
Ein Teil der 11. Jahrgangsstufe des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums Traunreut durfte am Montag, 20. Juli 2026, einen besonderen musikalischen Vormittag gestalten. Gemeinsam mit ihrer Musiklehrerin Anita Hahn traf sich die Gruppe bereits um 9.45 Uhr, um das Konzert in einer letzten 45-minütigen Probe intensiv vorzubereiten.
Auf dem abwechslungsreichen Programm standen zahlreiche bekannte Klassiker und Evergreens. Neben Songs der Beatles wie Hey Jude und I Want to Hold Your Hand begeisterten die Jugendlichen auch mit beliebten deutschsprachigen Liedern wie Aber bitte mit Sahne, Schickeria sowie dem Fliegerlied von Donikkl.
Um 10.30 Uhr machte sich die Gruppe auf den Weg zum Pur Vital Seniorenheim. Dort wurden die Schülerinnen und Schüler bereits von zahlreichen Seniorinnen und Senioren mit großer Vorfreude erwartet. Die Cafeteria war bis auf den letzten Platz gefüllt, eine schöne Überraschung für die jungen Musikerinnen und Musiker.
Das rund 45-minütige Konzert sorgte für eine herzliche und ausgelassene Stimmung. Viele der bekannten Melodien luden zum Mitsingen und Mitklatschen ein – zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner beteiligten sich begeistert und machten den Auftritt zu einem besonderen Gemeinschaftserlebnis.
Am Ende wurden die Mitwirkenden mit langanhaltendem Applaus belohnt. Einige Anwesende bedankten sich sogar persönlich für das gelungene Konzert und die Freude, die ihnen die Jugendlichen mit ihrer Musik bereitet hatten.
Als kleine Anerkennung für ihren Einsatz erhielten die Jugendlichen zum Abschluss von der Leiterin des Seniorenheims, Frau Anna Ruhland, noch ein erfrischendes Eis. Diese freundliche Geste bildete einen gelungenen Abschluss eines rundum gelungenen Vormittags.
Insgesamt war der Auftritt im Pur Vital Seniorenheim ein voller Erfolg. Er zeigte eindrucksvoll, wie Musik Menschen unterschiedlicher Generationen verbindet und allen Beteiligten unvergessliche Momente schenken kann.
StRin A. Hahn

Am Montag, den 20.07.26, machten sich die beiden 8-ten Klassen auf zum Barfußpfad an der Traun. In ca. zwei Stunden sanierten sie den bestehenden Barfußpfad, der schon vor einigen Jahren von SchülerInnen des JHG errichtet wurde. Unkraut wurde gejätet, neue Steine, Fichtenzapfen, Sand, Schlamm, Moos und Hölzer wurden gesammelt und in den einzelnen Elementen verteilt. Ein bisschen Zeit für eine Brotzeit in der Wiese oder am Wasser blieb selbstverständlich auch.
OStRin Dr. V. Reichardt.

Gemeinsam mit Ihren Begleiterinnen Frau Passer und Frau Hüttenhofer besuchte die Klasse 5a den Mitmach-Theaterworkshop „Königskinder – Das Demokratiespiel“. Dort lernten wir auf spannende und spielerische Weise etwas über Demokratie, Toleranz und das Zusammenleben in einer Gemeinschaft.
Die Geschichte handelte von dem weisen König Gundur. Bevor er starb, gab er seinen sechs Kindern den Auftrag, das Königreich gemeinsam zu regieren. Doch die Königskinder konnten sich nicht einigen. Sie stritten sich oft und wollten ihre eigenen Ideen durchsetzen. Dadurch wurde das Leben im Königreich immer schwieriger und das Land versank in Dunkelheit.
Während des Workshops durften wir selbst mitmachen und verschiedene Rollen übernehmen. Gemeinsam überlegten wir, wie die Königskinder ihre Probleme lösen könnten. Dabei erfuhren wir, wie wichtig es ist, miteinander zu sprechen, anderen zuzuhören und Kompromisse zu finden. Nur wenn alle zusammenarbeiten, können gute Entscheidungen getroffen werden.
Der Theaterworkshop hat uns viel Spaß gemacht. Wir haben gelernt, dass Demokratie bedeutet, gemeinsam Lösungen zu finden und die Meinungen anderer zu respektieren. Es war ein schöner Ausflug, an den wir uns noch lange erinnern werden.
Liam Henning, Moritz Karl und Leo Stauber (5a)

