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Tel: 08669 2405 Mail: sekretariat@jhg-traunreut.de

 
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05. Juli 2025

Big Challenge Wettbewerb 2025

Auch dieses Jahr testeten Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe ihre Fertigkeiten im Englischen im Rahmen des „Big Challenge“ Wettbewerbs.

Für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gab es neben den traditionellen „Big Challenge“ Postern auch spannende Motiv-Bleistifte als Preise. Je nach Platzierung waren kleine Kalender, Rätselhefte, Lektüren und andere Sachpreise unter den Gewinnen. Ein neues Feature war dieses Jahr, dass zusätzlich kleine Sonderpreise – unabhängig von der Platzierung – verteilt wurden. 

Besonders erfreuliche Ergebnisse erzielten dieses Jahr Patrick Schuster (5a) und Lena Klein (6a). Unter mehreren tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmern erreichte Patrick auf Landesebene (Bayern) den 41. Platz. Lena sicherte sich – ebenfalls auf Landesebene – den 104. Platz.   

Die Preise wurden im Rahmen einer kleinen Zeremonie im Beisein des Direktors übergeben.

OStR J. Friedrich

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04. Juli 2025

Ein Schulausflug nach Salzburg ins Landestheater

Am 5. Juni machte unsere 9. Jahrgangstufe einen Tagesausflug nach Salzburg. Nach der Ankunft am Bahnhof wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt, um das Landestheater zu besichtigen. Meine Gruppe begann die Führung unter der Drehbühne. Dort wurde uns erklärt, dass diese genutzt wird, um ganze Bühnenbilder schnell und lautlos zu wechseln – sie kann sich komplett drehen, was sehr praktisch für aufwendige Szenenwechsel ist.

Anschließend durften wir direkt auf die Bühne gehen. Dort wurde gerade für die nächste Vorstellung umgebaut, überall waren Bühnenarbeiter, die Kulissen verschoben und umhertrugen. Danach setzten wir uns in den rot und gold gestalteten Zuschauerraum, wo uns etwas zur Geschichte des Theaters erzählt wurde, das seit 1893 in Salzburg steht.

Im Anschluss wurden wir durch die Kostümräume geführt. Dort gab es eine riesige Auswahl an Kleidern, Hüten, Schuhen und weiteren Accessoires, die laut einer Mitarbeiterin desTheaters nur für aktuelle Stücke vorgesehen sind. Zuletzt besuchten wir noch die Maske. Wir durften Masken, Perücken und Gummihände ansehen und sogar anprobieren.

Nach der Führung spazierten wir noch durch den Mirabellgarten in Salzburg, bevor wir mit dem Zug zurück nach Traunstein fuhren. Der Ausflug war sehr interessant – es war toll, einmal hinter die Kulissen eines Theaters zu schauen!

Rosalee Willis (9c)

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04. Juli 2025

Gesundes Pausenbrot

Auch in diesem Jahr war es uns, der SMV gemeinsam mit Frau Lennertz, eine Freude einen Fotowettbewerb durchzuführen. Wir fotografierten in der Pause am Mittwoch, den 4. Juni, die Brotzeiten der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 5-7 und bewerteten sie anschließend danach, wie regional, saisonal und gesund die Brotzeiten waren.

Uns hat die hohe Teilnahmerzahl sehr gefreut und nach reichlicher Überlegung konnten wir uns auf drei Siegerinnen festlegen. So dürfen sich Emilia Pretsch aus der 5B, Lotte Kellner aus der 5C und Emily von Rosen aus der 6A auf ein Fair-Trade-Frühstück gemeinsam mit Frau Falter und der SMV freuen.

Carmen Tejada Heidenhain (11b)

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01. Juli 2025

„Dann lernte ich meine Frau kennen…“ – Gespräch mit einem Zeitzeugen aus der DDR

Anfang Juni hatte die 11. Jahrgangsstufe zum ersten Mal die Möglichkeit mit einem Zeitzeugen aus der ehemaligen DDR zu sprechen. Schon zuvor hatten wir uns mit verschiedenen Erinnerungsformen an die DDR beschäftigt, beispielsweise auch mit digitalen Zeitzeugnissen. Dazu gehörten ein KI-Chat-Bot sowie Videos aus Zeitzeugenportalen.

Doch in der letzten Woche vor den Pfingstferien hatten wir schließlich die Chance einen Zeitzeugen über sein Leben im Osten des damals geteilten Berlin zu befragen. Da er, 1962 geboren, in Ost-Berlin aufgewachsen war, konnte er uns viele Geschichten über seine Kindheit bis hin zum jungen Erwachsenenalter erzählen.

Wir erfuhren, dass bereits seine Kindheit stark von Ideologien der DDR und Parolen wie „Von der Sowjetunion lernen heißt Siegen lernen!“ geprägt war. Sogenannte „Revoluzzer“ wurden in der Schule oft von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern ausgeschlossen und er selbst ist teilweise von anderen für seinen christlichen Lebensweg nicht respektiert worden.

Trotzdem, meinte er, spielte der Westen ebenfalls eine große Rolle für ihn. Teile seiner Familie lebten im Westen und brachten bei Besuchen „Luxusgüter“ wie Jeans und Schokolade mit. Auch hatten sie in Ostberlin, unter den fünf verfügbaren Fernsehprogrammen, Zugriff auf das Westfernsehen, das in der Regel dem DDR-Programm vorgezogen wurde.

Doch nach seiner Schulzeit fand weiterhin eine strikte Kontrolle des Alltags statt.

Unser Gast wusste bereits früh, dass er sich gegen die dreijährige Wehrpflicht entscheiden würde und schaffte es tatsächlich seine Zeit auf 1,5 Jahre zu reduzieren statt der drei Jahre, die für Abiturientinnen und Abiturienten vorgesehen waren. Dies hatte allerdings negative Auswirkungen auf die Wahl seines Studiums, da hier, ohne Rücksicht auf den Studierenden zu nehmen, für ihn ein Fach ausgewählt wurde. 

