
Beim „Big Challenge“ Wettbewerb testeten auch dieses Jahr Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe ihre Fertigkeiten im Englischen.
Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gab es neben den traditionellen „Big Challenge“ Postern auch spannende Motiv-Bleistifte als Preise. Je nach Platzierung waren kleine Kalender, Rätselhefte, Lektüren und andere Sachpreise unter den Gewinnen. Unter den zusätzlich verlosten Sonderpreisen, die unabhängig von der Platzierung verteilt wurden, waren dieses Jahr auch „australische“ Bumerangs.
Besonders erfreuliche Ergebnisse erzielten Lea Dizdarevic (5c) und Tim Wollenburg (6b). Unter mehreren tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmern erreichte Lea auf Landesebene (Bayern) den 9. Platz. Tim sicherte sich – ebenfalls auf Landesebene – den 44. Platz.
Die Preise wurden im Rahmen einer kleinen Zeremonie im Beisein von Frau Schwarz, Herrn Friedrich und Herrn Specht übergeben.
OStR J. Friedrich

Im Rahmen der Chiemgauer Medienwochen fand der Medienparcours für die sechsten Klassen statt. Franziska Mayer von der Caritas Fachambulanz für Suchtkranke Traunstein besuchte uns am Johannes-Heidenhain-Gymnasium und leitete den Workshop.
In einer Doppelstunde wurde jede Klasse in drei Kleingruppen eingeteilt. Diese durchliefen rotierend die drei verschiedenen Stationen. Bei der ersten Station wurde über die Suchtentstehung (Genuss, riskanter Konsum und exzessive Mediennutzung / Sucht) gesprochen. Verschiedene Ausprägungen des Nutzungsverhaltens wurden besprochen und der Suchtspirale (Trichtermodell) zugeordnet. Die zweite Station befasste sich mit „Zwickmühlen“. Wie verhalte ich mich, wenn ein/e Mitschülerin oder Mitschüler im Klassenchat beleidigt und ausgeschlossen wird? Wo befindet sich mein Smartphone, wenn ich Hausaufgaben erledige oder lerne? Wie gehe ich mit persönlichen Daten und Bildern um? Bei der dritten Station wurde „Flaschendrehen“ gespielt und Fragen rund um Smartphone, Gaming, Nutzungszeit usw. beantwortet und der eigene Gebrauch hinterfragt.
Abschließend kam die Klasse wieder zusammen und die wichtigsten Erkenntnisse im Umgang mit Medien wurden auf einem Plakat festgehalten und im Klassenzimmer aufgehängt.
Der Austausch untereinander war sehr spannend und gewinnbringend.
Neben all den Dingen, auf die man beim Gebrauch von Medien achten muss, bleibt eines klar: Bei einem verantwortungsbewussten Umgang mit Medien können diese sehr hilfreich sein und machen Spaß.
Sandra Passer (Schulsozialpädagogin)