Wer kennt sie nicht, die berühmte Ballade vom Zauberlehrling, der heimlich einen Besen lebendig macht und zum Wasserholen schickt, bis er fast in dem Fluten umkommt? Aus dem Text machte das Kreativpaket unter der Leitung von Frau Hauser (Künstlerin) und Frau Hollmann eine kurze Bühnenfassung.
Zunächst kamen Goethe und Schiller vor die Bühne und man erfuhr, dass die beiden wegen des Textes in Streit geraten waren. Alles war in Schillers Haus nass geworden, so dass Goethe für seinen Freund eine neue Fassung mit gutem Ende schreiben musste.
Erzählerinnen erklärten sodann sie Abfolge der Szenen. Zuerst konnte man die beiden Zauberlehrlinge beim Lernen in der Werkstatt beobachten. Diese war mit allerlei Fläschchen, Schädeln und Zauberzubehör schön gruselig dekoriert. Ein Besen wurde lebendig gezaubert, der sofort begann, das Wasser der Traun ins JHG zu schleppen. Die Lehrlinge wurden der Sache nicht Herr und auch der Einsatz eines Beiles hatte nur zur Folge, dass zwei Besen die Bühne weiter fluteten. Das Wasser und seine Geräusche wurden vom Technikteam des JHG bravourös umgesetzt.
Schließlich erschien gerade noch rechtzeitig der Meister, sprach den Erlösungszauber und schnappte sich die frechen Lehrlinge an den Ohren. Am Ende freuten sich die 10 Mädchen des Kreativpakets, die auf der Bühne gespielt oder hinter der Bühne gestaltet und organisiert hatten, über den Applaus der Eltern und Lehrer.
StDin S. Hollmann

129 Liter Trinkwasser – einhundertneunundzwanzig Liter Wasser! – so viel Trinkwasser verbraucht ein Mensch in Deutschland im Durchschnitt pro Tag. Leicht kann man sich ausrechnen, wie viel Wasser dann wohl in einem Haushalt verbraucht wird. Doch Zahlen bleiben häufig abstrakt. Dies wollten die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen in Evangelischer Religion des JHG ändern. Sie haben sich in den letzten Wochen intensiv mit der Frage nach Frieden und Gerechtigkeit in der Einen Welt auseinandergesetzt und sich dafür entschieden eine Aktion zum Thema „Wasser“ zu gestalten sowie eine Überarbeitung der „Müll“-Ausstellung aus dem letzten Schuljahr vorzustellen.
Anlass für die Ausstellung zum Thema „Wassersparen“ war die Aktion „Wasserspiele“ der Tutorinnen und Tutoren für die fünfte Klassen. Die Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse Evangelische Religion leiteten durch die Ausstellung. Um zu veranschaulichen wie viel Wasser pro Person anfällt, muss man die Zahlen visualisieren. Hierfür befüllten die Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse Evangelische Religion Behältnisse mit Wasser. Die Fünftklässlerinnen und Fünftklässler durften jeweils schätzen, wie viel Wasser sich in den Behältnissen befindet, und anschließend gemeinsam mit Messbechern durch Ausschöpfen nachzählen. Die Schätzungen waren äußerst unterschiedlich und das Ausschöpfen führte zu manch erstauntem Gesichtsausdruck. Diese waren ebenso zu sehen bei der Frage nach den Ursachen für den Wasserverbrauch. So braucht man am Tag in etwa 45 Liter Wasser für die Körperpflege sowie 35 Liter für die Klospülung, aber für Essen und Trinken nur ca. 5 Liter. Im Anschluss konnten sich die Fünftklässlerinnen und Fünftklässler an einer Stellwand weiter über die Verwendung von Wasser informieren und auch Tipps zum Sparen von Wasser sammeln. Vielleicht konnte diese Ausstellung ein wenig zum Wassersparen anregen.
StR V. Specht

