. Dabei fand er viele lobende Worte, gab aber auch kleine Anregungen, woran die Klassen in Zukunft noch arbeiten könnten.
Manche Klassen bedankten sich mit einem Lied oder einem Gedicht und sorgten so für besonders schöne Momente. Zum Abschluss erhielt jedes Kind eine kleine Schokoladenüberraschung.
Mit großem Fingerspitzengefühl begleitete der Krampus die einzelnen Klassenbesuche. Er zeigte ein gutes Gespür dafür, wann es angemessen war, an der Tür stehen zu bleiben, freundlich zu winken oder einzelne Kinder, die sich besonders keck verhielten, kurz aus der Nähe zu begrüßen.
Auch wenn der Nikolaus nicht alle Klassen persönlich besuchen konnte, sorgten allein das Wissen um seine Anwesenheit im Schulhaus sowie das Läuten der Krampusglocken für eine ganz besondere, festliche Stimmung.
StDin C. Falter

Seit 2022 trägt unsere Schule den Titel Fairtrade-Schule. In dieser Zeit konnten zahlreiche Aktionen, die einen Beitrag zu gerechtem Handel und fairen Arbeitsbedingungen leisten, durchgeführt werden – viele davon in Zusammenarbeit mit den anderen Traunreuter (Fairtrade-)Schulen und der (Fairtrade-)Stadt Traunreut.
Kurz vor Weihnachten verkaufte die SMV gemeinsam mit den Klassensprecherteams unserer Partnerklassen in den Pausen fair gehandelte Produkte aus dem Traunreuter Weltladen. Das Angebot reichte von Schokolade, Gummibärchen und getrockneten Mangos über Orangenmarmelade, Reis, Würzsaucen, Kaffee und Tee bis hin zu Kerzen, Seife und weihnachtlicher Dekoration.
Alle Produkte tragen ein Fairtrade-Siegel, das für folgende Werte steht:
Viele Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrkräfte, fanden für sich selbst etwas Passendes – und so manch einer entdeckte ein besonderes Weihnachtsgeschenk für Familie und Freunde. Insgesamt konnte durch den Verkauf ein Betrag von 350 Euro erzielt werden.
Wir freuen uns, dass wir mit dieser Aktion die wertvolle Arbeit des Weltladens unterstützen und zugleich ein Bewusstsein für fairen Handel schaffen konnten.
StDin C. Falter

In der besinnlichen Vorweihnachtszeit haben unsere Schülerinnen und Schüler im Kunstunterricht der 6-11 Klassen kreative Weihnachtskarten gestaltet, die das zauberhafte Motiv der Schneekugel einfangen. Die Kunstwerke zeigen eine breite Palette von winterlichen Motiven, darunter: Schneelandschaften, festliche Szenen und Tiere im Winter.
Die Ergebnisse sind beeindruckend und zeigen die Vielfalt der originellen Ansätze.
Wir wünschen allen eine besinnliche und fröhliche Weihnachtszeit, gefüllt mit Freude und der Magie des Winters!
StRin T. Seitz

Am Freitag, den 05.12.2025 war es so weit. Die beiden Schulbands der Walter-Mohr Realschule unter der Leitung von Herrn Johannes Hahn sowie die beiden Schulbands des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums unter der Leitung von Frau Anita Hahn präsentierten ihr Können auf der Bühne des Traunreuter Christkindlmarktes. Bereits am Nachmittag trafen sich die Musiker der Realschule mit den beiden Musiklehrern, um das Equipment für den großen Auftritt einzupacken und aufzubauen. Punkt 17.30 Uhr ging es mit der ersten Band der Realschule los, die mit "Photograph" von Ed Sheeran und dem Weihnachtsklassiker "Last Christmas" von Wham gleichmal für eine festliche Atmosphäre sorgte. Im Anschluss daran präsentierte die zweite Band der Realschule drei weitere Songs, darunter den Ohrwurm "Feliz Navidad". Besonders beeindruckend war das selbstbewusste Auftreten der Bandmitglieder, die ihre Stücke souverän meisterten und das, obwohl sich die Gruppe erst zu Schuljahresbeginn formiert hatte.
Nach einer kurzen Umbaupause ging es ab 18.30 Uhr mit den beiden JHG-Bands weiter. Den Auftakt machte die Mittelstufenband, die das Publikum mit insgesamt sechs Songs zum Staunen brachte. Von modernen Popstücken wie "Beggin'" von Maneskin bis hin zu weihnachtlichen Klassikern wie "Christmas Time" von Bryan Adams präsentierten die Sängerin und vier Instrumentalisten ein vielseitiges Programm. Besonders bemerkenswert war die große Spielfreude, mit der die junge Band ihr Publikum begeisterte – viele Zuhörer ließen sich von der Energie der jungen Musiker anstecken.
Ab 19 Uhr kam die Oberstufenband des Johannes-Heidenhain Gymnasiums auf die Bühne, die mit zehn Songs ein breites Spektrum an musikalischer Vielfalt zeigte. Sie wagten sich sowohl an Heavy-Metal Nummern wie "In the End" von Linkin Park als auch an Jazzstandards wie "Santa Baby". Trotz der winterlichen Temperaturen meisterten die Schülerinnen und Schüler den Auftritt so souverän, dass es nicht nur ihnen, sondern auch dem Publikum nach ein paar Takten merklich wärmer wurde.
Insgesamt war es ein sehr gelungener Auftritt, der sich durch eine großartige Zusammenarbeit, auch über Schulgrenzen hinweg, auszeichnete. Dies zeigte sich auch noch zum Schluss, denn nun waren es die Musiker des Gymnasiums, die das ganze Equipment wieder an die Schulen zurückbrachten und um 21 Uhr in den wohlverdienten Feierabend entlassen wurden.
