
500 Kilogramm… fünfhundert Kilogramm! – so viel Müll produziert ein deutscher Einwohner im Jahr. Leicht kann man sich ausrechnen, wie viel Müll dann wohl in einem Haushalt anfällt. Doch Zahlen bleiben häufig abstrakt. Dies wollten die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen in Evangelischer Religion des JHG ändern. Sie haben sich in den letzten Wochen intensiv mit der Frage nach Frieden und Gerechtigkeit in der einen Welt auseinandergesetzt und sich dafür entschieden eine kleine Ausstellung zum Thema „Müll“ und „Papierverbrauch“ zu gestalten.
Um zu veranschaulichen wie viel Müll pro Person anfällt, muss man die Zahlen ins Verhältnis setzen. Dafür falteten die Schülerinnen und Schüler aus Fehlkopien kleine Boxen, wovon jeweils eine 25kg symbolisierte. Wenn ein Mensch in Deutschland etwa 75kg wiegt, entspricht dies also drei Boxen, wohingegen 500kg Müll durch 20 Boxen dargestellt wurden. Dies kann man auf den eigenen Familienhaushalt hochrechnen und damit zeigen sich die Mengen an Müll durch die Anzahl der Boxen. Beim zweiten Thema „Papierverbrauch“ zeigte ein Stapel Papier wie viel Kopien ein Schüler im Jahr erhält. Die Schülerinnen und Schüler rechneten hoch, wie viel Papier dies für ein Schulleben (von der ersten bis zur 13. Klasse) und für ein Schuljahr für die komplette Schule bedeutet. Dabei wurden allerdings weder Prüfungen noch Schulhefte eingerechnet. Ergänzt wurden die Ausstellung durch Infos sowie einer Liste von Tipps, die durch die Besucherinnen und Besucher ergänzt werden konnte. Die Ausstellung war in den Pausen zu sehen. Vielleicht konnte dies die Besucherinnen und Besucher zum Nachdenken bewegen.
StR V. Specht

Beim Sommerkonzert des Johannes Heidenhain Gymnasiums im voll besetzten Saal des k1 zeigte sich am Montagabend einmal mehr die große musikalische Bandbreite der Schülerinnen und Schüler. Neben dem Lehrstoff am Gymnasium haben sie offenbar noch Zeit und Energie, um ein Instrument zu lernen oder im Chor zu singen. Oberstudiendirektor Matthias Schmid freute sich über das gelungene Konzert und „viele talentierte und engagierte Schüler“.
Von einer traditionellen Polka, gespielt mit Steirischer Ziach und Gitarre von Leon und Moritz Graß, über Popsongs von Michael Jackson und Metallica bis hin zu einem Schubert Lied und Big Band Sound, das Konzert bot für jeden Geschmack etwas. Zu sehen und zu hören waren die fünften Klassen zusammen mit den beiden Partnerklassen des Wilhelm Löhe Förderzentrums am Gymnasium, Unter-, Mittel- und Oberstufenchor, die Schulband, die Big Band, aber auch einzelne Schüler, die sich trauten, ganz alleine auf die Bühne zu gehen. Elisa Tejada Heidenhain sang „An die Musik“ von Franz Schubert. Lina Fernandez Heubeck gab „Traitor“ von Olivia Rodrigo zum Besten. Mit Harfe und Steirischer traten Bernadette und Leonhard Wolfertstetter auf. Sie hatten den „Vierteljahrhundert Dreiviertler“ von Herbert Pixner dabei. Leon und Moritz Graß spielten mit Gitarre und Steirischer nicht nur die „Stoariegler Polka“, sondern auch „Fürstenfeld“ von STS. Richtig krachen ließen es die Mitglieder der Band bei ihren Liedern, bei „Nothing else matters“ wurden sie unterstützt vom Mittelstufen Chor. Den Abschluss des Konzertes bildete wie üblich die Big Band unter Leitung von Matthis Reuter mit zwei Stücken. Bei „Cheek to Cheek“ übernahm Elisa Tejada Heidenhain dabei den Part der Sängerin. Jede einzelne Darbietung wurde mit begeistertem Applaus bedacht.
Für ein zweistündiges Konzert ist viel Probenarbeit und Organisation notwendig. Schulleiter Matthias Schmid bedankte sich dafür am Ende bei den Musiklehrern Anita Hahn, Tanja Thaler und Philipp Angermeir sowie bei den Lehrerinnen der Partnerklassen. Philipp Angermeir verlässt die Schule zum Ende dieses Schuljahres sehr zum Bedauern des Schulleiters. Er hat in den zurückliegenden Jahren zahlreiche Schulkonzerte mitgestaltet und war zudem von den Schülern hoch geschätzter Verbindungslehrer.
Pia Mix