Den Schülerinnen und Schülern war schnell klar, was das Thema des Vormittags ist – die Vermeidung von Gewalt. Das Projekt dreht sich um Zivilcourage, Gewaltprävention und damit einhergehend um die Stärkung der Selbst- und Sozialkompetenz der Jugendlichen.
Unter der Leitung von der Jugendbeamtin Traunreuts Veronika Plontsch und der Schulsozialpädagogin Sandra Passer konnten die Heranwachsenden anhand abwechslungsreicher Übungen viel zu dem Thema erfahren.
Es ging darum sich selbst etwas zu trauen, gemeinsam Konflikte zu lösen, Herausforderungen zu meistern und sich der Verantwortung füreinander klar zu werden. Praktisch konnten die Schülerinnen und Schüler bei dem Lösen eines Knotens (hielten sich an den Händen und mussten Knoten lösen) und dem „Bau einer Brücke“ erleben, was es braucht, um Konflikte zu lösen und was dabei hinderlich und förderlich ist. Bei dem Brückenbau musste die Klasse mithilfe von Stühlen eine Art Brücke bauen, um von der Insel zu dem Festland zu kommen. Jede/r stand auf einem Stuhl und durfte den Boden nicht berühren. Wurden die Stühle nicht berührt, wurden diese von der Strömung hinfort gerissen und die entstanden Lücken mussten wieder mit einem Stuhl gefüllt werden. Bei dieser Aufgabe war die Klasse sehr gefordert, es mussten Strategien gefunden, Aufgaben verteilt und klar miteinander kommuniziert werden.
Mithilfe einer Skala wurden die verschiedenen Formen von Gewalt und deren Schwere erarbeitet. Besonders deutlich wurde hierbei, wie individuell das Gewaltempfinden sein kann. Übt ein Metzger, der ein Schwein schlachtet, oder ein Arzt, der eine Spritze gibt, Gewalt aus? Ist es in Ordnung bei einer Schlägerei zuzusehen oder Bilder von anderen Personen zu verbreiten? Wo fängt Gewalt an und wie ist diese einzustufen?
Im Anschluss wurden Strategien gesammelt, wie man sich in bestimmten Situationen schützen kann bzw. vorgehen sollte. Wie verhalte ich mich, wenn ich im Bus, der U-Bahn von einer fremden Person bedrängt werde? Wichtig ist es hierbei auf sich aufmerksam zu machen! Die fremde Person laut und deutlich auffordern aufzuhören. Dabei mit „Sie“ ansprechen, damit für Außenstehende deutlich wird, dass einem die Person fremd ist. Nach Möglichkeit die Situation verlassen und andere um Hilfe bitten.
Zudem berichtete die Jugendbeamtin sehr anschaulich von spannenden Fällen aus der Praxis und dem Polizeiberuf an sich.
Wir danken Frau Plontsch recht herzlich für ihre Zeit & ihr Engagement.
Sandra Passer (Schulsozialpädagogin)

Ein unvergesslicher Höhepunkt des Schuljahres war für die Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe das Chorkonzert von 6K UNITED! in der Münchner Olympiahalle am 16. Juni 2026. Gemeinsam mit sechs Lehrkräften sowie den beiden Partnerklassen des Wilhelm-Löhe-Zentrums durften sie Teil eines musikalischen Großereignisses werden. Als Inklusionsschule ist dem Johannes-Heidenhain-Gymnasium die Zusammenarbeit mit den Partnerklassen ein wichtiges Anliegen. Umso schöner war es, dieses musikalische Highlight gemeinsam erleben zu dürfen.
Bereits seit vielen Monaten hatten sich die Kinder im Musikunterricht auf den besonderen Tag vorbereitet. Das Einstudieren der Texte, Lieder und Choreografien war manchmal mühsam, aber die Anstrengung hatte sich gelohnt, denn schon beim Eintreten in die Olympiahalle war die besondere Atmosphäre sofort spürbar: Tausende Kinder aus ganz Bayern und sogar Schulen aus Österreich kamen zusammen, um gemeinsam zu singen und Musik zu erleben. Und das gleich zweimal: zunächst bei einer 90-minütigen Generalprobe und anschließend um 19 Uhr erneut zum großen Konzert. Begleitet von einer professionellen Live-Band und einer spektakulären Lichtshow wurde das Konzert zu einem unvergesslichen Erlebnis, das sowohl die Sängerinnen und Sänger als auch das Publikum gleichermaßen begeisterte. Das Konzertprogramm bestand aus aktuellen Popsongs, klassischen Stücken und internationalen Volksliedern und bot damit eine abwechslungsreiche Mischung. Auf die Frage nach ihrem Lieblingslied konnten sich viele Kinder gar nicht festlegen. Die häufigste Antwort lautete: „Eigentlich waren alle Songs wunderschön."
Besonders eindrucksvoll war das Gefühl, Teil einer so großen Gemeinschaft zu sein. Obwohl die Kinder erst nach 23 Uhr wieder in Traunreut ankamen, waren sich alle einig: Dieser Tag wird ihnen noch lange Zeit in Erinnerung bleiben. Dass die Zusammenarbeit fortgesetzt wird, steht außer Frage: Das Wilhelm-Löhe-Zentrum und das Johannes-Heidenhain-Gymnasium planen schon jetzt ihre gemeinsame Teilnahme an 6K UNITED! 2027.
StRin A. Hahn