Mit ihren erfolgreichen Auftritten trugen die vier Schulbands wesentlich zur festlichen Stimmung auf dem Christkindlmarkt bei und für viele der Beteiligten steht schon jetzt fest: Auch im nächsten Jahr soll es wieder ein musikalisches Gastspiel geben, gerne auch wieder schulübergreifend.
StRin A. Hahn

Auch in diesem Jahr beteiligten sich zahlreiche Schülerinnen, Schüler und deren Eltern an der Aktion „Geschenk mit Herz“. In den Klassen und zu Hause wurden mit viel Engagement und Liebe zum Detail Päckchen gepackt, um Kindern in Not eine Weihnachtsfreude zu bereiten.
Bis zum letzten Abgabetag kamen beeindruckend viele Geschenke zusammen. Sie werden in armen Regionen des Balkans sowie in vom Krieg betroffenen Gebieten der Ukraine verteilt – für viele Kinder dort ein besonderes Zeichen der Hoffnung und Wärme.
Als fleißigste Klasse durfte in diesem Jahr die 7a beim Verladen der Pakete mithelfen. Von der Schule aus traten die bunt verpackten Geschenke ihren Weg nach Kaufbeuren an, wo sie sortiert und anschließend an ihre Bestimmungsorte weitergeleitet wurden.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die mitgemacht und durch ihre Großzügigkeit auch in schwierigen Zeiten ein Lächeln auf viele Kindergesichter gezaubert haben.
OStR A. Rose

Am Dienstag, den 24.11. haben wir, die Schüler der 9c, gemeinsam mit Frau Bräuning im Biologieunterricht eine ganz besondere Stunde erlebt: Wir durften unseren eigenen Joghurt herstellen!
Zuerst erhitzten wir H-Milch unter Rühren auf 40 Grad in einem Topf. Danach gaben wir einen Löffel fertigen Naturjoghurt in die warme Milch. Die darin enthaltenen Milchsäurebakterien, sollten die Milch in Joghurt verwandeln.
Anschließend füllten wir die Mischung in kleine Marmeladengläser und stellten sie für einige Stunden bei 37 °C in den Ofen. So konnten sich die Bakterien vermehren und den in der Milch enthaltenen Zucker in Milchsäure umwandeln. Die Milch gerann und wurde cremig – unser Joghurt war entstanden. Nach der Fermentation wurde der Joghurt im Kühlschrank gelagert.
Am darauffolgenden Donnerstag war es dann endlich soweit: Wir durften unseren selbstgemachten Joghurt probieren. Er schmeckte richtig lecker und alle waren stolz auf ihr Werk.
Die Stunde hat uns nicht nur Spaß gemacht, sondern auch gezeigt, wie spannend Biologie sein kann, wenn man sie praktisch erlebt.
Anna Frisch & Elena Seehuber (9c)

Vom 10.11. bis 12.11. fuhr die 9. Jahrgangsstufe zum Hintersee auf Tage der Orientierung. Die Unterkunft, das CVJM Jugendgästehaus, ist perfekt für derartige Veranstaltungen ausgestattet mit Turnhalle, Lagerfeuerplatz, Kickertisch, Billard, Kegelbahn und Kletterwand. Der morgendliche Blick über Berg und See stimmt schon positiv in den Tag ein. Die Witterungsbedingungen waren ebenso optimal und so konnten viele Übungen draußen in der wunderschönen Natur des Nationalparks Berchtesgaden durchgeführt werden – egal ob beim „Füße ins Wasser halten“ oder auf dem Walk and Talk zum Klausbachtal. Überall kam es zu guten und tiefsinnigen Gesprächen.
In den Pausen und freien Stunden wurden die Möglichkeiten des Hauses genutzt oder etwas gemeinsam gespielt. Dabei wurde nicht nur am Lagerfeuer viel geratscht und gelacht, sondern im ganzen Haus war die gute und vertrauensvolle Stimmung greifbar. Das Handy war in dieser Zeit (von 19:00 bis 09:00 Uhr) für die Schüler nicht verfügbar, was auch kein Problem darstellte, denn die Gemeinschaft stand im Mittelpunkt. Diese Zeit wurde im abschließenden Feedback sogar als sehr wertvoll eingestuft.
In den Einheiten wurde die Klassengemeinschaft durch verschiedene Kooperationsspiele gestärkt, beispielsweise durch solche, bei denen die Schüler auf gegenseitiges Vertrauen setzen mussten oder als Klasse Lösungen für Aufgabenstellungen finden mussten. Zudem bekamen die Schüler Angebote über sich selbst nachzudenken. Ein dritter Baustein war für jede Klasse das Klettern an der hauseigenen Wand, das dankenswerterweise von Herrn Ewerth angeleitet wurde.
Am Mittwoch, dem Abreisetag, wurde noch ein Gottesdienst zum Thema „Mogelpackung“ gemeinsam gestaltet und gefeiert. Dieser bildet die Grundlage für die ökumenische Weihnachtsfeier 2025.
Die Tage der Orientierung fanden in den letzten Jahren immer wieder an verschiedenen Orten in verschiedenen Unterkünften statt, wurden und werden aber stets von Schülern wie Lehrern gleichermaßen als sehr lohnend, schön und wertvoll erlebt.
Nächstes Jahr freuen wir uns auf die Tage der Orientierung in Agatharied mit der nächsten 9. Jahrgangsstufe.