Irgendwann lernte er dann auf einer Geburtstagsfeier seine damals zukünftige Ehefrau kennen. Weil sie im Westen lebte, wurden Besuche extrem erschwert, und die beiden sahen sich teilweise einige Monate lang nicht. Und genau deshalb trafen sie dann eine Entscheidung: sie wollten heiraten, damit er zu ihr in den Westen ziehen könnte und sie ihre Beziehung weiterführen könnten.

Doch die Anträge wurden mehrmals abgelehnt, es gab immer wieder neue Gründe, wegen denen er nicht ausreisen durfte. Kurz vor dem Mauerfall 1989 floh er schließlich für die große Liebe in den Westen.  

Diese Erzählungen über seine Zeit in der DDR verschafften uns einen äußerst persönlichen Einblick in sein früheres Leben und wahrscheinlich das vieler ehemaliger Ost-Berliner. Der Austausch mit ihm hat uns definitiv einen anderen Blickwinkel auf das Leben in der damaligen DDR gezeigt als es KI-Chat-Bots oder Zeitzeugenportale je könnten. Daher bleibt zu hoffen, dass viele Menschen die Möglichkeit haben mit Zeitzeugen zu sprechen.

Sarah Müller (11a), StR V. Specht

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25. Juni 2025

Müllsammeln rund um das Schulgelände – Neues Vertretungsstunden-Projekt an unserer Schule

Seit Mai gibt es an unserer Schule eine sinnvolle Alternative für Vertretungsstunden ohne konkreten Arbeitsauftrag: Müllsammeln rund um das Schulgelände. Gemeinsam mit der betreuenden Lehrkraft können sich die Schülerinnen und Schüler auf den Weg machen, um achtlos weggeworfenen Abfall aufzusammeln – ganz im Zeichen des Umweltschutzes.

Die Idee hinter dem Projekt ist einfach, aber wirkungsvoll: Statt ungenutzter Zeit im Klassenzimmer erleben die Schülerinnen und Schüler, wie sie durch ihr eigenes Handeln etwas Gutes für die Umwelt tun können. Besonders Plastikmüll steht im Fokus – denn jedes einzelne gesammelte Teil bedeutet weniger Belastung für Natur, Tiere und letztlich auch uns Menschen.

Die Aktion stärkt nicht nur das Umweltbewusstsein, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl. Es ist erschreckend, wie viel Müll man in kurzer Zeit findet. 

Mit diesem Projekt setzt unsere Schule ein starkes Zeichen für Nachhaltigkeit. Es zeigt, dass jeder Schritt zählt – und dass aus einer scheinbar einfachen Idee ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz werden kann.

Wir hoffen, dass noch viele weitere Klassen diese Gelegenheit nutzen – denn jedes Stück Plastik, das nicht in der Natur landet, ist ein kleiner Gewinn für unsere Zukunft.

StRin S. Lennertz

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24. Juni 2025

JHG wird doppelter Kreismeister der Leichtathletik-Schulmannschaften

Auch dieses Jahr hat das JHG wieder mit zwei Mannschaften (Wettkampfklasse IV und III) am Leichtathletik Kreisfinale in Trostberg teilgenommen. Dank eines neuen Modus dieses Mal in Mixed Teams. So konnten insgesamt 24 Mädchen und Jungen aus den Jahrgangsstufen 6-8 in den klassischen Leichtathletik-Disziplinen gegen die anderen Schulen des Landkreises antreten und sich messen. 

Ein besonderes Highlight waren dieses Jahr die 4x50m bzw. 4x75m Staffeln, die das JHG in beiden Mannschaften für sich entscheiden konnte. Da es hier besonders viele Punkte zu holen gibt, haben die Kinder sogar freiwillig ein Extra-Training am Nachmittag eingelegt, um die Abstimmung v.a. bei den Wechseln zu perfektionieren. Dementsprechend groß war der Jubel im Ziel!

Aber auch bei den weiteren Disziplinen gab es tolle Leistungen zu vermelden und nur dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung hieß nach einem grandiosen Wettkampf der diesjährige Sieger im Kreisfinale Leichtathletik zweimal „Johannes-Heidenhain Gymnasium Traunreut“. Was für ein Erfolg!

Wir sind richtig stolz auf euch und freuen uns schon auf nächstes Jahr! 

StR S. Schmuck und StRin J. Apelt 

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24. Juni 2025

Unser Ausflug ins Salzburger Theater

Die 5a und die 5b sind am 2. Juni 2025 ins Theater gefahren. Die Fahrt war sehr lustig und kurzweilig. Als wir in Österreich angekommen waren, sind wir nach kurzem Aufenthalt am Bushäuschen in den Park gegangen. Dort gab es Turngeräte und wir haben etwas Sport gemacht. Zügig ging es weiter zum Theater.

Zuerst haben wir eine Einführung in die Geschichte "Rico, Oskar und die Tieferschatten" vom Dramaturgen des Theaters bekommen. Anschließend sind wir zum Saal gegangen. Im Vorraum war es für zwei Klassen zu eng. Zusätzlich waren auch noch andere Klassen da. Als dann endlich die Türen geöffnet worden sind, sind alle Schüler voller Erwartung auf das Tor zugestürzt. Ich habe einen guten Platz ergattert. Darüber war ich sehr froh.

Nun begann endlich die Vorführung. Rico, die Hauptperson, findet eine Nudel und wollte herausfinden, wem diese gehörte. Dem fiesen Nachbarn Fritzke, der Frau Dahling oder dem neuen Herrn Westbühl oder doch Herrn Ostbühl? So ging es in Ricos Kopf oft zu. Eines Tages lernte er Oskar kennen. Dieser war hochbegabt und kannte alle Gefahren, deshalb war er sehr vorsichtig und ängstlich. Kurz darauf wurde Oskar vom Aldikidnapper für 2.000 Euro Lösegeld entführt. Aber Rico konnte ihn erfolgreich befreien. Viel zu schnell war die Auffführung zu Ende. Mir haben die Töne des Stücks sehr gut gefallen. Diese werden hinter der Bühne von den Schauspielern live gemacht.