Am Samstag, den 11. Juli 2026, durften von 15:00 bis 16:00 Uhr die beiden Bands des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums beim Traunreuter Stadtfest die Bühne erobern. Bei strahlendem Sonnenschein eröffnete zunächst die Mittelstufenband das Programm mit Songs wie „Walking on Sunshine“ und „Durch den Monsun“ von Tokio Hotel. Eine halbe Stunde lang präsentierten die fünf jungen Musiker ihr Können und begeisterten das Publikum.
Ab 15:30 Uhr übernahm die Oberstufenband die Bühne. Mit Titeln wie „Don't Stop Believin'“ und „Johnny B. Goode“bewiesen die sieben Schülerinnen und Schüler ihre musikalische Vielseitigkeit und sorgten für einen gelungenen zweiten Konzertteil.
Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite – allerdings meinte es die Sonne fast etwas zu gut. Aufgrund der hohen Temperaturen hielten sich in den Nachmittagsstunden nur wenige Besucherinnen und Besucher in der Traunreuter Innenstadt auf. Die Anwesenden waren jedoch von den musikalischen Leistungen der jungen Musikerinnen und Musiker begeistert und spendeten reichlich Applaus.
Ein besonderes Highlight folgte am späten Nachmittag: Gemeinsam mit dem Unterstufenchor der Realschule, der Grundschule Traunwalchen, der Wilhelm-Löhe-Schule und des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums entstand ein beeindruckender Gemeinschaftschor. Nachdem alle vier Schulen in diesem Jahr an 6K UNITED! in München teilgenommen hatten, entstand die Idee, die Schülerinnen und Schüler auch beim Stadtfest noch einmal gemeinsam auf die Bühne zu bringen.
Rund 80 Schülerinnen und Schüler sangen drei Lieder aus dem Repertoire von 6K UNITED! und sorgten mit ihrem gemeinsamen Gesang für große Begeisterung. Der Auftritt zeigte eindrucksvoll, wie Musik Menschen verbindet und wie erfolgreich die Zusammenarbeit der Schulen in Traunreut gelebt wird.
StRin A. Hahn

Am 14. Juli trafen sich die Religionsgruppen der Klassen 5a, 5b und 5c in der Aula, um in zwei Gruppen in Begleitung von Frau Hintermayr, Frau Mayer und Herrn Traut die evangelische und die katholische Kirche in Traunreut zu entdecken. Um den Kirchenraum selbst zu erkunden, erhielten die Schülerinnen und Schüler verschiedenfarbige Zettel mit Symbolen und Aussagen, wie „Interessant, so kenne ich das gar nicht“, „Hier kann man sich wohl fühlen“, „Hier ist Platz für unangenehme Gefühle“ oder „An dieser Stelle ist mir etwas unklar“. In der Kirche angekommen nutzten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, die erhaltenen Zettel an die für sie relevanten Plätze zu legen. Daraus ergaben sich interessante Gesprächssituationen mit Pfarrer Tauchert in der katholischen Kirche und Herrn Specht in der evangelischen Kirche. Nach einer halben Stunde tauschten die Gruppen den Ort.
Als hellen Ort innerhalb der Kirchen erlebten viele Schülerinnen und Schüler die verschiedenen Kerzen, wobei die Osterkerze mit ihrer ansprechenden Gestaltung das größte Interesse hervorrief. Große Unterschiede zwischen evangelischen und katholischen Kirchen entdeckten die Schülerinnen und Schüler bei der Gestaltung des Innenraums: katholische Kirchen farbenfroh und bilderreich, evangelische Kirchen schlicht und auf das Hören fokussiert. Außerdem ist das Taufbecken bzw. der Taufstein in der evangelischen Kirche immer neben dem Altar zu finden, in katholischen Kirchen häufig im Seitenschiff oder im hinteren Bereich. Viele weitere Fragen und Anregungen besprachen die Schülerinnen und Schüler, sodass nach circa 90 Minuten die spannende Exkursion endete, in der die Schülerinnen und Schüler viel neues über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Kirchenräume entdeckt und gelernt haben.
StR V. Specht