Für die Fachschaften Evangelische und Katholische Religionslehre
OStR J. Aschauer, StR V. Specht, StRin H. Ewerth, StRin S. Hintermayr, StRefin L. Krieber

Die Richterin des Amtsgerichts Traunstein Frau Sandra Sauer und der Richter des Landgerichts Traunstein Herr Christian Baier waren zu Gast am JHG und hielten einen Vortrag für die 7. Jahrgangsstufe. Im Schwerpunkt ging es um Straftaten, die mit dem Handy bzw. digital begangen werden können und mögliche Konsequenzen.
Ein Video mit Falco Punch verdeutlicht, dass das Strafrecht sowohl für die analoge als auch für die digitale Welt gilt. Die Folgen sind in der digitalen Welt oft schwerwiegender. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass die Reichweite viel größer ist und Inhalte, die einmal im Netz sind, für immer dortbleiben.
Mögliche Straftaten sind:
Obwohl das Jugendstrafrecht erst ab 14 Jahren angewandt wird, sind jüngere Schülerinnen und Schüler nicht vor Konsequenzen geschützt. In diesem Fall können sich Richterinnen und Richter individuelle Maßnahmen überlegen.
Mögliche Konsequenzen für Jugendliche ab 14 Jahren sind Erziehungsmaßregeln, Verwarnungen, Auflagen, Jugendarrest, dauerhafte Einziehung des Handys und ein Eintrag ins Bundeszentralregister.
Unter www.machdeinhandynichtzurwaffe.de besteht die Möglichkeit, nachträglich zu Hause mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen.
Wir bedanken uns recht herzlich bei Frau Sandra Sauer und Herrn Christian Baier für den spannenden und aufschlussreichen Vortrag.
Sandra Passer (Schulsozialpädagogin)

Black or white? Definitiv beides, denn noch nie wurde der Song von Michael Jackson innerhalb von 60 Minuten in so vielen musikalischen Stilrichtungen dargeboten.
Am Freitag, den 31.10.2025 besuchten die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen sowie die JHG Big Band zusammen mit den Lehrern Christina Falter, Anja Widhammer, Matthis Reuter und Anita Hahn ein Jazz-Konzert der Söhne Traunreuts im Traunreuter K1. Die Instrumente der Combo waren bereits auf der Bühne platziert, als die Schülerinnen und Schüler den Konzertsaal des K1 betraten: ein schwarzer Flügel, ein Saxofon, das von Musiker Bastian Pusch liebevoll als goldglänzende Klarinette bezeichnet wurde, ein Schlagzeug sowie Kontrabass, E-Bass und eine E-Gitarre.
Kurz nach 10 Uhr startete die Band mit einem imposanten Jazz-Standard. Die fünf Musiker, die alle Wurzeln in Traunreut haben und selbst ehemalige Schüler am Johannes-Heidenhain-Gymnasium waren, zeigten auf beeindruckende Art und Weise ihr Können auf ihren Instrumenten. Nach dem ersten Stück stellte Bastian Pusch seine Bandmitglieder erstmal vor, um dann mit den Schülerinnen und Schülern theoretische Grundlagen des Jazz zu wiederholen. So wurde beispielsweise das 12-taktige Bluesschema erarbeitet, um es dann am Beispiel von Michael Jacksons Song "Black or white" in der Praxis zu demonstrieren. Was den Schülerinnen und Schülern bereits bekannt war, war, dass das 12-taktige Bluesschema im Jazz Verwendung findet, was jedoch für viele neu war, war, dass dieses praktische Bluesschema auch in jeglichen anderen Musikstilen der Popularmusik verwendet wird, und so beeindruckten die Musiker mit einer Darbietung des Michael Jackson Klassikers in vielen verschiedenen Stilrichtungen: darunter Swing, Country/Western undBebop. Zum Schluss durften sich die Schüler sogar eine Stilrichtung aussuchen. Sie entschieden sich für Hip Hop. Jetzt griff Bastian Pusch sogar zum Mikrofon, um einen improvisierten Sprechtext zum Besten zu geben. So konnten die Schülerinnen und Schüler erleben, wie unterschiedlich ein Musikstück je nach Stilrichtung klingen kann.
Ein besonderes Highlight des Konzerts war die Beteiligung von vier Schülern, die gemeinsam mit der Band auf der Bühne improvisieren durften. Laura Bernauer überzeugte am Klavier, Manuel Karosser zeigte sein Können auf der Trompete. Unterstützung erhielten die zwei Traunreuter Gymnasiasten von zwei Schülern eines Traunsteiner Gymnasiums, die auf der Posaune und ebenfalls auf der Trompete mitspielten. Die spontane Zusammenarbeit sorgte für große Begeisterung im Publikum und zeigte eindrucksvoll, wie lebendig und offen Jazzmusik sein kann.
Zum Abschluss des Konzerts gab es kräftigen Applaus für die Söhne Traunreuts und alle Mitwirkenden. Der Konzertbesuch bot den Schülerinnen und Schülern eine spannende und lehrreiche Begegnung mit verschiedenen Facetten der Jazzmusik und wird sicherlich vielen in positiver Erinnerung bleiben.