Diesen ganz besonderen Ausflug im Fach Deutsch werde ich nicht so schnell vergessen. Vielen lieben Dank an Frau Strasser und Frau Hollmann, die das Ganze organisiert haben. Es war ein gelungener Vormittag

Amadeo Tasch (5a)

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23. Juni 2025

Fahrt zum Evangelischen Kirchentag – unser Reisetagebuch

Unser P-Seminar fuhr mit insgesamt 30 Menschen zum Evangelischen Kirchentag in Hannover, der vom 30. April bis 4. Mai stattfand. Um die lange Strecke zu bewältigen, machten wir uns aber bereits am Dienstag, 29. April, auf den Weg.

Tag 1: Dienstag 29. April

Heute begann die Fahrt zum Kirchentag in Hannover! Nach dem Nachmittagsunterricht fuhren wir mit dem Zug los über Hörpolding, Mühldorf und Landshut. Schon erreichten wir nach 3 Stunden Fahrt unseren Zwischenstopp in Regensburg. Dort blieben wir eine Nacht im Jugendwerk der Evangelischen Jugend im Donaudekanat Regensburg, um am nächsten Tag nach Hannover weiterzufahren. Nach dem Ankommen blieben und kochten einige gemeinsam Spaghetti, andere suchten in der Stadt etwas zu Essen. In jedem Fall genossen wir die Zeit bei schönem Sonnenuntergang und sommerlichen Stadtflair. Ein guter Start in unsere Exkursion!

Zurück im Jugendwerk wurde um die einzige Dusche gekämpft. Lange Schlangen bildeten sich, jeder wollte duschen – auch bei kaltem Wasser. Danach ging es schnell ins Bett, denn am nächsten Tag ging es ja früh weiter nach Hannover!

Tag 2: Mittwoch 30. April

Heute ging es früh los! Einige sind vor der Fahrt noch zum Bäcker gelaufen, um uns alle mit Essen zu versorgen (Danke an euch!). Nicht mal ganz fertig gegessen und schon stiegen wir in unseren Bus um 8 Uhr. Der Be4Real Rahmen musste natürlich auch mitgeschleppt werden, meistens vom armen Sebi… Im Bus angekommen, versuchten wir den Rahmen unter kundiger Anleitung des Busfahrers erstmal irgendwie zu verstauen. Dann ging es los nach Hannover! Sechs Stunden Fahrt mit zwei kleinen Pausen an Raststätten. 

Endlich in Hannover angekommen! Unsere Unterkunft war in einer Schule, dem Käthe-Kollwitz-Gymnasium. Wie in Regensburg machten wir die Zimmereinteilung und stellten unser Gepäck ab. Für die meisten begann ab jetzt Freizeit, aber für das Stand-Team unseres P-Seminars erstmal nicht! Die meisten strömten in die Stadt, um sich Hannover anzuschauen, eine Kleinigkeit zu essen und dem  Eröffnungsgottesdienst mit über 35.000 Besuchern auf dem Platz der Menschenrechte zu folgen. Dort sprach Bundespräsident Frank Walter Steinmeier das erste Grußwort. Im Anschluss begann mit über 150.000 Besuchern der Abend der Begegnung. Zahlreiche Stände luden zum Mitmachen, Essen und Gesprächen ein.

Das Stand-Team des P-Seminars – bestehen aus Sebi, Julia, Vika und Sara – machte sich währenddessen mit Herrn Specht auf zum Messegelände; dort wo sich ab Donnerstag das Zentrum Junge Menschen befand. Der Weg dorthin dauerte 40 Minuten mit S- und U-Bahn. Am Gelände begaben wir uns mit dem Rahmen und anderen Materialien zu der uns zugewiesenen Stelle und bauten unseren Stand auf. So konnten wir schonmal das riesige Gelände während unseres Aufbaus anschauen, um für den nachfolgenden Tag vorbereitet zu sein. Der Abend klang mit Musikkonzerten – bspw. Marquess „vayamos companeros“! – und dem Segen zur Nacht aus.

Tag 3: Donnerstag 01. Mai

Am Donnerstag war es so weit! Das Hauptprogramm des 39. Deutsche Evangelische Kirchentags hat begonnen! Einige von uns standen früh auf und fuhren zum Messegelände, um schnell reinzukommen, andere ließen sich bis zur Schließzeit des Quartiers um 9:00 Zeit und genossen Hannover. Das Gelände an der Deutschen Messe war schon von früh an voll! Die, die früh dort waren, hatten Glück und kamen schnell aufs Gelände. Dort ging es dann direkt zur Bibelarbeit von Angela Merkel. Darauf hatten wir uns sehr gefreut: Angela Merkel live sehen! Aus Reihe sechs folgten wir gespannt den Ausführungen der ehemaligen Bundeskanzlerin.

Auf dem Gelände der Deutschen Messe befand sich auch das Zentrum „Junge Menschen“, in welchem auch unser Stand zu finden war. Dort arbeiteten wir, wobei wir in Schichten eingeteilt waren, die stündlich wechselten. Am Stand gab es den „Be4Real Rahmen“, an dem Besucherinnen und Besucher von überall kostenlose Polaroidbilder machen konnten. Dazu gab es auch eine Impuls-Wand mit 3 Fragen zur Kirchentagslosung “Mutig – Stark – Beherzt”: „In welchen Momenten hat dir Gott Mut geschenkt?”, „Wer ist die stärkste Person, die du kennst, und wieso?” und „Was bedeutet Liebe für dich?”. Unser Stand war sehr beliebt bei den Leuten, es war immer viel los! 

Am Nachmittag fand ein von uns organisiertes Podium statt, in dem darüber debattiert wurde, wie Schule „mutig, stark, beherzt“ machen kann. Dieses wurde von Julie und Elisa geleitet und war ein großer Erfolg mit mehr als 200 Gästen. Hier gilt es auch unseren Podiumsteilnehmenden zu danken, die interessante Aspekte einbrachten und für kontroverse sowie kritische Rückfragen unter den Besucherinnen und Besuchern sorgten.