Mit großer Begeisterung nahm unsere Schule in diesem Jahr erstmals am Schulradeln Bayern 2026 teil. Der Wettbewerb ist ein Unterwettbewerb des STADTRADELN Bayern und verfolgt das Ziel, innerhalb eines Aktionszeitraums von 21 zusammenhängenden Tagen möglichst viele Fahrradkilometer zu sammeln. Dabei geht es nicht nur um sportlichen Ehrgeiz, sondern auch darum, Bewegung selbstverständlich in den Schulalltag zu integrieren, das Fahrrad als umweltfreundliches Verkehrsmittel zu nutzen sowie einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Vom 8. bis 28. Juni 2026 traten zahlreiche Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrkräfte gemeinsam in die Pedale. Die gefahrenen Strecken wurden mithilfe von Fahrrad-Kilometerzählern, Routenplanern oder der STADTRADELN-App erfasst und wöchentlich dokumentiert. Das beeindruckende Ergebnis kann sich sehen lassen: Gemeinsam legte unsere Schulgemeinschaft 20.815 Kilometer zurück und erreichte damit auf Anhieb den 2. Platz in der Kommune, direkt hinter der Walter-Mohr-Realschule.
Besondere Anerkennung verdienen die Klassen 6c mit herausragenden 5.521 Kilometern, die dank der tatkräftigen Unterstützung vieler Eltern sogar als radstärkste Klasse der gesamten Kommune ausgezeichnet wurde, die 6a mit 3.762 Kilometern sowie die 9c mit 1.465 Kilometern. Auch einzelne Radler setzten bemerkenswerte Akzente: Louis Zahnerreichte 501 Kilometer, Sebastian Straßhofer 471 Kilometer und Makar Kadnychanskyi 442 Kilometer.
Der eigentliche Erfolg liegt jedoch im großartigen Gemeinschaftsgeist, der diese Aktion geprägt hat. Jeder gefahrene Kilometer hat zum starken Gesamtergebnis beigetragen und gezeigt, was wir gemeinsam erreichen können. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Schulradeln und hoffen, dass im kommenden Jahr noch mehr Mitglieder unserer Schulfamilie mitradeln. Gemeinsam können wir erneut ein starkes Zeichen für Gesundheit, Nachhaltigkeit und Teamgeist setzen.
Text: StRin J. Schwerin, Foto 1: Stadt Traunreut/Foto Gastager

Ende Juni unternahmen die Klassen 11a und 11b des naturwissenschaftlichen Zweigs eine lehrreiche Exkursion zur ESO Supernova in Garching. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von den Lehrkräften Herrn Gärtner und Herrn Stefan.
Planetariums-Show: "Dark Universe"
Die Fahrt begann mit der Planetariums-Show „Dark Universe“. Die Vorführung zeigte anschaulich, wie astronomische Beobachtungen und moderne Teleskope unser Bild vom Universum formen. Im Mittelpunkt standen die Entdeckung und Erforschung großräumiger Strukturen — wie Galaxienhaufen, Filamente und kosmische Netzwerke — sowie die Bedeutung umfangreicher Beobachtungsdaten für die Forschung. Atmosphärische Visualisierungen und Simulationen machten komplexe Zusammenhänge gut verständlich und regten zu Fragen über Entstehung, Verteilung und Wechselwirkung dieser Strukturen an.
Besuch der Ausstellung
Anschließend erkundeten die Klassen die interaktive Ausstellung der ESO Supernova in Kleingruppen. Die Ausstellung verband anschauliche Anschauungsobjekte mit interaktiven Stationen: es gab Modelle, Beobachtungsaufnahmen und Erklärtafeln zum Sonnensystem, zu Galaxien, großräumigen Strukturen und dem Ablauf wissenschaftlicher Entdeckungen. Die Schülerinnen und Schüler konnten eigene Beobachtungsdaten ausprobieren, spektrale Informationen deuten und so selbst nachvollziehen, wie aus Messungen neue Erkenntnisse über das Universum gewonnen werden. Die Mischung aus visuellen Eindrücken und praktischen Aufgaben förderte sowohl Neugier als auch Verständnis.
Lernziele und Eindrücke
Die Exkursion verknüpfte Unterrichtsinhalt mit erlebbarer Forschung und verfolgte dabei mehrere Ziele:
Die Rückmeldungen von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften waren durchweg positiv: Viele hoben die eindrucksvollen Bilder und Simulationen hervor, andere schätzten die Möglichkeit, selbst an Stationen zu experimentieren und Fragen zu diskutieren. Insgesamt wurde die Exkursion als inspirierend und bereichernd für den Physikunterricht empfunden.
OStR Florian Gärtner