StRin A. Hahn

In den Partnerklassen des JHGs ist jeder Tag anders – voller kleiner Herausforderungen, großer Gefühle und besonderer Begegnungen. Und mittendrin: Schulhündin Hazel. Mal Trostspenderin, mal aufmerksame Beobachterin – und dieses Mal Erzählerin. Ein spannender Blick hinter die Klassenzimmertür, der zeigt, wie feste Strukturen und Unplanbarkeit miteinander vereinbart werden. (Teaser für Schülerzeitung)
Wenn wir das Klassenzimmer betreten, begrüße ich zuerst alle Schülerinnen und Schüler und drehe eine Runde durch das Klassenzimmer. Dabei bemerke ich sofort, wie sich Freude in allen ausbreitet, bei manchen kann ich es direkt sehen, sie lächeln oder streicheln mich vorsichtig, bei anderen spüre ich es nur. Ich bin Hazel, die Schulhündin der Partnerklasse. Keine Lehrkraft, keine Schülerin, aber ich bin da, wenn es darauf ankommt. Gemeinsam mit Frau Singer besuche ich mehrmals die Woche die Partnerklasse und begleite sie in ihrem durchaus herausforderndem Schulalltag.
„Pläne sind zwar entscheidend, aber noch wichtiger ist es, diese loslassen zu können.“
Bei uns läuft vieles anders ab als in den übrigen Räumen des Schulhauses. Es werden nicht sofort die Hausaufgaben kontrolliert oder Vokabeln abgefragt. Stattdessen beginnt hier jeder Morgen mit einem festen Ritual: Zuerst werden das Datum und der Stundenplan des Tages gemeinsam erfasst und visuell an der Tafel festgehalten. Im Unterricht wird hier viel mit Bildern und Symbolen gearbeitet, so können es alle verstehen. Klare Abläufe und Strukturen geben allen Lernenden Sicherheit und Orientierung in ihrem Schulalltag.
Pläne sind zwar entscheidend, aber noch wichtiger ist es, diese loslassen zu können. Denn was unsere Klasse von andere unterscheidet, ist ihre Unplanbarkeit. Die Lehrkräfte und das pädagogischen Fachpersonal müssen jederzeit flexibel reagieren. Es kann vorkommen, dass ein Kind einen schlechten Tag hat und den Raum nicht betreten oder nicht mitarbeiten kann. Oder es läuft überraschend gut und die Klasse schafft mehr als ursprünglich geplant. Unser Unterricht folgt daher keiner genauen Routine, sondern reagiert auf den Moment. Flexibilität ist hier eine Grundvoraussetzung.
Im Umgang mit herausfordernden Situationen hilft den Lehrkräften die neue Ausbildung „Professionelles Deeskalationsmanagement“. Ein Begriff, den ich nicht verstehe, aber dennoch sehe, was er bedeutet. Die Lehrkräfte bekommen in Konfliktsituationen einen viel besseren Zugang zu den Schülerinnen und Schülern, wenn sie sich auf dasselbe Energielevel begeben. Wenn ein Kind also mal schreit und um sich schlägt, dann spricht auch Frau Singer lauter, um wahrgenommen zu werden und das Kind dann beruhigen zu können. Wenn all dies nichts hilft, wendet sie bestimmte Handlungsmuster und Griffe an, die nicht verletzen, sondern andere schützen und helfen.
Aber nicht nur die Lehrkräfte können den Schülerinnen und Schüler in Problemsituationen zur Seite stehen und helfen, sondern auch ich. Ich trage nicht nur insgesamt zu einem ruhigeren und entspannterem Klassenklima bei, sondern helfe auch, emotionale Herausforderungen zu bewältigen. Mal muss ich beruhigen, mal bin ich Trostspenderin und manchmal einfach nur still anwesend. Nähe, die nichts fordert, aber viel bewirken kann. Die Kinder profitieren ganz unterschiedlich von mir, die einen total offensichtlich, die anderen subtil, aber ich bin mir sicher, jeder spürt mich auf seine ganz eigene Weise. Ich sehe, wie sich etwas ändert, wenn ich da bin.
Um Konflikte aber weitestgehend zu vermeiden, ist die Freiarbeit ein wesentlicher Bestandteil im Unterricht der Partnerklassen. Hier können alle Lernenden in ihrem eigenen Tempo auf ihrem individuellen Niveau arbeiten. Manche rechnen beispielsweise schon im Zahlenraum 1000, andere lösen Aufgaben bis zur Ziffer 5. Ich bemerke, wie die Lehrkräfte mit dieser Form des Lernens besser auf die einzelnen Fähigkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler eingehen können und gleichzeitig Konflikte und Störungen vorgebeugt werden. Während dieser Freiarbeiten werden alle entspannter, keiner muss sich mit anderen vergleichen, sondern alle machen genau das, was sie können. Und ich unterstütze sie dabei. Nicht als Lehrkraft, sondern als ruhiger Begleiter auf vier Pfoten. Ich bin da, ohne etwas zu fordern oder zu bewerten.
Feste Routinen und klare Strukturen sind für die Schülerinnen und Schüler der Partnerklassen entscheidend, um ihnen Sicherheit und Orientierung zu gewährleisten. Doch wenn wieder ein Projekt gemeinsam mit den Gymnasiastinnen und Gymnasiasten ansteht, ist die Freude deutlich spürbar. Egal ob Spiele spielen, Vorleseaktionen oder zusammen backen, alle Schülerinnen und Schüler sind immer eifrig und mit viel Begeisterung dabei. Und währenddessen beobachte ich etwas Besonderes: Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums zeigen plötzlich Eigenschaften, die man in deren Unterrichtsstunden kaum bemerken würde. Empathie, Geduld, Offenheit für Neues, auch für mich. Es entsteht ein gegenseitiges Lernen, ganz ohne Leistungsdruck, dafür mit viel Herz. So können beide Seiten von diesen gemeinsamen Aktionen profitieren.