Das Abendprogramm fiel vielfältig aus. Viele von uns gingen am Abend zum Großkonzert mit Bodo Wartke mitten in der Stadt. Er ist vor allem durch sein Lied „Barbaras Rhabarbarbar“ bekannt und sorgte für mega Stimmung bei den tausenden Besucherinnen und Besuchern in der Innenstadt! Wie an jedem Abend gab es auch wieder einen Segen zur Nacht. Dieser war wunderschön und jeder bekam eine Kerze, die er an der Kerze seines Nachbarn anzündete. Gänsehautmomente. Damit war auch dieser ereignisreiche Tag am Kirchentag auch schon wieder vorbei. Während einige erschöpft in ihre Schlafsäcke krabbelten, saßen manche noch im sog. „Gute Nacht Cafe“ bei Keksen und Limonade in unserer Unterkunft zusammen.

Tag 4: Freitag, 02. Mai

Auch am Freitag gab es wieder viel zu tun!  Der Ansturm auf unseren Stand war mittlerweile so groß, dass uns die Bilder ausgingen, doch auch in solchen Situationen bewahrten wir Ruhe und gaben nicht auf! Ein kurzer Stopp bei Media Markt und die Arbeit konnte weitergehen! Unsere Kalkulation ging so auf, dass wir (fast) bis Ende des Kirchentags genug Vorrat hatten.

Während einige ihre Schichten am Stand erledigten, hatte das Team „Kinderworkshop“ heute seinen großen Tag! Eine halbe Stunde lang durften sich Kinder hier kreativ austoben: malen, basteln sowie Memory spielen. Zu jedem dieser Angebote erzählte ein Mitglied des Teams eine passende biblische Geschichte, die zum Motto des Kirchentags „mutig – stark – beherzt“ passte. Dabei handelte es sich um die Geschichten von „Zachäus“ (mutig) und „Samson“ (stark)  sowie um „das Gleichnis vom verlorenen Sohn“ (beherzt), um den Kindern wichtige Werte mitzugeben. Mit so einem Andrang für unser Angebot hatten wir nicht gerechnet: Unerwartete 200 neugierige Kids im Alter von ca. 3-10 Jahren, kamen und wären wohl gerne auch länger geblieben. Damit war unser Workshop ein Riesenerfolg! Nach dem Abbau im Zirkuszelt verteilten wir uns wieder, um den Kirchentag auf eigene Faust zu erkunden. 

So viele Aktivitäten, dass man sich nicht entscheiden konnte! Manch einer von uns traf Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie den ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm oder den Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern Christian Kopp und ließ sich mit diesen fotografieren. Das gute Wetter musste genutzt werden, also trafen sich viele am Maschsee! Andere besuchten einen ganz besonderen Gottesdienst mit dem Titel „Take me to Church Taylor – ein Taylor-Swift Gottesdienst“. Interessant war es hier zu erleben, wie viele Anknüpfungspunkte an christlichen Glauben in den Liedern der Sängerin stecken. Parallel dazu fand in der Messe ein Zeitzeuginnengespräch mit der Shoa-Überlebenden Rozette Kats statt, eine sehr eindrückliche und nachdenklich machende Veranstaltung. Der tägliche Nachtsegen lud wieder zum Abklingen des Tages ein und so endete auch dieser ereignisreiche Tag im Schlafsack oder im Gute Nacht Café unserer Unterkunft.

Tag 5: Samstag, 3. Mai

Am letzten vollständigen Tag musste natürlich alles mitgenommen werden, was ging! Wie an den vorherigen Tagen wurde am „Be4Real“-Stand gearbeitet und Fotos gemacht. Jung und Alt schauten vorbei und hinterließen Gedanken und Impulse an unseren Fragewänden. Viele Antworten waren emotional oder regten uns zum Nachdenken an! 

Tagsüber wurden wieder viele verschiedene Veranstaltungen besucht. Ein Highlight vieler Kirchentagsbesucher war die Bibelarbeit der Bischöfin von Washington DC, Mariann Edgar Budde, welche für ihre mahnenden Worte an Präsident Trump nach seiner Inauguration bekannt geworden ist. Obwohl sie ihre Bibelarbeit vollständig in Englischer Sprache hielt, zog sie mit ihrer ruhigen, einfühlsamen, aber auch klaren Art das Publikum in ihren Bann. Ihre Bibelarbeit sowie anderen Veranstaltungen können auf der Internetseite des Kirchentags in der dortigen Mediathek und manche auch auf YouTube aufgerufen werden.

Im Zentrum „Junge Menschen“ auf der deutschen Messe hieß es um 18:00 dann „alles wieder in den Originalzustand“, denn es wurde abgebaut. Eine Stunde verbrachte das Stand-Team mit dem Putzen und Zurückräumen von Gegenständen. Teile unseres Standes, wie einige Kirchentagshocker, der Rahmen oder die beschrifteten Plakate nahmen wir wieder mit nach Traunreut. Nach dem „Check“ ging es dann vollbepackt in die S-Bahn, zurück zur Schule, wo erstmal entladen wurde. Den letzten Abend verbrachten alle Teilnehmer wieder individuell. Die meisten gingen in die Stadt, die nachts um einiges mehr leuchtet! Ein Highlight der Sehenswürdigkeiten war der Landtag. Seine Belichtung und Eleganz blieb uns besonders in Erinnerung bei den nächtlichen Rundgängen. Außerdem waren überall Selfie-Rahmen in Form des Kirchentag-Herzes verteilt. Perfekt um ein süßes Erinnerungsbild zu machen! 

Abends gingen viele von uns in zwei sehr unterschiedliche Veranstaltungen: Ekklesia Revolt, einem Rave in der Innenstadt Hannovers,  und der „Nacht der Lichter“, einem Taize-Gottesdienst mit über 2.000 singenden und brennende Kerzen haltenden Besucherinnen und Besuchern. Besonders müde gingen wir nach diesen ereignisreichen Tagen zu Bett. Allerdings musste vorher noch möglichst schnell alles gepackt werden, um das Aufstehen am nächsten Tag so entspannt wie möglich zu machen!