Die 5. Klassen konnten von Mai bis Juli an einer Lesereise in der Schulbibliothek des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums teilnehmen.
Sowohl begeisterte Vielleser als auch Lesefaule waren aufgerufen, sich für den Wettbewerb einzutragen. Jeder Teilnehmer bekam einen Koffer mit seinem Namen, der auf einer großen Leinwand um die Welt reiste. Für jeden Kontinent hatte Frau Seitenglanz Bücher ausgewählt, zu denen sie 10 Fragen erstellt hatte. Wer aufmerksam las, konnte diese Fragen beantworten und schließlich ein Fähnchen in seinen Koffer stecken. Für dickere Bücher gab es auch zwei Fähnchen. So konnte man gut die Konkurrenz beobachten, die ja auch auf den Meistlesepreis (= die meisten Fähnchen) aus war.
So manche Schüler waren von der Detektivarbeit begeistert und lasen in allen möglichen Situationen, nur um baldmöglichst die nächste Frage beantworten zu können oder schnell ein weiteres Buch „futtern“ zu können.
Aber auch die Wenigleser sollten motiviert werden, sich auch mal aufzuraffen. Und deshalb gab es auch eine Verlosung unter allen Teilnehmern, einen Preis für alle, die mindestens ein Buch gelesen haben.
21 Mädchen und 4 Jungs fanden Spaß am Lesen und waren eifrig bei der Sache. Auch die Aussicht, wenn man sieben Fähnchen erreicht hat, einen Sonderpreis zu erhalten, hat wohl den ein oder anderen Bücherwurm aktiv werden lassen.
Die Lesefertigkeit ist mit der Grundschule nicht abgeschlossen, weiteres Training ist sehr zielführend: beim Lesen wird der Verstand und das Denken erweitert, ebenso die Sprache; die Konzentration und das Gedächtnis werden verbessert. Es ist von größter Bedeutung, wie gut wir uns ausdrücken können, in vielen Lebensbereichen, besonders in der Schule und im Beruf.
Was hast du vor dir, wenn du ein Buch aufschlägst?
Kleine schwarze Zeichen auf hellem Grund. Du siehst sie an und sie verwandeln sich in klingende Worte, sie erzählen, schildern, belehren, enthüllen Geheimnisse, erwecken Gefühle, entführen in andere Welten (Denkweisen und Lebensweisen), entflammen die Fantasie, regen zum Nachdenken an…
Somit trägt der Lesewettbewerb dazu bei, die Lesekompetenz der Schüler zu verbessern und gleichzeitig Freude am Lesen von Büchern zu vermitteln.
Davon profitieren besonders die Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs:
Anna Trattler mit 17 gelesenen Büchern und Laura Weiß mit 16 teilten sich den ersten Platz; leider konnten beide an der Siegerehrung nicht anwesend sein. Acht weitere Schülerinnen und Schüler erhielten Sonderpreise für mindestens sieben Fähnchen. Strahlend nahmen die Gewinner ihre Urkunden und Preise entgegen.
Daniela Seitenglanz (Schulbibliothek)

Wir fanden die Lange Spielenacht und die Wasserspiele im Pausenhof sehr, sehr schön und abwechslungsreich. Es standen viele lustige Aktionen und Spiele zur Auswahl. Bei der Langen Spielenacht im Mai haben wir beispielsweise Versteckstifangsti in verschiedenen Stockwerken unserer Schule gespielt. Besonders gut hat uns dabei gefallen, dass die Tutoren mitgespielt haben und nicht nur die Schüler gegeneinander oder miteinander. So haben wir Kleinen mal die Großen suchen und jagen dürfen. Und wer es nicht so hektisch haben wollte, hat bei der Büchereistation Schach gespielt. Das war schön!
Auch beim Wasserspielenachmittag letzten Mittwoch, 09.07.2025, hatten wir für Langeweile überhaupt keine Zeit! Ob Schwamm-Zombieball oder Wasserrutsche, jede Minute wurde im Vorhinein perfekt geplant und organisiert. Es waren tolle Stationen und Spiele, die ihr ausgesucht habt, liebe Tutoren! Wir sind uns sicher, dass alle Fünftklässler sehr viel Spaß an beiden Tagen hatten. Danke an Frau Geck, dass sie immer hilft, alles zu organisieren an solchen Tagen, wie der es einer war.
Eva Gänsberger, Paul Goebel, Maxi Haase und Laura Sigmeth (5a)