Fast schon traditionsgemäß fand auch in diesem Jahr die Jahrestagung für Sicherheitsbeauftragte und Verkehrserzieher aus Obb.-Ost am JHG statt.
46 Vertreter der Gymnasien in Oberbayern-Ost hatten sich am JHG in Traunreut eingefunden, wo sie von Herrn StD Raimund Hofmann, dem Schulleiter Herrn OStD Matthias Schmid und Frau StDin Elli Hertel herzlich begrüßt wurden.
Die Veranstaltung stand unter den Themen „Bevölkerungs- und Katastrophenschutz an Schulen“, sowie „Lärm an Schulen“.
Zum Thema „Bevölkerungs- und Katastrophenschutz an Schulen konnte als Referent Herr ORR Christian Mader vom Bayerischen Staatsministerium des Inneren begrüßt werden.
Zuerst wurden die Zuständigkeiten und Tätigkeitsbereiche des Katastrophenschutzes und des Zivilschutzes vorgestellt. Anschließend wurden verschiedene in Planung befindliche Möglichkeiten erläutert, um die Thematik den Schülerinnen und Schülern näher zu bringen und diese entsprechend zu schulen. Das übergeordnete Ziel ist es, auf einen möglichen Krisen- oder Katastrophenfall vorbereitet zu sein und dadurch die Gesellschaft handlungsfähig zu erhalten.
Am Szenario eines „totalen, großflächigen Stromausfalls“ erarbeiteten die Teilnehmerinnen und -teilnehmer Möglichkeiten den Schulbetrieb trotzdem weiterzuführen.
Der zweite Teil der Veranstaltung stand unter dem Aspekt Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit. Hierzu referierte Frau Katilyn Haatanen vom Arbeitsmedizinischen Dienst, wobei der Fokus auf dem Problem „Lärm an Schulen“ lag. Frau Haatanen stellte Lärmpegelmessungen vor und veranschaulichte die Folgen verschiedener Lärmwirkungen auf den menschlichen Organismus.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer danken für die wertvollen Beiträge und die gute Bewirtung. Sie freuen sich auf eine Folgeveranstaltung im nächsten Schuljahr.
StDin E. Hertel (Sicherheitsbeauftragte und Verkehrserziehung am JHG)

Hier berichten wir über den Schullandheimaufenthalte 2026 am Sonnenhof in Marquartstein. Die erste von drei Unternehmungen war eine Wanderung in den Chiemgauer Alpen zur Rachl-Alm. Die gesamte Wanderzeit betrug ca. vier Stunden mit zwei Stunden Hin- und Rückweg. Als wir auf der Alm ankamen, erwarteten uns dort leckere Angebote von Knödelsuppe bis zu saftigem Kirsch- und Schokoladenkuchen als eine sehr gelungene Erholung nach dem steilen Aufstieg. Wir wurden sogar von gefräßigen Hühnern begrüßt! Diese haben uns auch das Brot aus der Hand geklaut. Trotzdem war der Ausflug ein überaus gelungenes Erlebnis für uns.
Die anderen aus unseren Klassen gingen inzwischen zur Eisdiele und ließen sich die willkommene Erfrischung schmecken. Anschließens ging es zum Spielplatz mit Klettergerüst und einem wunderbar kühlen Bach, der mit Bohlen ausgelegt war, so dass man darin spazieren gehen (und sich nassspritzen) konnte.
Als dann alle am späten Nachmittag an unserer Unterkunft ankamen, hatten wir bis 18:00 Uhr noch Zeit draußen in den Pool zu gehen oder uns die Zeit auf dem Spielplatz zu vertreiben. Nach dem Abendessen bezogen wir unsere Betten, spielten Spiele oder tobten draußen herum. Um 19:00 Uhr fand ein kleiner Gemeinschaftsabend in der Klasse statt, bei dem jede und jeder einen Zettel bekam auf den sie oder er Fragen an die Klasse schrieb, die mit Ja oder Nein zu beantworten waren. So sah man sofort, wie die Meinungen in der Klasse vertreten war und konnte darüber sprechen und Lösungen für Probleme finden. Am Abend war dann um 22:00 Uhr Bettruhe, damit wir unsere Kräfte für den nächsten Tag sammeln konnten. Am Morgen ging es dann erst einmal zum Frühstück, wo wir uns alle die Teller mit Semmeln, Müsli, Marmelade, Käse und Speck beluden. Denn heute stand der Märchenpark auf dem Programm und dorthin sollten wir auch selbstgemachte Lunchpakete mitnehmen. Die Stimmung unter den Schülern war fabelhaft, alle waren gespannt auf den Ausflug. Am Vormittag wanderten wir circa eine Stunde hin und dann ging es auch gleich schon los. Die beliebtesten Attraktionen waren der störrische Esel und die Gaudi-Gondel. Herr Schmuck versuchte auch sein Glück auf dem Esel und fiel nach kurzer Zeit wieder hinunter. Das Trampolin war auch hoch im Kurs. Davon gibt es auch lustige Fotos! Dann traten wir wieder den Rückweg an, trotz der hohen Temperaturen. An der Unterkunft dürften wir noch in den Pool springen als Erfrischung, die allen guttat. Nach dem Abendessen fand der bunte Abend statt, bei dem sich alle Kinder eine unterhaltsame kleine Show überlegten vom Witzeerzählen bis zu einem lustigen Theater. Herr Schmuck spielte abschließend am Lagerfeuer Gitarre und wir sangen kräftig mit.
Am nächsten Tag begann nach dem Frühstück auch schon die Heimreise. An der Schule angekommen gingen wir noch in die Turnhalle und spielten Gemeinschaftsspiele. Danach fand auch noch die Siegerehrung des Zimmerwettbewerbs statt. Am Ende wurden schließlich alle Kinder abgeholt, die dann doch etwas froh waren, wieder zu Hause zu sein.
Miriam Apelt (5b) im Namen der Klassen 5b und 5c