Tag 6: Sonntag, 4. März

Aufstehen! Es ging nach Hause. Doch vor der Rückfahrt feierten wir noch den Abschlussgottesdienst in der Innenstadt Hannovers, erstmals bei leichten Regen statt strahlendem Sonnenschein. Der Abschlussgottesdienst fand am Platz der Menschenrechte statt, dort versammelten sich um die 26.000 Leute, um gemeinsam zu singen und zu beten. Eine magische Atmosphäre entsteht, wenn so viele Menschen miteinander singen und tanzen. Es war ein sehr schöner, aber auch trauriger Abschluss! Aber keine Sorge, der nächste Kirchentag findet bald statt, und zwar in Düsseldorf 2027! Müde, aber glücklich stiegen wir in den Bus ein und bereiten uns auf die siebenstündige Busfahrt nach Regensburg vor. Es wurde viel geschlafen und ausgeruht, aber das ist ja auch kein Wunder nach so einer aufregenden Woche. Mit etwas Verspätung kamen wir in Regensburg an und verabschiedeten uns von anderen Mitreisenden. Es war eine schöne Fahrt mit sehr vielen Erlebnissen und wir blicken zufrieden auf unser P-Seminar zurück.

Für das P-Seminar: Julia Frank (11a), Sebastian Obermaier (11a), StR V. Specht

Wir möchten uns bei unseren Sponsoren, Unterstützern und Partnern bedanken: 

  • iSCM (für Pullover und finanzielle Unterstützung), 
  • mentec (Bilderrahmen und finanzielle Unterstützung), 
  • Freunde des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums Traunreut e.V. (Spendenverwaltung), 
  • Evangelische Jugend im Donaudekanat Regensburg (Unterbringung in Regensburg), 
  • 39. Deutscher Evangelischer Kirchentag Hannover 2025 e. V
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06. Juni 2025

(K)Ein Luftschloss! Kunstausstellung der 6. Klassen in der JHG-Aula

Die letzten Monate waren für die Klassen 6b und 6c bei Kunstlehrerin Constanze Penninger ein wahrer Kreativ-Traum! Unter dem Thema "Mein Luftschloss" konnten die Schülerinnen und Schüler ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Sie beschäftigten sich vorab mit der Formgebung und Statik von Türmen – vom mittelalterlichen Wehrturm bis hin zu den modernsten Wolkenkratzern. Die eigenen Burg-Plastiken, die in Partnerarbeit entstanden, konnten demnach historisch, modern oder phantastisch gestaltet werden, was einem die Wahl nicht leicht machte.

Als Grundfläche dienten die Verpackungen unserer neuen Schulbeamer, die wie ein riesiger Eierkarton aussahen. Doch mit ein bisschen Kreativität und viel Fantasie verwandelten die Kinder diese Schachteln in atemberaubende Burgen. Klopapierrollen, Zeitungspapier und Kleister wurden zu den wichtigsten Baustoffen.

Nachdem die Burgen ihre Form gefunden hatten, begann das Malen. Manche Schülerinnen und Schüler bevorzugten helle und strahlende Farben, während andere dunkle, gedeckte Töne wählten und dabei versuchten, gemauerte Strukturen malerisch wiederzugeben.

Zum Abschluss erhielten die Burgwelten – vom Wasserfreizeitpark über Feuerwehrstationen zur Candy-Welte – mit Glanzlack ihr Finish.

Veronika Kovalenko (6c)

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06. Juni 2025

Maximal enttäuscht! Abschied von unserer Nachbar-Institution DASMAXIMUM

Eine leise Ahnung gab es schon – als bei unserem letzten Schulbesuch im Dezember die Museumsleiterin des Kunstmuseums DASMAXIMUM, Dr. Maria Schindelegger, völlig überraschend ihren beruflichen Abschied erklärte. Auch ein Oberstufenschüler, der am Wochenende als Aufsicht im Museum jobbte, konnte nicht berichten, wann die Saison nach der Winterpause wieder starten würde. 

Die Q12 stand in den Startlöchern, um im Architektur-Halbjahr DASMAXIMUM, einzigartig durch sein Konzept des Freilichtmuseums, bezüglich seiner Bauweise und musealen Besonderheit zu untersuchen. Aus der Zeitung entnehmen wir die Gewissheit – DASMAXIMUM wird geschlossen, wohl für immer.

Mit seiner bewegten Geschichte, dem Wandel vom Munitionslager während der NS-Zeit zum hochkarätigen Museum für Nachkriegskunst, war es ein kultureller Leuchtturm in einer ländlichen Region und eine Insel für Kunstgenuss. Und das direkt um die Ecke unseres Gymnasiums, darum wurden wir oft beneidet. Nirgends sonst konnte man Kunst von Baselitz, Flavin, Chamberlain & Co. in so ruhiger, naturnaher Umgebung, fernab vom Trubel einer Metropole, erleben.

Schnell mal in der Kunstdoppelstunde Kunst vorm Original erleben – das ist nun passé. In Zukunft wird es deutlich schwieriger für uns werden, in diesen künstlerischen Genuss zu kommen. Die nächsten Museen befinden sich in Rosenheim und Salzburg, Fahrten sind teuer, aufwändig und mit unbeliebtem Unterrichtsausfall in anderen Fächern verbunden.

Gerne erinnern wir uns also an die vielen Projekte und Exkursionen, die wir mit „dem Maximum“ erleben durften. Zum Beispiel das ZukunftsAtelier Beuys, einem zweitägigen Workshop, in dem die Schülerinnen und Schüler des JHG zusammen mit Kunstlehrerin Constanze Penninger eigene Kunstwerke für aktuell relevante Themen entwickelten. Oder die Schreibwerkstatt KunstWortKunst, einem Wettbewerb für kreatives Schreiben, inspiriert von Werken der Kunst, das jahrelang von Oberstufenkoordinatorin Theresia Bauer betreut wurde. Wir bedanken uns für die langjährige, wunderbare Zusammenarbeit!