„Es wird deutlich, dass Verschiedenheiten kein Hindernis, sondern, ganz im Gegenteil, eine Chance sind, zu einer Öffnung unserer Gesellschaft beizutragen.“
Diese Zusammenarbeit ist aber mehr als ein nettes Extra, sie zeigt eine Haltung. Es wird deutlich, dass Verschiedenheiten kein Hindernis, sondern, ganz im Gegenteil, eine Chance sind, zu einer Öffnung unserer Gesellschaft beizutragen. Wir zeigen allen, wir gehören zusammen und wir können etwas gemeinsam machen, auch wenn nicht immer alles möglich ist.
Und obwohl sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrkräfte des JHGs für solche Miteinander-Aktionen stets offen und bereit sind, steht diesen dennoch eine große Hürde im Weg: der zunehmende Lern- und Leistungsdruck seitens des Gymnasiums. Hierbei bleibt nur wenig Raum für das, was nicht bewertet und benotet wird.
Aber genau deshalb ist es umso wichtiger, an den bereits bestehenden Projekten festzuhalten und diese immer wieder neu zu überdenken und weiterzuentwickeln. So kann Inklusion gefördert werden, nicht durch Perfektion, sondern viel mehr durch die Offenheit beider Seiten, der Partnerklasse und des Gymnasiums, der Schülerschaft und der Lehrkräfte. Wir können in die Welt hinaustragen, dass jeder so sein darf mit seinen Stärken und Schwächen und dass wir trotzdem alle eine große Gemeinschaft sind.
Und ich bin hier mittendrin. Ich beobachte all das ohne Worte. Ich nehme wahr, was nicht gesagt wird. Ich bin da, wenn es unruhig wird. Und auch wenn etwas gelingt. Und ich verstehe oft mehr, als man mir zutraut.
L.-M. Singer (Partnerklasse am JHG)

Pünktlich wie immer traf der Bus mit 24 französischen Schülerinnen und Schülern am Samstagabend vor dem Gymnasium ein, wo die deutschen Gastfamilien der 9. Jahrgangsstufe bereits gespannt warteten – kannte man sich doch bisher nur über soziale Medien oder E-Mail. Nach einer zunächst etwas zurückhaltenden Begrüßung wurde der erste Abend in den Familien verbracht.
Für den Sonntag, der zur freien Verfügung stand, hatten die Familien sich viele verschiedene Aktivitäten überlegt. Obwohl das Wetter nicht so richtig mitspielte, hatten die Jugendlichen im Bayernpark oder auf Herrenchiemsee, aber auch beim Trampolinspringen oder in der Motorwelt in München eine Menge Spaß. Sogar ein kleiner Stop-Motion-Film mit Spielfiguren über den Austausch entstand am Wochenende in deutsch-französischer Zusammenarbeit. Auch während der Woche stellten die Schülerinnen und Schüler abseits des offiziellen Programmes ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm auf die Beine, darunter Spieleabende und geselliges Beisammensein zu Hause. Sogar eine Party im Jugendzentrum wurde organisiert.
Die Woche begann mit einem Ausflug nach Salzburg unter der bewährten Leitung von Benjamin Flächer. Aufgrund des schlechten Wetters fiel die Stadtbesichtigung leider kürzer als sonst aus. Zur Freude der Schülerinnen und Schüler wurde auf der Heimfahrt dann ein Zwischenstopp im Europark gemacht.
Wie alte Freunde – und tatsächlich bereits zum 13. Mal seit 2011 – wurden die französischen Lehrerinnen Frau Le Bourdiec und Frau Catelin mit ihren 24 Schülerinnen und Schülern am nächsten Tag von Bäckermeister Georg Zehetmaier, Leiter der Backstube im Brothaus Lehrbach, in der Produktion der Bäckerei in Trostberg empfangen. Im Rahmen einer spannenden Führung erhielten die jungen Gäste aus Thiaucourt einen umfassenden Einblick in das traditionelle Bäckerhandwerk. Zu ihrer großen Freude durften sie auch selbst Brezen drehen und Muffins dekorieren. Mit großem Interesse – und nicht weniger Genuss – wurden im Anschluss verschiedene Brotsorten verkostet. Besonders das Pfefferbaguette und die Dinkel-Urkruste fanden großen Anklang.
Zurück an der Schule wartete die Teilnahme an einer Doppelstunde Sport auf die französischen Gäste. Die Sportlehrer der 9. Klassen ließen einen Hindernisparcours aufbauen und es wurden drei Runden Chicken Run gespielt, bei dem sich alle auspowerten. Während die deutschen Schülerinnen und Schüler nachmittags regulären Unterricht hatten, bekamen die französischen Partner in Kleingruppen eine Schulführung durch die Französischlerner der Klasse 11B.
Bei der gemeinsamen Fahrt in die Berge am kommenden Tag zeigte sich unsere Region dann doch von ihrer sonnigen und etwas wärmeren Seite – so wie man es eigentlich aus den Vorjahren gewohnt war. Im Salzbergwerk begeisterten die Einfahrt auf der Grubenbahn, die Bergmannsrutschen und die stimmungsvolle Floßfahrt über den Spiegelsee. Bei der anschließenden Picknick-Runde um den Hintersee konnte die beeindruckende Bergkulisse genossen werden.
Am Donnerstag stand der Besuch der Adelholzener Wasserwelt in Siegsdorf auf dem Programm, bei dem auch verschiedene Getränke verkostet werden konnten. Anschließend deckten sich die französischen Schülerinnen und Schüler mit Mitbringseln für ihre Familien ein.