Am 3. Juli hieß es für die Schülerinnen und Schüler des Sportpakets der 5. Jahrgangsstufe: Laufschuhe schnüren und gemeinsam an den Start des Traunreuter Stadtlaufs gehen. Bereits um 18:15 Uhr traf sich die Gruppe zur Ausgabe der Startnummern. Nach einem gemeinsamen Aufwärmen stieg die Vorfreude auf den bevorstehenden Lauf spürbar an, bevor um 19:15 Uhr der Startschuss für die 7 Kilometer lange Strecke fiel.
Schon nach den ersten Metern wurde deutlich, was den Traunreuter Stadtlauf so besonders macht: Zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer sorgten mit lautstarkem Applaus und aufmunternden Zurufen für eine großartige Stimmung. Viele ausgestreckte Hände luden zu motivierenden High Fives ein, während Rasensprenkler entlang der Strecke an diesem warmen Sommerabend für eine willkommene Erfrischung sorgten. Musik und Trinkwasserstationen gaben zusätzliche Energie und machten den Lauf zu einem echten Gemeinschaftserlebnis.
Alle Schülerinnen und Schüler meisterten die 7 Kilometer erfolgreich. Im Ziel warteten frisches Obst, Getränke sowie ein kleiner Goodiebeutel - eine verdiente Belohnung nach einer starken Leistung. Die erschöpften, aber strahlenden Gesichter spiegelten den Stolz über das Erreichte wider und zeigten, dass sich Training, Durchhaltevermögen und gegenseitige Unterstützung ausgezahlt hatten.
StRin J. Schwerin

Angelehnt an die Internationalen JuniorScienceOlympiade (IJSO) am Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) wurde unsere Schule offiziell in das bundesweite Förderprogramm „NaWigator in der IJSO“ aufgenommen. Das JHG ist dabei eine von deutschlandweit nur zwei neu aufgenommenen Schulen in dieser Runde, neben dem Erasmus-Grasser-Gymnasium in München. Mit der erfolgreichen Bewerbung als Starterschule in der Initiative setzen wir einen wichtigen Meilenstein zur Stärkung der naturwissenschaftlichen Wettbewerbskultur an unserer Schule.
Der Startschuss für die auf drei Schulhalbjahre angelegte Projektphase fiel beim Jahrestreffen der Initiative, zu dem wir vom 17. bis 18. April 2026 nach Bremen eingeladen waren. Dort hatten wir die Gelegenheit, das naturwissenschaftliche Profil sowie die bisherige Wettbewerbsarbeit am JHG ausführlich vorzustellen. In verschiedenen Arbeitssitzungen und Kleingruppen fand zudem ein intensiver und gewinnbringender Austausch mit Schulen aus ganz Deutschland statt. Die Initiative hat es sich zum Ziel gesetzt, Schulen auf ihrem Weg zur Wettbewerbsschule zu begleiten und miteinander zu vernetzen.
Um den Forscher- und Wettbewerbsgeist in den Naturwissenschaften am JHG weiter auszubauen, stehen nun die nächsten spannenden Schritte an. Die Initiative legt großen Wert darauf, Begeisterung für den MINT-Bereich insbesondere bei jüngeren Schülerinnen und Schülern der 5. bis 7. Klassen zu wecken. Daher planen wir nach anstehenden Hospitationen an einer Netzwerkschule die Konzeption und Durchführung eines eigenen „MI(N)TMach-Tages“ für unsere Unterstufe. Wir freuen uns darauf, die jungen Talente an unserer Schule durch dieses Live-Wettbewerbsspiel noch gezielter zu fördern und für die faszinierende Welt der Naturwissenschaften zu begeistern.
StR David Dietl