Nachdem wir beim Jugend-forscht Regionalwettbewerb in Rosenheim mit unserem Projekt „Fliegende Automation – Präzisionslandung einer Drohne“ einen 1. Preis erzielen konnten, durften wir Anfang April am Landeswettbewerb Bayern teilnehmen. In der Zwischenzeit nutzten wir die Gelegenheit, sowohl unsere schriftliche Arbeit als auch unser Projekt weiter zu optimieren. Neben der automatischen Erkennung und Landung der Drohne auf einem sogenannten „AprilTag“, implementierten wir noch eine selbst trainierte KI, die es ermöglicht, Personen aus der Luft zu erkennen, was Anwendung im Rettungswesen finden könnte.
Mit unserem Projektbetreuer Markus Weich, dem wir an dieser Stelle herzlich für seine Unterstützung danken möchten, machten wir uns schließlich auf den Weg nach Klingenberg am Main, wo der Wettbewerb dieses Jahr stattfand. Gastgeber war die Firma WIKA, die mit ihren modernen Räumlichkeiten optimal für diesen Wettbewerb, in dem Forschung und Innovation eine große Rolle spielen, geeignet war.
Am ersten Tag bauten wir unsere Projektstände auf, erhielten einige Informationen von der Wettbewerbsleitung und bereiteten uns auf die Jurygespräche vor. Bei diesen konnten wir zwei Jurys unser Projekt vorstellen, unsere Lösungsansätze erläutern und die Fragen der Juroren beantworten.
Neben dem eigentlichen Wettbewerb hatten wir in diesen drei Tagen immer wieder Gelegenheit uns andere Projekte anzuschauen und uns mit anderen Teilnehmenden auszutauschen, wodurch sich viele interessante und aufschlussreiche Gespräche ergaben. Außerdem gab es ein vielfältiges Rahmenprogramm, wodurch der Wettbewerb sehr abwechslungsreich gestaltet war. Neben Jurygesprächen und Vorstellungen der Projekte für die Öffentlichkeit und Presse fanden zum Beispiel auch Teambuilding-Aktivitäten statt, wo wir in verschiedenen kleinen Aufgaben wie Exit Games unsere Teamfähigkeit verbessern und auch neue Kontakte knüpfen konnten.
Auch die Firma WIKA, welche auf die Herstellung und Entwicklung von Drucksensoren spezialisiert ist, lernten wir während dieser Zeit in verschiedenen Führungen und Vorträgen kennen, wodurch wir auch im Bereich Berufsorientierung neue Impulse erhielten.
Zum Abschluss der Veranstaltung stand dann noch die Siegerehrung auf dem Programm, auf die wir schon sehr gespannt waren. Zwar konnten wir uns nicht für den Bundeswettbewerb qualifizieren, wurden aber mit zwei Sonderpreisen ausgezeichnet.
Nach drei sehr interessanten und ereignisreichen, aber auch anstrengenden Tagen traten wir, bereichert um viele Erfahrungen und Ideen, die Heimreise an.
Christian Bauer, Florian Stembal und Martin Hangl (Q12)

Das Sommerfestival Immling ist ein ganz besonderes Highlight, das seit 1997 jährlich von Juni bis August auf Gut Immling in Halfing stattfindet. Große Opernaufführungen, Kinderopern, Musicals und klassische Konzerte sind dort zu bestaunen.
Am Sonntag, den 6. Juli machten sich 37 Schülerinnen und Schüler zusammen mit Herrn Siegmund, Frau Seitz und Frau Hahn auf den Weg von Traunstein nach Bad Endorf, um die Oper Carmen von Georges Bizet anzuschauen. Da es sich beim Gut Immling um einen sehr außergewöhnlichen Aufführungsort in einer wunderschönen Naturkulisse handelt, ist es nicht mit dem Auto erreichbar. Deshalb stand ab 14.30 Uhr am Bahnhof ein Shuttlebus parat, der die aufgehübschten Schüler und Lehrer zum Festivalgelände brachte.
Die Oper startete um 16 Uhr und obwohl das musikalische Werk inklusive Pause über drei Stunden dauerte, waren alle von der ersten bis zur letzten Minute sowohl vom Können der Sängerinnen und Sänger als auch von der Virtuosität der Orchestermusiker gebannt.
Der gelungene Nachmittag in diesem einzigartigen Ambiente wurde durch laue Sommertemperaturen unterstrichen und so kamen alle wieder glücklich und inspiriert am frühen Abend am Traunsteiner Bahnhof an.
StRin A. Hahn