Am Freitag, dem letzten vollen Tag des Austausches, traten die Franzosen zu einer kleinen Rallye am Stadtplatz an. Mit Fragebögen ausgestattet, mussten die Teilnehmer Dekorationsartikel für die Abschiedsfeier einkaufen, Öffnungszeiten und Schaufensterauslagen ausfindig machen und die deutschen Wörter für verschiedene Fachgeschäfte herausfinden. Auch die Ausstellung zum Stadtjubiläum war Teil der Rallye.
Der Bayerische Abend in der Aula des JHG bildete den krönenden Abschluss der intensiven und erlebnisreichen Woche. Die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen – auch diejenigen, die nicht am Austausch teilnahmen – hatten ein buntes Programm für die Gäste vorbereitet. Schuhplatteln, Dirndldrahn, Maßkrugstemmen und ein opulentes bayerisches Buffet gaben den Gästen einen Einblick in bayerische Traditionen. Eine flotte und anspruchsvolle Tanzeinlage durch drei Schülerinnen leitete zur Halbzeit elegant vom traditionellen zum modernen Teil des gelungenen Abends über.
Zusammen sein, miteinander reden und Spaß haben, gemeinsam etwas erleben – die Woche tat nicht nur der deutsch-französischen Freundschaft, sondern auch dem Miteinander der Schülerinnen und Schüler des JHG untereinander gut. Auch die Eltern kamen enger in Kontakt und lernten sich besser kennen.
Eine Schülerin des JHG berichtet: „(...) Am Ende waren wir alle sehr traurig, viele haben geweint. Auch der Samstag beim Abschied war sehr emotional. Wir haben eine Gruppe, in der wir jeden Abend telefonieren, jeder, der möchte, kann in den Anruf reingehen. Viele sind noch in gutem Kontakt mit ihrem Austauschpartner (...).“
Und pünktlich wie immer startete der Bus am Samstag in Richtung Frankreich. Neben den Jugendlichen freut sich auch das eingespielte Lehrerteam - Christina Spichtinger, Franziska Thome und Christina Falter vom JHG und ihre französischen Kolleginnen Andrea Le Bourdiec und Marine Catelin - auf ein Wiedersehen in Frankreich im März nächsten Jahres.
StDin C. Falter

Wie soll eine Stadt wachsen, ohne ihren Charakter zu verlieren? Wie schützt man denkmalgeschützte Altstädte wie die von Regensburg vor Hochwasser? Und wie schafft man die Energietransformation hin zu nachhaltigem Wohnen bei gleichzeitig humanen Mieten? Mit diesen und weiteren Fragen im Gepäck startete der Geographie Leistungskurs der 13. Jahrgangsstufe am 18.09.2025 zu einer zweitägigen Exkursion nach Regensburg. Gemeinsam erkundeten wir, wie sich Geschichte, Stadtentwicklung, Energiefragen und Klimaschutz in einer Stadt verbinden.
Tag 1 – Bauprojekte, Stadtgeschichte und neue Wohnideen
Nach unserer Ankunft in Regensburg machten wir uns direkt auf den Weg zum Neuen Rathaus am Dachauplatz, wo uns Herr Mayr (Abteilungsleiter für Entwicklungsplanung der Stadt Regensburg) begrüßte. Er erklärte uns aktuelle Bauprojekte sowie das Ressourcen- und Energiemanagement der Stadt. Zudem ging er auch auf die Konversion vorhandener Flächen ein, die erfolgreich zu neuen Wohnvierteln umgestaltet wurden. Als Beispiel zeigte er uns die Transformation der ehemaligen Prinz-Luitpold-Kaserne oder der ehemaligen Zuckerfabrik. Dabei erfuhren wir, wie Regensburg Energie spart, nachhaltige Konzepte umsetzt und gleichzeitig den historischen Charakter der Stadt bewahrt.
Im Anschluss führte uns Herr Bachseitz in das genossenschaftliche Wohngebiet Margaretenau. Dort konnten wir ein nachhaltiges Wohnprojekt kennenlernen, bei dem alte Wohngebäude aus den Jahren 1914 bis 1935 modernisiert und in ein gemeinsames Wärmenetz eingebunden werden. Besonders interessant war das sogenannte „U-Haus“, eines der ersten experimentellen Modernisierungsprojekte, bei dem die ursprüngliche Erscheinung weitgehend erhalten blieb und die Mieten nur minimal anstiegen. Auch die große hybride Energiezentrale der Siedlung mit mehreren Luftwärmepumpen wurde uns gezeigt – wir durften sogar in das Gebäude hineingehen, in dem die Technik untergebracht ist.
Anschließend tauchten wir in die Geschichte Regensburgs ein: Wir besichtigten die römische Legionslagermauer (zu finden in einem Parkhaus!) sowie die mittelalterliche Stadtmauer, deren Reste sich heute noch in der historischen Altstadt befinden. Dort spürten wir, wie sich die Stadt von der Römerzeit über das Mittelalter bis in die Moderne entwickelt hat. Besonders beeindruckend war der Blick von der Steinernen Brücke, einem Wahrzeichen Regensburgs, von dem man die Donau und den Dom besonders gut sehen kann.
Bei einem Spaziergang in Stadtamhof wurde das Thema Gentrifizierung diskutiert: vom einfachen Wohnviertel bis hin zum heutigen Akademiker- und Yuppie-Viertel. Den Abend ließen wir bei einem gemeinsamen Essen im Spitalgarten und anschließender Freizeit ausklingen.
Tag 2 – Geschichte Bayerns und Hochwasserschutz an der Donau
Am nächsten Morgen stand zunächst das Haus der Bayerischen Geschichte auf dem Programm. Dort entdeckten wir auf interaktive Weise spannende Stationen der bayerischen Vergangenheit und erfuhren, wie historische Ereignisse bis heute das Leben in Regensburg und ganz Bayern prägen.