Auch dieses Jahr hat das JHG wieder mit zwei Mannschaften (Wettkampfklasse IV und III) am Leichtathletik Kreisfinale in Trostberg teilgenommen und erneut sehr gut abgeschnitten.
Wie im vergangenen Jahr haben sich die Jungs und Mädels auf die Mixed-Staffeln über die 4x50m bzw. 4x75m besonders intensiv vorbereitet und an den Staffelübergaben gefeilt. Im Wettkampf konnten sich so die jungen Athleten mit einer bärenstarken Zeit selbst belohnt und man musste lediglich den Teams vom Rottmayr-Gymnasium aus Laufen den Vortritt lassen.
Aber auch bei vielen weiteren Disziplinen gab es tolle Leistungen zu vermelden und dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung reichte es am Ende zu Platz 2 in der Wettkampfklasse IV und Platz 3 in der Wettkampfklasse III. Am meisten gefreut hat uns der große Siegeswille und der überragende sportliche Teamgeist. So muss das sein beim Sport!
Wir sind richtig stolz auf euch und freuen uns schon auf nächstes Jahr!
StR S. Schmuck und StRin J. Apelt

Im Rahmen der Berufsorientierung erhielten die 9. Klassen des JHG im Mai die Gelegenheit, beim „Tag des Handwerks“ im Bildungszentrum der Handwerkskammer für München und Oberbayern in Traunstein in verschiedene Handwerksberufe zu schnuppern.
Bereits im Vorfeld waren die Interessen durch die Organisatorin Gerlinde Lampart abgefragt worden und alle Schülerinnen und Schüler konnten ihren Präferenzen entsprechend in drei verschiedenen Handwerksberufen, wie z.B. Maler, Zimmerer, Schreiner oder Friseur, Erfahrungen sammeln. Den Ausbildern war es dabei besonders wichtig, dass praktisch gearbeitet wurde. So durften die Schülerinnen und Schüler z.B. im Maurer-Workshop eine Ziegelmauer aufziehen und erkannten, dass es gar nicht so einfach ist, dabei gerade zu bleiben. Beim Ausbilder für Metall, Max-Josef Lex, lernten sie die Bearbeitung unterschiedlicher Arten von Metall kennen und fertigten aus einer Messingmutter und einem Aluminiumstab einen Flaschenöffner. Eine weitere Station war das Elektro-Handwerk. Dort musste eine Alarmanlage „verkabelt“ werden. Die Herausforderung bestand im Abisolieren der Leitungen, dem korrekten Anschließen der Kabel (+/-) sowie in der ausreichenden „Zugfestigkeit“ der Verbindungen. Am Ende bekamen die Schülerinnen und Schüler durch den funktionierenden Alarm die Bestätigung, alles richtig gemacht zu haben.
Insgesamt war es ein spannender und aktiver Tag und die Schülerinnen und Schüler des JHG erhielten wertvolle Einblicke in die vielfältige Welt des Handwerks.
M. Heyer, OStR H.-J. Schmid