Mit sehr unterschiedlichen Gefühlen machten sich die Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangstufe, die den katholischen oder evangelischen Religionsunterricht besuchen, mit Frau Krieber und Herrn Specht am Mittwoch, 9. Juli, auf den Weg zum Friedhof in Traunreut. Schließlich gehen die Vorerfahrungen der Schülerinnen und Schüler mit Beerdigungen und Friedhöfen weit auseinander. Vor Ort wurde die Gruppe geteilt: ein Teil begann mit einer selbstständigen Erkundung anhand eines Arbeitsblattes. Der andere Teilt wurde von Vikarin Rebecca Schüler begleitet, die als evangelische Geistliche der evangelischen Paulus-Gemeinde Traunreut mehrere Beerdigungen gemacht hatte. Sie erklärte verschiedene Formen von Bestattungen, zeigte verschiedene Arten von Gräbern und erzählte den Schülerinnen und Schülern auch aus dem Innenleben einer Pfarrerin bei der Vorbereitung und Durchführung von Beerdigungen. Nach etwa einer halben Stunde wechselten die Gruppen.
Neben den individuellen Gedanken und Geschichten betrachteten die Schülerinnen und Schüler auch die Gedenkstätte mit dem Heimatkreuz. Dort informierten sie sich über die Geschichte der ersten Einwohner Traunreuts. Es ist bemerkenswert, dass dieser Ort den meisten Schülerinnen und Schülern zuvor unbekannt war. Nach dieser eindrücklichen Erfahrung mit dem sensiblen Thema Tod waren beim Rückweg manch nachdenkliche Gesichter zu sehen und manch tiefgehendes Gespräch zu hören.
StR V. Specht

Am Samstag, den 5. Juli 2025 machten sich zwölf Schülerinnen und Schüler des Oberstufenchors zusammen mit Frau Hahn auf den Weg nach München, um dort Straßenmusik zu machen. Unterstützt wurde der Chor von Frau Geck und Frau Brüderl aus der Partnerschule.
Wenn man in München Straßenmusik mit mehr als fünf Personen machen möchte, muss man ein Standkonzert im Kreisverwaltungsreferat beantragen und bekommt dann den Standort sowie einen Time-Slot zugewiesen. Zugewiesen wurde uns Samstag, der 5. Juli von 14 -15 Uhr am Sendlinger Tor.
Das Standkonzert startete um kurz vor 14 Uhr in der schönen Innenstadt von München und die vorbeiziehenden Passanten waren so begeistert, dass sie stehen blieben, klatschten und Geld in einem aufgestellten Gitarrenkoffer hinterließen. Vier Männer eines Junggesellenabschieds stellten sich zu den Tenören und sangen sogar mit.
Nach den 60 Minuten wurde nach einer Zugabe verlangt und so dauerte das Konzert bis 15.15 Uhr. Glücklich und zufrieden machte sich der Chor um 16.55 Uhr mit dem Zug auf den Nachhauseweg.
StRin A. Hahn

