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Abschied Scheuerer 721   1Dr. Astrid Scheuerer-Willmar geht nach 24 Jahren am Johannes-Heidenhain-Gymnasium zum Ende des Schuljahres in die Freistellungsphase und anschließend in den Ruhestand. Als Fachschaftsleitung Englisch organisierte sie zahlreiche Veranstaltungen, die den Schülern Weltoffenheit vermittelten. Die Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit sorgte zudem dafür, dass die Schule nach außen hin wahrgenommen wird als „zukunftsorientiertes, leistungsfähiges und immer den Menschen in den Mittelpunkt stellendes Gymnasium im Chiemgau“, wie es Oberstudiendirektor Matthias Schmid ausdrückt.

Nach dem Studium der beiden Sprachen Englisch und Französisch für das Lehramt am Gymnasium machte Astrid Scheuerer den Magister und promovierte zum Thema „Didaktik der englischen Sprache“. Nach dem Referendariat am Landschulheim Marquartstein und einem kurzen Einsatz am Chiemgau-Gymnasium sowie an der Schule Schloss Stein, kam sie 1997 ans Traunreuter Gymnasium. Dort war damals Französisch als zweite Fremdsprache gerade erst eingeführt worden. 

Ab 1998 organisierte die engagierte Lehrerin den regelmäßigen Austausch mit der Traunreuter Partnerstadt Lucé und den beiden Collèges in der französischen Stadt. 2004 übernahm sie die Fachschaftsleitung Englisch, etablierte den Lesewettbewerb in der Fremdsprache und die DELF-Prüfungen am JHG. Bereits ein Jahr später kam der amerikanische Diplomat Haywood Rankin erstmals zu einem Vortrag vor den elften Klassen nach Traunreut. Ab 2008 organisierte Dr. Scheuerer die jährliche Berlinfahrt der zehnten Klassen, etablierte später Aufführungen eines englischen Theaters im k1 und leitete ein W-Seminar „L’Alsace“ im Europa-Parlament Straßburg.

2009 wurde sie Vorsitzende des Fördervereins des JHG und behielt dieses Ehrenamt bis 2018. Der Förderverein verwaltet die Gelder des Elternbeirates, akquiriert Spender und unterstützt Schüler, die nicht über die notwendigen Mittel verfügen, mit einem finanziellen Zuschuss bei Fahrten oder anderen Veranstaltungen. 

Matthias Schmid zum Abschied der langjährigen Kollegin: „Frau Dr. Scheuerer identifizierte sich zu hundert Prozent mit ihrer Schule. Stets wusste sie über alle Belange im schulischen Alltag Bescheid. Als hervorragendes Organisationstalent sorgte sie mit hohem persönlichen Einsatz dafür, dass der Laden läuft. Es wurde nichts dem Zufall überlassen, Planungen gingen häufig weit über das laufende Schuljahr hinaus.“ Gleichzeitig betreute sie eine Vielzahl an jungen Referendaren und zeigte ihnen die Herausforderungen des Lehrberufes auf. „Sie war dabei immer glaubwürdig, ihre Selbstdisziplin und ihr Berufsethos dienten als Vorbild für Einsatzbereitschaft und Identifikation mit unserer Rolle als Lehrer. Sie verlangte immer sich selbst am meisten ab“, so der Schulleiter. 

P. Mix

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