Das Sommerfestival Immling ist ein ganz besonderes Highlight, dass seit 1997 jährlich von Juni bis August auf Gut Immling in Halfing stattfindet. Große Opernaufführungen, Kinderopern, Musicals und klassische Konzerte sind dort zu bestaunen.
Am Sonntag, den 21. Juni machten sich 50 Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe zusammen mit Herrn Siegmund, Frau Seitz, Frau Thaler und Frau Hahn auf den Weg von Traunstein nach Bad Endorf, um die Oper Tosca von Giacomo Puccini zu besuchen. Da es sich beim Gut Immling um einen sehr außergewöhnlichen Aufführungsort in einer wunderschönen Naturkulisse handelt, ist es nicht mit dem Auto erreichbar.
Deshalb stand ab 14.30 Uhr am Bahnhof ein Shuttlebus parat, der die aufgehübschten Schüler und Lehrer zum Festivalgelände brachte. Der Beginn der Oper war um 16 Uhr und obwohl das musikalische Werk inklusive Pause fast drei Stunden dauerte, waren alle von der ersten bis zur letzten Minute gebannt, sowohl vom Können der Sängerinnen und Sänger, als auch von der Virtuosität der Orchestermusiker. Der gelungene Nachmittag in diesem einzigartigen Ambiente wurde zudem von herrlichem Sommerwetter begleitet. So kamen schließlich alle gegen 20.15 Uhr zufrieden am Bahnhof in Traunstein an.
StRin A. Hahn

Am 28. April machten wir, die neunten Klassen, eine Exkursion zur KZ-Gedenkstätte Dachau. Um 07:45 Uhr fuhr unser Bus von Traunreut in Richtung Dachau ab. Zu diesem Zeitpunkt war uns noch nicht wirklich bewusst, was uns an diesem Ort erwarten würde. Begleitet wurden wir von unseren Geschichtslehrkräften. Vor Ort führten uns die Referenten über das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers.
Während der Führung besuchten wir das Museum, die Zellen, sowie die Stehzellen, den Appellplatz, das Krematorium und schließlich auch die Gaskammer. Die Atmosphäre war bedrückt. Es war so leise, aber doch so laut. Vor allem die persönlichen Geschichten und Tagebucheinträge, die uns vorgelesen wurden, machten das Geschehen greifbar.
Die Lebensbedingungen waren wortwörtlich unmenschlich. Der Alltag der Gefangenen bestand aus Hunger, harter Arbeit, Schlafmangel und grausamen Strafen für jeden kleinen Fehler bzw. jedes kleine Versehen. Beim kleinen Einblick und Rundgang durch die Stehzellen konnte man das Leid der Gefangenen nicht nur spüren, sondern sogar an den Wänden sehen. Man konnten schwarze „Schatten“ in Form von einem stehenden Menschenkörper erkennen, dadurch wurde nochmal gezeigt, dass wirklich unterschätzt wird, wie kurz es her ist.
Nach der Exkursion besprachen wir das Thema weiter im Unterricht und sahen uns zusätzlich einen Kurzfilm an. Viele von uns waren schockiert darüber und haben sich nicht vorstellen können, wie grausam die Zustände wirklich waren. Obwohl wir bereits im Unterricht über Konzentrationslager gesprochen hatten, konnten wir erst durch den Besuch in Dachau ansatzweise verstehen, welches Leid die Menschen dort erleben mussten und welche unmenschlichen Verbrechen die Nationalsozialisten begangen haben.
Die Gedenkstätte Dachau hat bei uns einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Der Besuch war sehr interessant und zugleich erschreckend, weil Geschichte nicht nur im Schulbuch behandelt wird, sondern direkt am Ort des Geschehens erlebbar wird. Jeder sollte sich mit diesem Teil der Vergangenheit auseinandersetzen, damit sich so etwas niemals wiederholt.
Valeria Jazenko (9B)