StRin C. Penninger

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27. Mai 2025

“Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt”

Dass man bis zum gewünschten Date mit der Dame seines Herzens manchmal mit Hindernissen zu kämpfen hat, können viele von uns aus bitterer Erfahrung nachvollziehen. Und wahrscheinlich ist das Thema so alt wie die Literaturgeschichte selbst und aus irgendeinem Grund wird der Stoff nie langweilig. Schon gar nicht, wenn es die lustige Vierergruppe des White Horse Theatre wie am vergangenen Donnerstag in der Aula des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums im Stück "Dreaming in English" für die Mittelstufe in Szene setzt. Das machen sie mit schnellem Tempo, witzigen Dialogen, die teilweise ein bisschen schrill und “crazy” sind, aber immer in klar verständlichem Englisch, so dass wirklich jeder folgen kann. Jedenfalls beherrschen die vier die Kunst, die Aufmerksamkeit des Publikums von Anfang bis zum Ende auf ihrer Seite zu haben, perfekt. Dies zeigte sich auch im zweiten Stück "Maid Marian" für die Unterstufe, das sich an die klassischen Legenden über Robin Hood anlehnt und einen neuen Blick auf die bekannten Geschichten wirft, indem es Marian ins Zentrum des wilden und dynamischen Geschehens rückt. 

Das White Horse Theatre kommt nun schon seit Jahren ans JHG und immer springt der Funke über. Das hat man auch an den Fragen der Schüler gemerkt, die sich nicht danach anhörten, als hätte sie die Englisch-Lehrkraft vorher mit ihnen einstudiert. Dass sich einer der vier Schauspieler, der aus Manchester kommt, eine Frage zur Niederlage von United am Vorabend anhören musste, war klar! Aber auch zum Thema "acting on stage" zeigten sich die Schüler äußerst interessiert. Und die Antworten der vier Schauspieler machten Lust auf mehr. Höchste Zeit, auch im Klassenzimmer mal wieder die eine oder andere Szene von Shakespeare oder Schiller zu spielen, anstatt sie nur zu lesen. Denn Schauspielen macht offenbar glücklich. Vielleicht springt ja das White-Horse-Virus dann auch auf uns über …

OStRin B. Krieger

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25. Mai 2025

Känguru-Wettbewerb in Mathematik 2025

Am Donnerstag den 20. März 2025 fand am JHG der Känguru–Wettbewerb statt. Die Teilnahme ist freiwillig und kostet ein Startgeld von 2,50 Euro. Der Test besteht bei der 5. und 6. Jahrgangsstufe aus 24 Aufgaben und bei allen anderen Jahrgangsstufen aus 30 Aufgaben. Bei jeder Aufgabe sind fünf mögliche Lösungen vorgegeben, wobei jeweils nur eine richtig ist. Die Schüler müssen diese durch Ankreuzen bestimmen. Wurde eine Aufgabe korrekt (bzw. falsch) gelöst, so werden Punkte gutgeschrieben (bzw. abgezogen). Alle Teilnehmer erhalten eine Urkunde und einen kleinen Sachpreis. Die besten Schüler werden mit zusätzlichen Preisen belohnt. Am Känguru–Wettbewerb nahmen dieses Jahr 41 Schüler teil. Manuel Kießling erhielt das Känguru–T–Shirt für unsere Schule, da er die meisten aufeinanderfolgenden Aufgaben richtig gelöst hat.

Das Foto zeigt die Jahrgangsstufensieger: Nino Gutsche (5b), Jana Weis (5a), Sebastian Burghartswieser (6d), Veronika Kovalenko (6c), Hannah Leonhardt (7a), Manuel Kießling (8a), Athanasios Stathis (9c)

OStR Michael Pscherer

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20. Mai 2025

Old Book New Look - Kunstausstellung der Q12 in der Aula des JHG

Wer dieser Tage in unsere Aula kommt, wundert sich nicht schlecht, dass sich diese kurzerhand für zwei Wochen in eine Kunstgalerie verwandelt findet. Im vorderen Bereich erkennt man beim näheren Herantreten viele Sockel, die mit Büchern bestückt sind. 

Doch keines der Lexika, Romane oder Atlanten blieb „verschont“ – alle wurde von den 12-Klässlern unter der Leitung ihrer Kunstlehrerinnen Constanze Penninger und Theresia Seitz in mühevoller, filigraner Handarbeit zu Buchobjekten verwandelt. 

Beim ersten Schnitt hatte man vielleicht noch etwas Skrupel – ein Buch, wertvolles Kulturgut und Symbol für Bildung, einfach überarbeiten und verfremden? Unter dem Motto „Old Book New Look“ schufen die Jugendlichen mit Faltungen, Skalpell, Cutter, Leim oder Kleister spannungsvolle Kunstobjekte, häufig auch mit unmittelbarem Bezug zum Ausgangsbuch. Lysanne Hörl beispielsweise seziert in ihrer „Geschichte der Weltliteratur“ im doppelten Wortsinn das Geschlechterverhältnis und betont dadurch, dass Frauen in der Kunst jahrhundertelang nicht ausreichend repräsentiert waren. Auch Marlene Krammer setzt sich kritisch mit ihrem Buch auseinander, indem sie einen dreidimensionalen Zug bastelt, der einen Zugtransport für die Soldaten an die Front symbolisiert.

Eric Stanzel geht intuitiv und humorvoll mit seinem Buch um und verwandelt es kurzerhand in ein Büchermonster. Auch viele ästhetische Plastiken tauchen auf – hier ein florales Gebilde, dort ein Baum, der seine Wurzeln im Buch schlägt oder ein Leuchtturm, der sich aus Meereswellen erhebt.

So stellen sich die Schülerinnen und Schüler in eine lange Tradition des Buchobjekts, das seit Beginn des 20. Jahrhunderts erstmals in der Kunstgeschichte auftaucht und es nun ganz aktuell in unserer Aula zu erkunden gilt.