Die elften Klassen am Johannes Heidenhain Gymnasium präsentierten am Donnerstagabend die Ergebnisse ihrer P-Seminare in der Aula der Schule. Seit vergangenen Herbst arbeiteten die Schülerinnen und Schüler viele Stunden daran. Bei den „Projekt-Seminaren“ an bayerischen Gymnasien zur Berufsorientierung sollen die Jugendlichen ein gemeinsames Projekt organisieren und wertvolle Einblicke ins Berufsleben gewinnen.
Eine Schülergruppe wählte für ihr P-Seminar das Fach evangelische Religion und als Thema den evangelischen Kirchentag, der Anfang Mai unter dem Motto „mutig - stark - beherzt“ in Hannover stattfand. Als Lehrer unterstützte Valentin Specht das Seminar. Die Schüler hatten bereits im Vorjahr drei Projekte eingereicht, mit denen sie am Kirchentag teilnehmen wollten, und alle drei wurden genehmigt und somit Teil der unzähligen Programmpunkte. Die Traunreuter Schüler luden beim Kirchentag zu einer Podiumsdiskussion ein und unterhielten sich mit den Gästen über die Frage „wie können Religionsunterricht und Schule mutig, stark und beherzt machen?“. Das zweite Projekt war ein Kinderworkshop, bei dem sie mit den kleinen Besuchern des Kirchentages biblische Szenen ausmalten, bastelten und Memory spielten. Schließlich hatten sie auch noch einen Stand, der von rund 4000 Interessenten besucht wurde. Auf großen Bögen stellten sie Fragen, wie „was ist Liebe für dich?“ und „wer ist in deinen Augen ein Held und warum?“. Zahlreiche Antworten wurden darauf eingetragen und die Jugendlichen kamen mit den Besuchern ins Gespräch. Ein Film über die Kirchentage entstand, der im Rahmen der Präsentation vorgeführt wurde.
Im zweiten P-Seminar im Fach Biologie mit Lehrerin Petra Huber ging es um UV-Strahlung. Die Schüler zeigten eindrücklich auf, wie gefährlich diese Strahlen sind und wie wichtig Sonnenschutz ist, ganz besonders für Kinder. Sie erstellten Modelle der Haut und Informationsflyer, die künftig im Unterricht verwendet werden können, und drehten auch einen Film an der Schule. Die Teilnehmer des Seminares wollen damit für das Thema sensibilisieren und jüngere Schüler auf die Gefahren der UV-Strahlung aufmerksam machen.
Erstmals gab es in diesem Schuljahr eine Kooperation von zwei P-Seminaren. Das Seminar in Englisch mit Lehrerin Christina Falter und das Seminar in Kunst mit Lehrerin Theresia Seitz widmeten sich dem englischen Autor Shakespeare und seinem Theaterstück „Romeo und Julia“. Gemeinsam besuchten sie ein Theater in Salzburg und informierten sich im Vorfeld ausführlich über William Shakespeare, seine Zeit und das Theater an sich. Einige Schüler besuchten einen Workshop für Schauspielgrundlagen und es wurde beschlossen, „Romeo und Julia“ mit deutschen und englischen Szenen im Gymnasium aufzuführen. Das P-Seminar Englisch kümmerte sich um die Darsteller, die Szenenauswahl, die Rollengestaltung. Das P-Seminar Kunst gestaltete das Bühnenbild einschließlich Balkon und Grotte. Bei der Präsentation spielten die Schüler eine Szene vor, in der es zum Kampf zwischen den Knechten der verfeindeten Familien der Montagues und der Capulets kam. Am Freitagabend wurde dann in der Aula des Gymnasiums das ganze Stück aufgeführt.
Bei der Präsentation waren auch externe Partner anwesend, die die einzelnen Seminare tatkräftig unterstützten, und viele Eltern der Schüler konnten sehen, was ihre Kinder in den zurückliegenden Monaten in vielen Stunden geleistet haben.
Pia Mix

Den Jahresabschluss haben die Sportpakete der 5.und 6.Klassen beim Soccergolf mit ihren Sportlehrern Frau Schallinger und Herr Aschauer in Waging absolviert.
Während die 5. Klassen im nächsten Jahr (6. Jahrgangsstufe) weiterhin 14-tägig am Montag Sportarten erproben, die im regulären Sportunterricht weniger durchgeführt werden (können), ging mit der Veranstaltung die zweijährige Zeit des ersten Sportpakets am JHG für die Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse zu Ende.
Ein Eis von den Lehrern und ein erfrischendes Bad im Waginger See rundeten den Nachmittag für die Kinder ab.
OStR J. Aschauer

Am 1. Juli fand auch in diesem Jahr die obligatorische Jahrestagung für Sicherheits-beauftragte und Verkehrserzieher aus Obb.-Ost am JHG statt.
Herr OStD Schmid konnte 58 Vertreter der Gymnasien in Oberbayern-Ost, den Fachberater für Verkehrserziehung und Unfallschutz, Herrn StD Raimund Hofmann und mehrere geladene Referentinnen am JHG begrüßen, welche zur Dienstbesprechung und zur Brandschutzhelfer-ausbildung gekommen waren.
Im Vordergrund der Fortbildung stand die Ausbildung zur Brandschutzhelferin und zum Brandschutzhelfer. Herr Deisenberger von der freiwilligen Feuerwehr Traunreut referierte diesbezüglich über die häufigsten Ursachen von Bränden, Brandlasten, Brandschutzklassen, die Brandschutzordnungen und über die Tätigkeiten eines Brandschutzhelfers. Den Tagungsteilnehmern wurde so in anschaulicher Weise der theoretische Teil der Brandschutz-helferausbildung vermittelt.
Im Anschluss stellten Frau Friedrich und Frau Laura Volbracht beide vom ISPZ Hauner das CAP-Projekt (Concussion Awareness Projekt) vor. Ziel des Projekts ist es Gehirner-schütterungen in der Schule vorzubeugen und darauf wirksam zu reagieren.
Am Nachmittag ging es dann zur freiwilligen Feuerwehr in Traunreut. Hier fand der praktische Teil der Brandschutzhelferausbildung statt. In der Brandsimulationsanlage konnten die Bedingungen bei verschiedenen Brandereignissen hautnah erlebt werden. Anschließend ging es zur eigentlichen Löschübung, bei der die Anwesenden selbst tätig werden konnten. Auch wurde der Platzbedarf bei einem Feuerwehreinsatz am Brandort mit dem Drehleiterfahrzeug vor Augen geführt.
Am Ende der Veranstaltung dankten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die gute Gastfreundschaft am JHG, auf die man gerne auch bei weiteren bei Dienstbesprechungen wieder zurückkommen möchte.
Ein herzlicher Dank geht an dieser Stelle auch an die freiwillige Feuerwehr Traunreut, welche die Brandschutzhelferausbildung ermöglicht hat.
StDin E. Hertel (Sicherheitsbeauftragte und Verkehrserziehung am JHG)