Die elften Klassen des Traunreuter Johannes-Heidenhain-Gymnasiums (JHG) waren das ganze Schuljahr über mit den von ihnen gewählten P-Seminaren beschäftigt. Das Ergebnis der monatelangen Arbeit zeigten sie am Donnerstagabend bei einer Präsentation in der Schulaula.
Das Gymnasium hat einen Kraftraum, in dem Schüler in Freistunden trainieren können. Doch viele wissen gar nicht, wie das richtig geht, stellten die Elftklässler fest. Im P-Seminar im Fach Sport entwickelten sie daher unter der Leitung von Lehrerin Sabine Schallinger die App „JHG-Kraftraum“. Darin enthalten ist ein Leitfaden für den idealen Trainingsplan, es werden Übungen für die verschiedenen Muskelgruppen erläutert und mit Videos die Handhabung der einzelnen Geräte gezeigt. „Wir wollen die Schüler am Gymnasium damit zum Training motivieren“, erklärten die Seminaristen.
Wie man spielerisch Italienisch lernen kann, zeigten die Teilnehmer am P-Seminar „Imparare giocando“ zusammen mit ihrer Lehrerin Romana Strasser. Sie haben Spiele für ihre Mitschüler aus der Mittelstufe entwickelt, damit diese Freude am Lernen haben und die Fremdsprache auf andere Art und Weise erleben können. Fünf Spiele wurden es insgesamt. Darunter sind Brett-, Würfel- und Kartenspiele. Beim „Bingo Italiano“ beispielsweise geht es nicht um Zahlen, sondern um Wörter, die auf Deutsch angesagt werden, auf der Karte aber in Italienisch stehen. Bei „Scala delle parole“ kommt man durch richtige Antworten auf dem Weg über das Spielbrett weiter, bei falschen muss man zurück. Beim Spiel „Pandis“ müssen italienische Vokabeln pantomimisch dargestellt oder gezeichnet und dann erraten werden. Die Schüler betonten: „Man soll nicht nur auswendig lernen, sondern aktiv mit Spiel und Spaß.“
Im Fach Informatik schließlich ging es ebenfalls um Spiele, die die Teilnehmer unter der Leitung von Markus Weich mit Hilfe von KI erstellten. Sie berichteten dabei nicht nur über ihre Erfolge, sondern auch über Schwierigkeiten, die im Laufe der Arbeit auftraten, da die KI nicht immer das machte, was gewünscht war, und bei komplexen Aufgaben doch auch mal an ihre Grenzen stieß. Das Fazit der Schüler lautet daher: „Wer blind auf die KI vertraut, verliert die Kontrolle über sein eigenes Projekt.“ Sie sei ein mächtiges Werkzeug, aber nur, „wenn man versteht, wie man sie nutzt“. Als Spiele entwickelten die Schüler beispielsweise „Hill Climb Racing“, „Space Shooter“ oder „Marble Maze“. Mit Schülern aus anderen Klassen gab es bereits im Vorfeld einen Test und am Abend der Präsentation traten ein Schüler und eine Schülerin im Wettkampf mit zwei Erwachsenen an. Sieger bei Pac Man war am Ende der Schüler.
An den Ständen der drei P-Seminare konnten sich die Besucher anschließend noch genauer über das eine oder andere Thema informieren und die Schüler hatten auch ein kleines kaltes Buffet für ihre Gäste zubereitet.
Pia Mix