Zum internationalen Tag der Artenvielfalt (22. Mai) verwandelte die Klasse 8b des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums den Natur-und-Technik-Fachraum in eine Biodiversitätswerkstatt. Im Rahmen der bayerischen Aktionswoche „Zukunft säen“ produzierten die Jugendlichen sogenannte „Seedbombs“. Diese bestehen aus einem Gemisch aus humusreicher Pflanzerde, regionalem Wildsaatgut, Tonpulver und Wasser, das dann zu walnuss- bis pfirsichgroßen Kugeln geformt wird.
Die Herstellung forderte Ausdauer und echtes handwerkliches Geschick: Die harten Tonkugeln mussten zunächst mühsam im Mörser zu feinem Pulver zermahlen, alle Bestandteile dann fein vermischt und in Form gebracht werden. Auch das richtige Mischungsverhältnis ist eine kleine Wissenschaft für sich: Bei zu viel Erde zerbröseln die Kugeln spätestens nach dem Trocknen, während zu viel Ton die Samen buchstäblich einsperrt und zu viel Wasser die Kugeln zu Fladen zerlaufen lässt.
Nach einer mehrtägigen Trocknungsphase brachte die Klasse die Kugeln gezielt auf wenig bewachsenen Flächen im Schulgarten aus. Dort können die Pflanzen nun ungestört wachsen. In den kommenden Wochen kontrollieren die Schülerinnen und Schüler den Erfolg mit einem selbst erstellten, fotogestützten Beobachtungskatalog. Spannend wird dabei auch die ökologische Auswertung: Je nachdem, welche Arten erfolgreich keimen und welche ausbleiben, lässt sich die Qualität des Standorts bestimmen. Die Pflanzen dienen somit als Zeiger, um abiotische Faktoren wie Feuchtigkeit, Lichtverhältnisse und Nährstoffgehalt der Fläche abzuschätzen.
Mit ein bisschen Glück lassen sich in den kommenden Wochen ökologisch wertvolle Arten wie der blauviolett blühende Natternkopf beobachten, der spezialisierten Wildbienen als lebenswichtige Nektar- und Pollentankstelle dient. Auch die in freier Natur vom Aussterben bedrohte Kornrade mit ihren purpurroten Blüten und die Futteresparsette, die den Boden auf natürliche Weise mit Stickstoffverbindungen versorgt, werden hoffentlich bald den Schulgarten bereichern.
StR David Dietl

Ein ganz besonderes Sporterlebnis erwartete die Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe im Rahmen ihres Sportpakets: Der bekannte Ultraläufer Florian Neuschwander besuchte die Schule und absolvierte gemeinsam mit den Kindern eine abwechslungsreiche Trainingseinheit.
Nach einem kurzen Einlaufen in Richtung Traun stand zunächst ein Lauf-ABC auf dem Programm. Dabei vermittelte Flo zahlreiche wertvolle Tipps zur richtigen Lauftechnik und zeigte, worauf es beim effizienten und gesunden Laufen ankommt. Anschließend konnten die Schülerinnen und Schüler ihr Können bei verschiedenen Intervallläufen unter Beweis stellen und die Ratschläge des erfahrenen Athleten direkt umsetzen.
Zurück an der Schule nahm sich Flo viel Zeit für die Fragen der Kinder. Im Mittelpunkt standen Themen wie effektives Lauftraining, ausgewogene Ernährung, passendes Schuhwerk und die Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf den Traunreuter Stadtlauf am 3. Juli. Mit seinen persönlichen Erfahrungen, seiner Begeisterung für den Laufsport und seiner offenen Art motivierte er die jungen Sportlerinnen und Sportler nachhaltig.
Der Besuch von Florian Neuschwander war für alle Beteiligten ein inspirierendes Erlebnis und eine wertvolle Vorbereitung auf die kommenden sportlichen Herausforderungen.
StRin J. Schwerin