Im Rahmen der Berufs- und Studienorientierung hatte die Q12 des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums Ende Juni die Gelegenheit, hinter die Kulissen der renommierten Adelholzener Alpenquellen GmbH in Siegsdorf zu blicken. Nach der Begrüßung durch Frau Williams begann der Vormittag mit einer spannenden Einführung in die Geschichte des Unternehmens, das sich von bescheidenen Anfängen zu einem bedeutenden Anbieter von Mineralwasser und Erfrischungsgetränken entwickelt hat. Seit 1907 gehört das Unternehmen zur Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul und mit den Erlösen des Unternehmens werden u.a. soziale Projekte finanziert und unterstützt. Nach dem Einblick in die Unternehmensgeschichte erhielten die Oberstufenschüler einen Eindruck von den Dimensionen des Unternehmens, in dem 750 Mitarbeiter und neun Abfüllanlagen dafür sorgen, dass im Jahr 709 Millionen Flaschen abgefüllt werden können. Das hierfür benötigte Wasser stammt aus dem Bergener Moos am Fuße des Hochfelln.
Besonders spannend war die Besichtigung der hochmodernen Abfüllanlagen für Glas- und PET-Flaschen. Hier erlebten die Schülerinnen und Schüler hautnah, wie Präzision und Technologie Hand in Hand arbeiten. Im Anschluss durften sie das soeben abgefüllte Mineralwasser zusammen mit anderen Produkten aus dem erstaunlich umfangreichen Sortiment des Unternehmens bei einer Brotzeit verkosten.
Ein weiteres Highlight war der Besuch der Primusquelle, die sich ein Stück oberhalb des Unternehmens befindet. Sie ist für jeden frei zugänglich und gerade an diesem heißen Tag waren einige Besucher da, die sich das kostenlose Wasser abzapften. Auch die Schülerinnen und Schüler des JHG nutzen die frische Quelle für eine kurze Erfrischung.
Zum Abschluss der Unternehmenserkundung übernahm Herr Krutzenbichler aus der Personalabteilung und gab seine Erfahrungen weiter. Da er selbst erst 2020 sein Abitur absolviert und anschließend im Unternehmen eine Ausbildung zum Industriekaufmann abgeschlossen hat, konnte er sehr schülernah über seine Erfahrungen berichten. Er erklärte den Schülerinnen und Schülern die vielfältigen Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie die Einstiegschancen nach einem Studium bei Adelholzener und gab wertvolle Einblicke, welche Karrierewege es vor allem auch für Abiturienten innerhalb eines erfolgreichen regionalen Unternehmens gibt.
Das JHG möchte sich ganz herzlich für die spannenden Einblicke und die Gastfreundschaft bei den Adelholzener Alpenquellen bedanken.
OStR H.-J. Schmid