StRin C. Penninger

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Bilder: Penninger

Hand-Buchobjekt: Isabelle Seeberger

Blüten: Hannah Gehrke

Zug: Marlene Krammer

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18. Mai 2025

Kiebitzschutz in der Praxis

Kiebitze sind Bodenbrüter, die für ihre Nester offene Flächen mit niedriger Vegetation bevorzugen. Sie legen eine unscheinbare Nestmulde in nassen Wiesen, Weiden und Mooren, die es immer seltener gibt. Daher weichen sie auf Ackerflächen aus, wo ihre Nester, Eier oder Küken oft der Bodenbearbeitung  bei der Feldbewirtschaftung zum Opfer fallen. Durch gezieltes Auffinden und Markieren der Nester können Landwirte diese umfahren und so schützen. Außerdem ermöglicht die Kennzeichnung nach der Brutsaison eine Beurteilung des Bruterfolgs – etwa anhand der Anzahl der Eier oder des Nestzustands. Im Landkreis Traunstein wird diese Maßnahme als BayernNetzNatur-Projekt „Netzwerk für den Kiebitz“ durch den Landschaftspflegeverband in Abstimmung mit den Landwirten durchgeführt. 

Um die Vorgehensweise zum Auffinden und Kennzeichnen von Kiebitznestern kennenzulernen, unternahmen die Schülerinnen und Schüler der Forscherklasse am JHG Anfang Mai eine Exkursion nach Truchtlaching. Begleitet wurden sie von Karl Schönberger (Mitglied im BN und LBV), seiner Frau Margit und Brigitte Güthner (Mitglied im LBV). Sie hatten zuvor Gelegeattrappen auf dem Acker platziert und mit einer Pappfigur eines Kiebitzes markiert.  

Die Schülerinnen und Schüler suchten mit Ferngläsern nach den Kiebitzattrappen, um die „Nester“ aufzuspüren. Schnell stellten sie fest, dass die Tarnung der Kiebitze äußerst effektiv ist. Um sich die Lage der Gelege besser einzuprägen, orientierten sie sich an markanten Strukturen wie Bäumen, Gebäuden oder Bodenmerkmalen wie Maulwurfshügeln – sogenannte Peilpunkte.  

In der zweiten Phase des Experiments wurden die Kiebitzattrappen entfernt, um zu simulieren, dass die Vögel beim Brüten gestört und aufgescheucht werden. Nun war es die Aufgabe der Schülerinnen und Schüler, mithilfe der zuvor eingeprägten Peilpunkte das versteckte Gelege wiederzufinden. Ein Schüler gab mit Blick durchs Spektiv Handzeichen, um die Suchenden in die richtige Richtung zu leiten. Erstaunlich schnell gelang es ihnen, die Nester wieder ausfindig zu machen und mit Markierungsstäben kenntlich zu machen.  

Zum Abschluss der Exkursion kam Landwirt Johannes Frank hinzu. Er erläuterte seine Beweggründe für die Schutzmaßnahmen auf seinem Acker sowie die damit verbundenen Herausforderungen für die Landwirtschaft und beantwortete die Fragen der Schülerinnen und Schüler.  

Die Exkursion hinterließ einen bleibenden Eindruck bei den jungen Forschern. Sie gewannen wertvolle Einblicke in den Schutz von Bodenbrütern und konnten hautnah erleben, wie Wissenschaft und Naturschutz zusammenwirken. 

StRin M. Bräuning

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18. Mai 2025

Forscherklasse erweitert Beerenbeet – Ein nachhaltiges Projekt für mehr Artenvielfalt

Mit großem Einsatz haben die Schülerinnen und Schüler der Forscherklassen das bestehende Beerenbeet auf dem Schulgelände erweitert. 

Die jungen Forscher arbeiteten an drei Nachmittagen intensiv daran, das Wiesenstück so vorzubereiten, bis endlich weitere Johannisbeer- und Blaubeersträucher sowie verschiedene Kräuter wie Thymian, Oregano und Bohnenkraut eingepflanzt werden konnten. Trotz der körperlichen Anstrengung war die Begeisterung groß – nicht zuletzt, weil es auch spannende Entdeckungen zu machen gab, wie das Beobachten von ausgegrabenen Regenwürmern. 

Die neuen Pflanzen sollen nicht nur die Schulküche mit frischen Zutaten bereichern, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt. Sie locken Bienen und andere Bestäuber an, die für das Ökosystem von großer Bedeutung sind. 

Mit dieser Initiative beweisen die Schülerinnen und Schüler ihr Engagement für Nachhaltigkeit und Umweltschutz und erhalten hoffentlich auch bald Gelegenheit, die Früchte ihrer Arbeit selbst zu ernten.

StRin M. Bräuning

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03. Mai 2025

Madeleines, Macarons und Metz: Schülergruppe tritt Gegenbesuch in Frankreich an

Nachdem 21 Schülerinnen und Schüler aus Thiaucourt in der Region Grand Est im Oktober letzten Jahres eine erlebnisreiche Woche bei Gastfamilien des JHG verbrachten, konnten nun ihre deutschen Partnerinnen und Partner – dank einer Förderung aus Mitteln des Deutsch-Französischen Jugendwerks und eines Zuschusses des Elternbeirates – mit dem Bus zum Wiedersehen in Frankreich aufbrechen. 

Der erste Tag in Frankreich stand den Familien zur freien Verfügung. Der windige und noch recht kühle, aber sonnige Tag wurde für unterschiedliche Unternehmungen genutzt, darunter Ausflüge in die nähere Umgebung, der Besuch des Volksfestes von Nancy, Trampolinspringen oder Bowling.

Ein bewegender Einblick in ein trauriges Kapitel der deutsch-französischen Beziehungen stand den jungen Menschen am Montag bevor. Es ging nämlich nach Verdun, einem der blutigsten Schauplätze der Schlachten zwischen den Deutschen und Franzosen im ersten Weltkrieg und Sinnbild für die damals neue und äußerst brutale Kriegsmaschinerie.