Nach einer 8-stündigen Fahrt mit dem Zug waren wir endlich angekommen: Bologna! Nachdem die italienischen Austauschschülerinnen unsere 11. Klasse des JHGs im März für eine Woche besucht hatten, war es im April an unserer Reihe, nach Italien zu reisen. So kamen wir am Montag, den 20. April, am Bahnhof in Bologna an, begleitet von den Italienischlehrerinnen Romana Strasser und Veronika Weich. Nach dem freudigen Wiedersehen fuhr jeder mit dem Partner in die Gastfamilie, um auch diese kennenzulernen. Am ersten Abend gab es noch ruhige Treffen in kleinen Grüppchen, da wir deutschen Schülerinnen noch erschöpft von der Reise waren.
Am Tag darauf wurde uns dann die Schule gezeigt und wir nahmen auch an zwei Unterrichtsstunden teil. Während die ItalienerInnen weiter in der Schule blieben, gingen wir daraufhin ins Rathaus, da uns der Bürgermeister der Kleinstadt „Castel Maggiore“ einlud. Dort erzählte und erklärte er uns die Politik in der Stadt und beantwortete uns unsere Fragen. Am Nachmittag trafen sich dann alle gemeinsam in Bologna wieder für eine Stadtführung eines Lehrers, der uns viel über die Geschichte Bolognas erzählte. Den Abend verbrachten viele noch in Bologna.
Am Mittwoch besuchten wir die Schule wieder für eine Schulstunde, gingen daraufhin aber gleich zu einem Kochkurs mit italienischen „nonne“, also den Omas, die uns zeigten, wie man traditionelle Tortellini zubereitet.
Am nächsten Tag fuhren wir Deutschen in die Stadt Padova. Ein Lehrer zeigte uns die wunderschönen Kirchen und die Altstadt. Während unserer Freizeit konnten wir das leckere italienische Essen probieren und auch shoppen gehen.
Unsere nächste gemeinsame Aktivität mit den ItalienerInnen war am Freitag. Alle zusammen sind wir nach Rimini gefahren, um uns die Stadt anzuschauen und schließlich auch für den restlichen Tag am Strand zu entspannen. Davon waren wir Deutschen alle sehr begeistert. Da dieser Abend der letzte war, den wir zusammen verbringen konnten, gab es eine kleine Abschlussparty.
Den Samstag hatten wir komplett zur freien Verfügung, weshalb ihn viele nutzten, um nach Florenz zu fahren. Sonntag ging es dann leider schon wieder nach Hause für uns. Der Abschied fiel uns allen sehr schwer, da wir eine tolle Zeit in Italien verbracht und viele neue FreundInnen gefunden haben.
Vielen Dank an dieser Stelle an die ItalienerInnen für ihre Gastfreundschaft und unseren Lehrerinnen Romana Strasser und Veronika Weich, dass Sie uns so ein tolles Erlebnis ermöglicht haben, das wir sicherlich nicht so schnell vergessen werden.
Flora Trübenbach (11a)

Um unser Schulgelände ökologisch aufzuwerten und neue Lebensräume für heimische Tiere zu schaffen, haben die Schülerinnen und Schüler des Forscherpakets eine Benjeshecke errichtet. Mit viel Teamarbeit, Kreativität und Begeisterung entstand ein nachhaltiges Naturprojekt, das den Schulhof langfristig bereichern wird.
Zu Beginn suchte die Gruppe gemeinsam mit ihrer Lehrkraft einen geeigneten Standort am Rand des Schulgartens, direkt neben dem Schulteich. Anschließend wurden in zwei parallelen Reihen Holzpfähle in den Boden eingeschlagen, die das Grundgerüst der Hecke bilden. Danach begann die eigentliche Arbeit: Die Kinder schichteten gesammeltes Schnittgut wie Äste, Zweige, Reisig zwischen die Pfosten. Dabei achteten sie darauf, das Material locker zu stapeln, damit kleine Tiere später Unterschlupf finden können. Schritt für Schritt entstand so eine natürliche Struktur, die sich gut in den Garten einfügt.
Ökologisch betrachtet ist eine Benjeshecke ein kleines Multitalent. Sie bietet verschieden Vögeln, Igeln, Insekten und sowie kleinen Reptilien wie der Zauneidechse Schutz, Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten. Gleichzeitig wird Gartenmaterial, das sonst entsorgt werden müsste, sinnvoll weiterverwendet. Im Laufe der Zeit wächst die Hecke durch Samen, die vom Wind oder von Tieren eingetragen werden, zu einer lebenden Strauchhecke heran. So entsteht ein vielfältiger Lebensraum, der die Artenvielfalt auf dem Schulgelände erhöht und viele spannende Beobachtungen im Unterricht ermöglicht.
StRin M. Bräuning