Danach führte uns Herr Kastenmeier, passionierter Abteilungsleiter für Hochwasserschutz und Wasserbau, an der Donau entlang und erklärte uns die Hochwasserrisiken in Regensburg. Wir sprachen über mögliche Schutzmaßnahmen und auch über die Reaktionen der Bevölkerung auf geplante Eingriffe. Besonders anschaulich war die Besichtigung der Hochwasserpegel vergangener Ereignisse sowie einer der Orte, an dem in Zukunft neue Schutzanlagen entstehen sollen, die sich ins Stadtbild integrieren. Anschließend sahen wir eine mobile Schutzwand in Stadtamhof, die im Katastrophenfall schnell aufgebaut werden kann. Dabei diskutierten wir auch die Probleme: die notwendige Vorwarnzeit für die Einsatzkräfte und die fehlende Bürgerbeteiligung aufgrund von Haftungs- und Versicherungsfragen. Einen letzten Eindruck der Hochwassergeschichte erhielten wir an den Hochwassermarkierungen in der historischen Wurstkuchl direkt an der Donau.
Die Exkursion machte deutlich, wie viele Interessen bei Stadtentwicklung und Katastrophenschutz aufeinandertreffen. Am Ende stand die Erkenntnis, dass Stadtentwicklung und Hochwasserschutz weit mehr sind als technische Details – sie sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit einer Stadt. Dank der Expertenvorträge und den Ortsbesichtigungen konnten wir neue Perspektiven gewinnen und viele Eindrücke mitnehmen.

Der Erlös dient der Unterstützung von Familien, in denen entweder Kinder, Jugendliche oder Eltern an Krebs erkrankt oder verstorben sind, und dem Kampf gegen seltene Krankheiten
„Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Lehrkräfte, wir freuen uns sehr, dass wir heute gemeinsam hier stehen – nicht nur, um unsere sportliche Ausdauer zu zeigen, sondern vor allem, um Solidarität zu zeigen: mit Kindern, die nicht einfach loslaufen können, weil sie gegen etwas viel Größeres kämpfen – gegen Krebs oder andere schwere Krankheiten.“
Mit diesen Worten begrüßten zwei Schülerinnen ihre Mitschüler im Rahmen des Spendenlaufes, der Ende des letzten Schuljahres vom Schülersprecherteam und den Klassensprecherinnen und Klassensprechern organisiert wurde.
Nach einer Aufwärmphase gingen die Klassen der Jahrgangsstufen 6, 8, 9, 11 und 12 sowie unsere Deutschklasse und unsere zwei Partnerklassen an den Start. 90 Minuten lang konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nun ihre Runden drehen, wobei man selbst entschied, ob man lief oder ging. Auch Pausen konnten natürlich eingelegt werden. Im Vorfeld hatten verschiedene Arbeitsgruppen sich allerlei Aktivitäten und Angebote ausgedacht, um den Lauf unterhaltsamer zu machen. Zwei Verpflegungsstationen an der Strecke sorgten für das leibliche Wohl: Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse und der Partnerklassen hatten am Vortag Energiekugeln zubereitet. An einem anderen Stand wurden Bananen – eine Spende von Edeka Klück – und Wassermelonen zur Stärkung angeboten. Ganz nach dem Vorbild groß aufgezogener Läufe standen auch nasse Schwämme zur Erfrischung zur Verfügung. Um die Anstrengung zu vergessen, konnte man während des Laufens Karten spielen oder am Lauf-Bingo teilnehmen. Die ersten 36 Schüler, die alle Aufgaben auf dem Bingo-Laufzettel erledigt hatten, bekamen als Preis Saftschorlen, die vom Getränkefachmarkt Wierer in Kirchweidach gespendet worden waren. Zu erfüllen waren Aufgaben wie ‚Erzähle einer Lehrkraft einen Witz‘ oder ‚Laufe eine Runde mit dem JHG-Maskottchen‘. Die letzte halbe Stunde legte sich dann die Schulband unter Leitung von Herrn Angermeir ins Zeug, damit die letzten Runden sich leichter laufen ließen.
Nach 90 Minuten konnten wirklich alle überaus zufrieden mit ihren gelaufenen Runden sein. Eine Rundenanzahl zwischen 30 und 40 Runden – eine Runde entspricht 400 Metern - war keine Seltenheit, einige Läufer kamen sogar auf über 50 Runden!
Nach dem Lauf sammelten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Spenden bei ihren Sponsoren ein. Neben Familie und Freunden konnten im Vorfeld z.B. auch Unternehmen, Betriebe und Arztpraxen als Sponsoren gewonnen werden. Alle Sponsoren sicherten entweder einen festen Geldbetrag pro Runde oder einen Pauschalbetrag zu. Ein großes Dankeschön für die Unterstützung! Wie sich herausstellte, war es gelungen, die überwältigende Summe von 11.080,60 Euro zu erreichen! Der erzielte Spendenbetrag kommt der Kinderkrebshilfe Berchtesgadener Land und Traunstein e.V.und der Care-for-Rare Foundation zugute.
Das Organisationsteam des Aktionstages – die SMV und die Mini-SMV, die Klassensprecherteams, die Schulsanitäter, das Technikteam, die Schulband und alle anderen Helferinnen und Helfer - kann stolz darauf sein, ein Ereignis dieser Größenordnung so souverän verwirklicht zu haben. Der Spendenlauf macht deutlich, dass man angesichts der aktuellen globalen Herausforderungen nicht ohnmächtig sein muss, sondern aktiv werden und etwas bewirken kann. Die Gewissheit, sich mit herausfordernden Themen auseinandersetzen und Solidarität mit Menschen in schwierigen Situationen zeigen zu können, stärkt sicherlich auch alle Teilnehmenden. Die aktive Teilnahme an diesem humanitären Projekt wird allen Beteiligten auch als Gemeinschaftserlebnis fest in Erinnerung bleiben.