Die erste Station waren der Soldatenfriedhof und das Gebeinhaus von Douaumont, ein Ort, an dem sich 1984 der französische Staatspräsident François Mitterand und der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl als eine Geste der Versöhnung gegenseitig an die Hand nahmen. Durch die anschließende Besichtigung des engen, kalten Fort Vaux, konnten alle sich gut vorstellen, unter welch schrecklichen Bedingungen 1916 sieben Tage lang französische Soldaten der Besetzung durch deutsche Soldaten widerstanden. Nachdenklich und gleichzeitig dankbar dafür, dass es ihnen so gut geht und sich deutsche und französische Schülerinnen und Schüler unter so friedlichen Bedingungen begegnen dürfen, begab sich die Gruppe sodann auf den Weg zu ehemaligen Schützengräben deutscher Soldaten in Saint Baussant. Im Sinne der Auseinandersetzung mit der deutsch-französischen Geschichte und des Wunsches nach Frieden wurde hier vor fast 20 Jahren ein außergewöhnliches Projekt ins Leben gerufen: jedes Jahr im Sommer restaurieren und pflegen französische Jugendliche die Schützengräben und erklärende Schautafeln, um den Ort für Besucher zugänglich zu machen. Einige Jahre lang machte Herr Valentin Haase vom Traunreuter Stadtarchiv die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern des JHG an dieser Maßnahme möglich und machte sie zu einem symbolträchtigen deutsch-französischen Projekt. Ihren Abschluss fand die intensive Reise in die Vergangenheit im Besuch eines deutschen Soldatenfriedhofs, der in unmittelbarer Nähe der Partnerschule liegt. Nachdem eine unserer Schülerinnen mit ihrer französischen Austauschpartnerin eine Kerze an den Gräbern von zwei Soldaten angezündet hatte, wurde den jungen Leuten in der darauffolgenden Gedenkminute sicherlich klar, welche Rolle sie in der Geschichte spielen: Frieden und Freundschaft sind nicht selbstverständlich, sondern jeder muss sich immer wieder neu dafür einsetzen und daran arbeiten. Indem man sich zum Beispiel auf das Abenteuer Schüleraustausch einlässt.

Am nächsten Tag erfuhr die gesamte Gruppe in der Boîte à Madeleines in Commercy, wie das traditionelle französische Kleingebäck, die Madeleines, durch eine Art Notlage in der Küche von Herzog Stanislas Leszczynski entstanden ist. Eine Kostprobe der Spezialität rundete den Vormittag ab. Auf den Spuren des Herzogs ging es weiter nach Nancy, in die Stadt, der der ehemalige polnische König seinen Stempel aufdrückte. Mitten auf dem nach ihm benannten prachtvollen Place Stanislas konnte die Schülergruppe nachvollziehen, dass dies für viele der schönste Platz Frankreichs ist. Auf einer informativen und lustigen Fotorallye entdeckten die jungen Leute den historischen Stadtkern in Kleingruppen, aber es blieb auch noch Zeit, in der Neustadt zu bummeln.

Am Mittwoch besuchte der Großteil unserer Schülerinnen und Schüler das erste Mal den Unterricht an einem französischen Collège, einer vierjährigen Gesamtschule. Auch eine gemeinsame Sportstunde, in der in gemischten Teams ein Volleyballturnier ausgetragen wurde, war Teil des Vormittags. Da Mittwochnachmittags kein Unterricht stattfindet, konnte der Rest des Tages frei gestaltet werden. 
Am Donnerstag stand der Besuch der Stadt Metz auf dem Programm. Mit Kopfhörern ausgestattet rollte die Gruppe an diesem warmen und sonnigen Tag zuerst im kleinen Touristenzug, dem petit train, gemütlich durch die verschiedenen Stadtviertel und erfuhr viel Wissenswertes über die größte Stadt Lothringens, deren Geschichte von der Antike bis in die Gegenwart reicht. Danach machten die Lehrkräfte die Schülerinnen und Schüler auf dem kleinen Spaziergang zum nächsten Programmpunkt mit weiteren ausgewählten Sehenswürdigkeiten bekannt, u.a. der Porte des Allemands, einer Toranlage der Stadtmauer aus dem Mittelalter und der Kathedrale Saint-Etienne, einem der schönsten und größten gotischen Kirchengebäude in Frankreich mit einer überwältigenden Fensterfläche von 6500m². Am Centre Pompidou, einem Kunstzentrum für moderne und zeitgenössische Kunst angekommen, wurden zwei Ausstellungen besucht: Après la fin ermöglichte einen Einblick in Weltanschauungen der Karibik und Nordafrikas; in Cerith Wyn Evans‘ Inszenierung von Klang- und Lichtwerken spazierten alle neugierig durch verschiedene Skulpturen aus Glas. Zum Abschluss des Tages durften die Jugendlichen in Gruppen noch Zeit im modernen Einkaufszentrum Muse verbringen.

Am letzten vollen Tag hatten die Schülerinnen und Schüler des JHG die Gelegenheit, einen ganzen Schultag erleben zu können. Unterschiede, von denen sie die meisten aus dem Lehrbuch bereits kannten, waren als eigene Erfahrung doch noch eindrücklicher: so dauert eine Schulstunde 55 Minuten. Die französischen Schülerinnen und Schüler wechseln für jedes Fach den Raum, die Aufsicht in den Pausen wird nicht von den Lehrkräften, sondern von surveillants durchgeführt, außer am Mittwoch dauert der Unterricht bis 16.30 Uhr. Vor allem am Freitag war das doch recht anstrengend. Aber für den Abend konnten noch alle die letzten Kraftreserven mobilisieren. Es wartete nämlich als Abschluss einer wunderschönen Woche, die voller neuer Erfahrungen und Eindrücke war, noch die gemeinsame Abschiedsfeier mit Tanz und leckeren Spezialitäten der Region, bevor die 21 Schülerinnen und Schüler und ihre zwei Lehrerinnen, Frau Falter und Frau Spichtinger, denen diese Gruppe als besonders fröhlich und aufgeschlossen in Erinnerung bleiben wird, sich am nächsten Tag auf den Rückweg nach Traunreut machten.

StDin Christina Falter

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