In der Wettkampfklasse II der Mädchen, Jahrgang 2009 bis 2012, musste das JHG diesmal bei bestem Wetter in der ersten Runde gegen die Achentaler Tennismädchen vom Landschulheim Marquartstein antreten. Dabei hatten sie es durchweg mit höheren Leistungsklassen (Einteilungsstufen des Landesverbandes Tennis nach Spielstärken) zu tun als sie selbst angehörten. Dementsprechend war es klar, dass sie hart um ihren Erfolg kämpfen mussten.
Einzig allein Annalena Dlugosch gelang es aber dann, einen Sieg im Einzel einzufahren. Die souveräne Tennisspielerin spielte ihre Gegnerin Tanja Zaunmüller dabei das ein und andere Mal geschickt aus und konnte schließlich mit 6:4 und 6:1 klar gewinnen. Mit einem Rückstand von 1 zu 3 ging es dann in die Doppel. Hier gelang dem eingespielten Doppelteam Annalena Dlugosch – Lena Pfaffenzeller ein weiterer Sieg mit 6:4 und 6:1. Leider ging aber das zweite Doppel mit Eileen Rose und Delia Dlugosch verloren, so dass die Mädchen insgesamt mit 2 zu 4 verloren haben. Die fünfte im Team war Diana Worster, die dieses Jahr als jüngste Spielerin in der Schulmannschaft ihre Premiere hatte und gleich im Einzel stark gefordert war. Insgesamt präsentierte sich das JHG mit einer kämpferischen Leistung, so dass man auf ein Weiterkommen im nächsten Jahr hofft.
StD C. Pfaffenzeller

Gesetze werden verabschiedet, geändert oder treten in Kraft – solche Meldungen hören wir regelmäßig. Doch was steckt eigentlich dahinter? Um sich ein Bewusstsein für die Arbeit als Abgeordneter zu schaffen, nahmen wir, die diesjährigen zehnten Klassen, am Planspiel „Der Landtag sind wir!“ teil.
Nach einer kurzen Einführung durch vier Spielleiter aus München wurden wir mithilfe farbiger Mappen in die Fraktionen der Konservativen, Ökologen, Freien und Sozialen eingeteilt. Durch die Mappen wurde uns nicht nur die Fraktion, sondern auch ein klar definiertes Parteienprofil vorgegeben. In unserer ersten Fraktionssitzung wählten wir einen Fraktions- und Ausschussvorsitzenden und diskutierten auf Basis des Profils über den Gesetzentwurf der Konservativen zur Bekämpfung von Jugendkriminalität. Wir konnten entscheiden, ob wir einzelne Paragraphen streichen, ändern oder dem Entwurf zustimmen. Anschließend kamen wir in vier Ausschüssen mit Mitgliedern verschiedener Fraktionen zusammen. Ziel war es, einen Kompromiss zu finden, welcher dann an den federführenden Ausschuss für Verfassung, Recht und Integration weitergeleitet wurde. Nach erneuter Beratung in den Fraktionen wurde den Ergebnisse der Federführenden letztlich auch im Plenum zugestimmt, auch wenn nicht alle Parteien übereinstimmten.
Ein weiteres Highlight erwartete uns am Nachmittag. Wir bekamen die Möglichkeit Fragen an Abgeordnete des Landtags zu stellen. An der Podiumsdiskussion nahmen folgende Politiker teil: Herr Konrad Baur (CSU), Herr Dr. Martin Brunnhuber (FW) und Herr Andreas Winhart (AfD). Leider konnten Vertreter der SPD und der Grünen wegen anderer Verpflichtungen nicht anwesend sein. Die Fragen wurden im Voraus ausgewählt, wodurch im Nachhinein einige Schüler Fragen offen hatten und diese in einem durchaus spannenden Gespräch mit Herrn Winhart teils beantwortet bekamen.
Das Planspiel zeigte uns, wie komplex politische Entscheidungen sind, dass diese viel Zeit und Kompromissbereitschaft benötigen und vor allem, dass Demokratie nicht einfach ist, es sich aber lohnt sich dafür einzusetzen! Und wir verstanden auch, dass hinter jedem Politiker ein Mensch steht, der sich intensiv mit verschiedenen Interessen auseinandersetzt und Verantwortung trägt.
Vielen Dank an unsere großartigen Spielleiter des Centrums für angewandte Politikforschung CAP für die spannenden Einblicke!
Veronika Krätschmer (10c)
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