StDin C. Falter

Am Montag, den 21. Juli 2025, hatten wir, die 6a/b, die Ehre, das Römermuseum in Seebruck zu besuchen. Nach einer kurzen Busfahrt wurden wir herzlich begrüßt und die Klassen teilten sich auf.
Wir, die 6b, gingen zuerst in das Innere des Museums, wo uns zunächst etwas über die antike römische Familie erzählt wurde. Jedes Familienmitglied hatte eine eigene Aufgabe, wie bspw. Jagen. Dann gingen wir weiter in den 2. Stock des Museums. Hier gab es viele Vitrinen mit Vasen, Tellern und Schmuck aus der römischen Zeit und auch Mitmachstationen. Uns wurden viele interessante Dinge erklärt. Wir durften sogar ein Schild sowie einen Helm selbst tragen und uns wurde so bewusst, wie anstrengend es gewesen sein musste, damit Tage lang herumzureisen. Wir konnten außerdem Mehl mahlen mit einer Replik einer antiken Mehlmaschine.
Während die 6b im Museum war, wurden wir, die 6a, zu einer kleinen Zeitreise in das Leben der Römer und der Kelten mitgenommen. Nach einem kleinen Marsch von ca. 2-3 Minuten durften wir eine echte Ausgrabungsstelle besichtigen. „Das ist so cool“, äußerte eine Schülerin begeistert. Es war ein römisches Haus und wir konnten sehr gut das System der damaligen Fußbodenheizung erkennen. Außerdem wurde uns die Geschichte Seebrucks zur Zeit der Römer erzählt. Zudem erfuhren wir, wie damals eine Bestattung ablief.
Wir können es jedem empfehlen, da es nicht nur Spaß macht, sondern auch interessant für kleine und große Gäste ist. Die 6a/b bedankt sich bei dem Römermuseum für diesen tollen Ausflug!
Amelie D. und Emiglia J.

Am Sonntag, den 20. Juli 2025, startete unsere 10. Jahrgangsstufe nach Berlin direkt an unserer Schule. Mit viel Vorfreude im Gepäck machten wir uns auf den Weg in die Hauptstadt. Nach rund zehn Stunden erreichten wir das moderne und zentral gelegene Aletto Hotel am Potsdamer Platz, das bei allen sofort gut ankam. Am Abend erkundeten wir gemeinsam die verschiedenen Restaurants im Stadtteil Schöneberg. Hier war für jeden etwas passendes dabei.
Montag: Politik zum Anfassen
Der Montag begann früh: Wir besuchten den Bundestag und erhielten eine spannende Führung im Plenarsaal. Es war faszinierend, diesen Ort, den man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, hautnah zu erleben. Danach folgte ein politisches Gespräch mit Herrn Siegfried Kneifel, Mitarbeiter unseres Bundestagsabgeordneten Siegfried Walch. Ein echtes Highlight war anschließend der Blick von der Dachterrasse und der Glaskuppel des Reichstagsgebäudes. Nach einem kurzen Spaziergang vorbei am Brandenburger Tor und dem Denkmal für die ermordeten Juden, durften wir am Potsdamer Platz in der Mall of Berlin etwas Zeit verbringen. Zum Abschluss des Tages stand noch die Ausstellung „Topographie des Terrors“ auf dem Programm. In einer Führung durch die Ausstellung des Museums wurde uns anhand von Fotoaufnahmen aus der NS-Zeit ein umfassender Eindruck von der Machergreifung Hitlers und dem Schrecken des Nazi Regimes vermittelt.
Dienstag: Technik trifft Stadtgeschichte
Der Tag begann mit einer Aufteilung in zwei Gruppen: Während die einen das Deutsche Technikmuseum erkundeten, fuhren die anderen mit dem Bus durch die Stadt – inklusive spannender Einblicke in die verschiedenen Berliner Viertel. Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, sodass wir bis auf das Olympiastadion und den Checkpoint Charlie viele Sehenswürdigkeiten nur aus dem Bus bestaunen konnten. Am Abend blieb nochmals Zeit für eigene Erkundungen.
Mittwoch: Zukunft und Theater
Am vierten Tag besuchten wir den Deutschen Dom. Dort durften wir in einem Planspiel selbst in die Rolle von Politikerinnen und Politikern schlüpfen und über einen Gesetzesentwurf zur Rückkehr der Wehrpflicht diskutieren und abstimmen – eine tolle Erfahrung! Anschließend führte uns der Weg ins Futurium, ein Museum rund um Zukunftsthemen und das Leben von morgen. Abends folgte dann der Höhepunkt: Der Besuch des Musicals „Romeo & Julia“. Die beeindruckende Inszenierung begeisterte alle – viele hätten sie am liebsten direkt noch einmal gesehen.
Donnerstag: Geschichte hautnahUnser vorletzter Tag führte uns zur Gedenkstätte Hohenschönhausen. Ehemalige Insassen und Zeitzeugen gaben uns einen sehr bewegenden und plastischen Eindruck in die Geschichte dieses Ortes. Eine Erfahrung, die lange im Gedächtnis bleiben wird.Freitag: HeimreiseAm Freitag traten wir mit vielen neuen Eindrücken, Erinnerungen und Erlebnissen im Gepäck die Rückfahrt an.
Felix Kellner (10b)
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