Nach einem Jahr Pause aufgrund der Wiedereinführung des neunjährigen Gymnasiums erhielten am Freitag insgesamt 53 junge Leute am Johannes-Heidenhain-Gymnasium (JHG) in einer feierlichen Zeremonie ihre Abiturzeugnisse. Der Jahrgang 2026 ist außerdem der beste Abiturjahrgang in der Geschichte des JHG. Mit einem traumhaften Gesamtschnitt von 2,09 verabschiedeten sich 26 junge Frauen und 27 junge Männer in ihre akademische beziehungsweise berufliche Laufbahn.
„Wir sind unglaublich stolz auf das, was ihr geleistet habt. Ihr habt alle bestanden“, erklärte Oberstudiendirektor Matthias Schmid in seiner Ansprache und hob hervor, „ihr habt gezeigt, wie man zusammenhält und Verantwortung übernimmt“.
Da es seit dem Schuljahr 2026/27 für alle staatlichen weiterführenden Schulen in Bayern verpflichtend ist, bei Abschlussfeiern die Bayernhymne zu spielen, stellte Schmid die Frage, was denn eine Hymne überhaupt aussagt: „Sie gibt Identität und schafft Gemeinschaft. Eine Hymne steht vor allem auch für Stolz, doch auf was sind wir eigentlich stolz?“ Er führte aus, dass positiver Stolz sehr wertvoll sein könne, dass man aber auch gute Gründe brauche, um stolz zu sein. Eine Hymne sei darüber hinaus ein Lied über Heimat, über einen Ort der schütze und stets neugierig mache. „Wer nicht stehen bleibt, sondern stets hinterfragt, wer dankbar ist und neugierig bleibt, kann Verantwortung für die Zukunft übernehmen. Ihr habt gezeigt, wie man zusammenhält und Verantwortung übernimmt“, so der Schulleiter.
Die vier Jahrgangsbesten Sophia Wimmer, Leonie Kuhar, Lysanne Hörl und Christian Bauer – Letzterer erzielte die Traumnote 1,0 – erhielten in gewohnter Tradition Buchgeschenke. Stella Schindlbeck durfte sich ebenfalls über ein Geschenk freuen, sie wurde für ihr jahrelanges, außerordentliches Engagement, unter anderem als Schülersprecherin geehrt.
Auch Bürgermeister Hans-Peter Dangschat gratulierte den Abiturienten herzlich und sprach davon, dass nun eine ganz neue und große Freiheit auf die jungen Erwachsenen warte: „Der Weg wird nicht immer ein leichter sein, aber auch Umwege führen oftmals auf den richtigen Weg“. Dies ginge seiner Meinung nach nicht selten mit Veränderungen und Belastungen einher. Dangschat zeigte sich jedoch davon überzeugt, dass die Gesellschaft Menschen braucht, die eben jene Belastung nicht als Hindernis, sondern als Chance sehen.
Mit einem edlen Tropfen Sekt verglich Elternbeiratsvorsitzender Steffen König den Abiturjahrgang. Er erntete viele Lacher für seine gekonnt humorvolle Umschreibung der Besonderheiten von Schülern während den Vorbereitungen auf das Abitur.
Das diesjährige Stipendium der Dr. Johannes Heidenhain GmbH überreichte Dr. Florian Schindler an Christian Bauer, der mit einem Schnitt von 1,0 Jahrgangsbester war. Neben einem Buch mit persönlicher Widmung erhielt er zusätzlich den Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für besondere Leistungen im Fach Physik. Man habe sich die Entscheidung heuer wirklich nicht leicht gemacht, so Schindler, schlussendlich habe Bauer aber auf allen Ebenen überzeugt. Der Schüler hat sich für ein Studium im Fachbereich Physik entschieden.
Die feierliche Verleihung, in der mit über 30 Grad sehr heißen Aula wurde wie immer von der JHG-Bigband erstklassig umrahmt. Elisabeth Dressler (Q13) und Elisa Tejada Heidenhain (Q12) in Begleitung von Tanja Thaler am Klavier trugen mit „Burn“ von Ellie Goulding ein einfühlsames Stück vor und untermalten damit die besondere Stimmung, die an diesem bedeutenden Tag herrschte.
Christina Grimm

Ein bisschen sah es gestern am Johannes-Heidenhain-Gymnasium (JHG) so aus, als hätte jemand Monopoly, Klassenfahrt und eine große Baustelle in einen Topf geworfen – und dann sehr früh am Morgen kräftig umgerührt. Der Grund dafür war allerdings kein pädagogisches Experiment, sondern der Abistreich der 53 Abiturienten. Und die hatten für ihren großen Auftritt nicht erst in letzter Minute begonnen: Schon am Vorabend wurde bis 22 Uhr an der Schule präpariert, geklebt, geplant und dekoriert. Am Dienstagmorgen ging es dann ab 6 Uhr weiter.
Das Ergebnis war kaum zu übersehen. Gänge wurden mit Absperrbändern und Stühlen verbarrikadiert, Türen verklebt und der normale Schulbetrieb zumindest optisch in eine Art Hindernisparcours verwandelt. Auch Schulleiter Matthias Schmid blieb vom Einfallsreichtum seines Abschlussjahrgangs nicht verschont: Er wurde kurzerhand in den Urlaub geschickt – wenn auch eher symbolisch.
Das Motto des diesjährigen Abistreichs lautete „Abinopoly – Die Lehrer würfeln, wir verlieren!“ Damit war die Richtung klar: Alles stand im Zeichen des legendären Gesellschaftsspiels Monopoly, nur eben in einer Version, die vermutlich nie eine offizielle Hasbro-Freigabe bekommen hätte. In der Aula versammelten sich die Schüler zu einer großen Spielrunde, bei der traditionell Schüler gegen Lehrer antraten. Gespielt wurde auf einem riesigen Brett, das liebevoll an Traunreut angepasst war. Statt Schlossallee oder Badstraße gab es Felder mit lokalen Namen wie Kantstraße, Rathausplatz oder Paps-Döner.
Die Regeln waren deutlich schülerfreundlicher – oder anders gesagt: Die Lehrkräfte mussten sich warm anziehen. Zu den Aufgaben gehörten unter anderem ein Leberkas-Wettessen und Flaggenraten. Letzteres hatte es besonders in sich. Während die Schüler vergleichsweise dankbare Aufgaben wie Deutschland oder die Niederlande bekamen, mussten die Lehrer Flaggen wie die des früheren Mongolischen Reiches oder von Kiribati erkennen. Ein Schelm, wer darin eine ausgleichende Gerechtigkeit für jahrelange unangekündigte Tests vermutet.
Ein besonderes Highlight war ein Schrottauto, das der Abijahrgang gekauft und bemalt hatte. Im Spiel mussten es die Lehrer schieben – eine Aufgabe, die bei den schweißtreibenden Temperaturen nicht gerade einfach war. Danach bekommt das Auto noch einen sinnvollen zweiten Einsatz: Es wird der Feuerwehr Traunreut für Übungen gespendet. Stolz zeigte sich Matthias Schmid auch auf den Jahrgang selbst: Alle 53 Abiturienten haben bestanden. Und offenbar nicht nur die Prüfungen, sondern auch den inoffiziellen Reifetest in Sachen Organisation. „Bei diesem Jahrgang bin ich mir sicher, dass der Hausmeister am Nachmittag nichts aufräumen muss“, sagte Schmid. Ein größeres Kompliment kann man einem Abijahrgang nach einem Abistreich wohl kaum machen.
Christiane Vogl