Schülerinnen und Schüler aus dem Leistungsfach Sport und aus dem Volleyballkurs von Herrn Aschauer bekamen die Gelegenheit bei Traunmed etwas über Ausdauertraining und ihre eigene Ausdauerleistungsfähigkeit zu erfahren.
Unter der kompetenten Anleitung der ehemaligen Leistungssportlerin Alex Bernhart bekamen die Schüler eine kurze theoretische Einführung über die verschiedenen Möglichkeiten die Ausdauer zu testen und diese zu trainieren. Im Praxisteil bekamen sie Pulsuhren, mit denen sie ihre eigene Maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit herausfinden konnten. Davon ausgehend können die Pulsstufen bestimmt werden.
Zum Abschluss wurde dann ein Intensives Intervalltraining auf Spinning Bikes durchgeführt. Dies veranschaulichte den Schülern noch einmal den Einfluss des eigenen Trainingszustands auf die ablesbaren Werte. So konnten die Schüler ihr Wissen aus der Sporttheorie mit Praxiswissen verknüpfen und vielleicht hat ja auch der eine oder andere durch Frau Bernhart ein für ihn attraktives Berufsbild kennengelernt.
OStR J. Aschauer

Hoch konzentrierte Blicke, das Rattern der Zentrifugen, Pipettieren im Mikroliterbreich. All das war Teil des Genanalysepraktikums am 1. und 2. Juli, welches die 12. Jahrgangsstufe unter Anleitung des Molekularbiologen Herrn Reinhard Nestelbacher absolvierte.
Mit seinem mobilen „Flying Lab“ gab er den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, erste praxisnahe Eindrücke und Erfahrungen beim wissenschaftlichen Arbeiten zu sammeln. Das Praktikum bestand darin, eine Speichelprobe zu nehmen und anschließend die enthaltene DNA mithilfe verschiedener chemischer Prozesse von Proteinen, Fetten und Zucker zu isolieren. Hierbei stand eine professionelle Laborausstattung wie Mikroliterpipetten, Zentrifugen und Wärmekompensatoren für möglichst exakte Ergebnisse zur Verfügung.
Im Mittelpunkt der Analyse stand die Frage: Was verrät unsere DNA über uns? Die Teilnehmenden konnten ein Gen auswählen, das bestimmte Merkmale untersucht: eine Veranlagung zu Ausdauer- oder Kraftsport, Herkunft aus Zentralasien oder prosoziales bzw. klassisch soziales Verhalten.
Nach über acht Stunden konzentrierten Arbeitens, unterbrochen durch Vorträge von Herrn Nestelbacher und kurze Pausen, waren die Ergebnisse der Proben endlich ausgewertet. Doch neben Infos zu ihrer DNA und Veranlagung offenbarte sich auch der pädagogische und psychologische Mehrwert dieses Tages. Ohne ihr Wissen waren den Schülerinnen und Schülern wichtige Kompetenzen für die Vorbereitung auf ihr Abitur vermittelt worden. Dazu zählen Sicherheit beim Arbeiten, aufmerksames Zuhören und Teamfähigkeit. Den ganzen Tag waren sie aufmerksam von ihrem Betreuer beobachtet worden und stellten jetzt erstaunt fest, wie bewusst dieser Tag auf psychologischer Ebene gestaltet war. Somit nahmen alle nicht nur erste wissenschaftliche Kompetenzen, sondern auch Bewusstsein für Präsenz im richtigen Moment, Planung und genaues Arbeiten als Vorbereitung für das Abitur und das spätere Leben in der Arbeitswelt mit.
Ein herzliches Dankeschön an Herrn Nestelbacher, der stets mit viel fachlicher Kompetenz, großem Engagement und Geduld die zwei Tage zu einem besonderen Erlebnis machte!
Stella Schindlbeck (Q12)

„Es war wirklich ein ziemlich kaltes Wasser, in das wir da geschmissen wurden“, resümierten einige Teilnehmer der Mini-MUN. MUN, das ist das „Model United Nations“ – eine Simulation der UNO für Schülerinnen und Schüler von der neunten bis zur (bald) dreizehnten Klasse, die die Internationale Politik ganz aus der Nähe erfahrbar machen soll.
Fünf Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen waren aus einer Reihe von Interessenten per Losverfahren ausgewählt worden und machten sich gemeinsam mit Frau Neumann und Frau Hüttenhofer am 23.06. nach Kirchseeon bei München auf. Dort fand für die Schüler eine auf einen Tag begrenzte UN-Simulation statt, während die Lehrkräfte zeitgleich hinsichtlich der Organisation und Durchführung von MUN-Veranstaltungen fortgebildet wurden. Dabei ist das Procedere ziemlich aufwendig: Über die Plattform „MUNcommand“ erhalten die gemeldeten Teilnehmer vorab Informationen: So werden die Schülerinnen und Schüler auf verschiedene Länderdelegationen aufgeteilt. Sie müssen dann recherchieren, welche Position „ihr“ Land zu einem vorab bekannten Thema vertritt, über das dann debattiert wird.
„Mein Land war Ägypten“, berichtet Veronika Krätschmer. Herausfordernd sei es gewesen, Informationen zur ägyptschen Position zum Thema „gender-based violence and femicide in latin America“ zu finden. Die nächste Herausforderung: Nicht nur die meisten Informationen sind auf Englisch – auch die gesamte Debatte findet (wie auch bei der „echten“ UNO) auf Englisch statt. „Nach einer kurzen Vorstellungsrunde mussten wir den Standpunkt unseres Landes präsentieren, dann gab es verschiedene Diskussionsrunden“, erklärt Veronika aus der Klasse 9c. Dabei leiten die sogenannten „chairs“ die Sitzung. Dabei handelt es sich um meist ältere Schülerinnen und Schüler, die schon „MUN-Erfahrung“ haben. Ziel der Sitzung ist die Erstellung eines Working-Papers, also einer Vereinbarung zwischen den Ländern. Alle Delegierten zum Thema Frauenrecht „unter einen Hut“ zu bekommen, sei aber eine große Aufgabe gewesen.
„Insgesamt habe ich viel im Bereich Politik dazugelernt und meinen Englisch-Wortschatz erweitert“, fasst die Schülerin zusammen. „Es war wirklich spannend, in die Welt der UNO einzutauchen.“
StRin J. Hüttenhofer-Fußeder