Unter der Leitung der Jugendbeamtin Traunreuts Veronika Plontsch und der Intensivkrankenschwester Marina Albrecht fand die Aktion „Sauba Bleim“ in der 8. Jahrgangsstufe statt. Die Schülerinnen und Schüler konnten eine Menge zu den Themen Konsum, Genuss und Sucht sowie deren Zusammenhänge erfahren.
Zum Einstieg wurden Überlegungen angestellt, was denn eigentlich Genuss und Sucht sind und welche Stoffe als Genuss- bzw. Suchtmittel gelten. Einig wurde man sich hierbei kaum, denn eine klare Grenze gibt es nicht. Anschließend wurde die Entstehung von Sucht thematisiert.
Besonders den Schilderungen aus dem Arbeitsalltag der Polizei und den Vorfällen auf der Intensivstation lauschten die Schülerinnen und Schüler gespannt und teils schockiert.
Was passiert, wenn man mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wird? Wer wird darüber informiert? Wie verhalte ich mich, wenn ich mit Freund*innen auf einer Party bin? Für wen trage ich Verantwortung? Wie ist im Ernstfall vorzugehen?
Diesen und vielen anderen spannenden Fragen wurde auf den Grund gegangen.
Wichtig ist, dass man immer aufeinander aufpasst und sich gegenseitig hilft. Es wird zusammen feiern und auch gemeinsam wieder nach Hause gegangen, damit niemand in einer hilflosen Lage auf sich allein gestellt ist. Im besten Fall sollte man sein Limit kennen und mit dem Alkoholkonsum aufhören, wenn es am „Schönsten“ ist.
Weiter wurde noch genaustens auf verschiedenste Substanzen mit Suchtpotential (Alkohol, Nikotin, Zucker, Cannabis, Medien, Koffein, …), deren Wirkung, gesundheitliche Folgen und rechtliche Hintergründe eingegangen.
Wir danken den Referentinnen für den eindrucksvollen Vormittag!
Sandra Passer (Schulsozialpädagogin)

In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt Traunstein fand für die Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe der sexualpädagogische Aktionstag statt.
Die Kleingruppen durchliefen in drei Schulstunden einen Parcours mit vier Stationen. Die Schülerinnen und Schüler wurden für Geschlechtskrankheiten und HIV sowie deren Übertragungswege sensibilisiert, erhielten Informationen über die Verhütungsmittel zum Schutz vor ungewollter Schwangerschaft und sexuell übertragbarer Krankheiten, unterhielten sich über geschlechtliche und sexuelle Vielfalt und erarbeiteten selbstständig, welche Werte in einer Partnerschaft für sie selbst besonders wichtig sind.
Abschließend hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, anonym Fragen rund um das Thema Sexualität zu stellen.
Das JHG dankt den Fachkräften des Gesundheitsamtes Traunstein für den informativen Vormittag und die offene Gesprächsatmosphäre.
Sandra Passer (Schulsozialpädagogin)
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