Nachdem wir, die Klasse 11a, im Frühjahr 2025 bereits eine wunderschöne Woche in Traunreut gemeinsam mit unseren italienischen Austauschschülern verbracht haben, hieß es im April auch für uns endlich „Si parte“ und so besuchten wir gemeinsam mit unseren Lehrerinnen Frau Strasser und Frau Hintermayr unsere neuen Freunde unserer Partnerschule Istituto Keynes in Castel Maggiore (Bologna).
Während einer mehrstündigen Zugfahrt stieg unsere Spannung und Vorfreude immer mehr, bis wir endlich unsere Austauschpartner wieder in die Arme schließen konnten und wir den restlichen Tag damit verbrachten, ihre Familien kennenzulernen.
Am Dienstagvormittag begleiteten wir unsere Partner in die Schule, wo wir einen interessanten Einblick in den italienischen Schulalltag erhielten. Dass Schule auch einmal ganz anders ablaufen kann, war nicht allen von uns bewusst. Ein weiteres Highlight des Tages war unser Besuch beim Bürgermeister von Castel Maggiore, Luca Vignoli. Den Nachmittag verbrachten wir in Bologna, eine wunderschöne Stadt im Herzen Italiens, wo wir neben den verschiedenen Sehenswürdigkeiten auch das dolce vita verinnerlichten.
Am nächsten Tag waren wir alle gemeinsam in Florenz, der Hauptstadt der Region Toskana, welche uns nicht nur mit ihrer Schönheit und Vielfalt überwältigte, sondern auch hinsichtlich ihrer geschichtlichen Bedeutung, die uns von unseren Austauschpartnern in einer kleinen Stadtführung nähergebracht wurde.
Besonders in Erinnerung bleiben wird uns vermutlich der Donnerstag, der damit begann, dass uns eine Gruppe italienischer Senioren in einem Kochkurs beibrachten, wie man Tortellini selbst macht. Unsere Tortellini fatti a mano genossen wir im Anschluss bei einem gemeinsamen Mittagessen. Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung mit unseren Austauschpartnern, wobei die meisten den anstrengenden nach San Luca auf sich nahmen.
Am Freitag durften wir mit unseren Lehrerinnen nach Rimini fahren, wo wir uns zuerst die stark unterschätze und wirklich schöne Stadt anschauten. Im Anschluss ließen wir den Ausflug mit einem entspannten Strandnachmittag mit Sonnen und Beach Volleyball ausklingen.
Den Samstag verbrachten alle in famiglia, bevor es am Sonntag wieder hieß: „Arrivederci, ragazzi!“. Wir freuen uns schon auf einen neuen incontro mit unseren italienischen Freuden!
Insgesamt empfinden wir alle den Austausch als einen großen Gewinn. Wir hatten die einmalige Gelegenheit, den italienischen Schulalltag kennenzulernen, unsere Sprachkenntnisse zu verbessern und in Gastfamilien einen authentischen Einblick in die italienische Kultur zu erhalten. Der Austausch war für uns alle eine bereichernde Erfahrung und hat zu vielen neuen Freundschaften geführt sowie zur Stärkung der Klassengemeinschaft beigetragen.
Danke an alle Beteiligten für diesen schönen Schüleraustausch.
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