Vortrag Smartphone 0123   1Mittwoch, 11.01.2023 – 3./4. Stunde. Ein Vortrag statt Sport?! Das scheint für viele Fünftklässler kaum vorstellbar. Aber es geht um das Handy und wie ich damit umgehe, damit es auch weiterhin viel Freude bereitet. „Wer von euch besitzt ein Smartphone?“ So startet der Vortrag von Alexandra Schindler, Jugendbeamtin von der Polizei in Traunreut.

Viele besitzen mittlerweile ein Handy. Doch nicht jeder weiß, was man darf und was man nicht darf. Um dies sicherzustellen, berichtet Frau Schindler nicht nur aus ihrem Alltag als Polizistin, sie vermittelt den Schülern und Schülerinnen ein grundlegendes Wissen über Verhaltensregeln und strafrechtliche Folgen bei Verstößen. Kaum in einer anderen Schulstunde sind die Schüler so bei der Sache.

Die meisten kennen den Grundsatz, dass man immer fragen muss, bevor man von jemanden ein Foto oder ein Video macht. So ist es jedoch generell verboten, eine Person im geschützten Bereich oder in einer hilflosen Lage zu fotografieren. Wer Gewaltvideos, z.B. bei einer Auseinandersetzung auf dem Pausenhof dreht oder pornographische Bilder verschickt, handelt rechtswidrig. Ebenso haben verbotene Abzeichen wie NS Symbole, extremistische Hetze oder Ausländerhass auf Handys nichts zu suchen. 

Manch ein Schüler oder Schülerin hat schon beleidigende Worte in Chats erhalten, oder gar geschrieben. Dies kann geahndet werden und unter Umständen zu empfindlichen Geldstrafen führen. 

Häufig entstehen im Internet Kontakte mit Chat Partnern, die man nicht kennt. Hier ist es besonders wichtig zu wissen, dass sich dahinter auch eine völlig andere Identität verbergen kann. Dann ist Vorsicht geboten. Kommt einem etwas seltsam vor, sollte man sich unbedingt an die Eltern oder andere Vertrauenspersonen wenden.

Wird ein Handy bei Verstößen eingezogen, werden je nach Inhalt der Dateien rechtliche Folgen eingeleitet - von Aufsätzen, Ermahnung, Sozialstunden bis hin zu Jugendarrest und Jugendstrafe. Am schlimmsten ist für viele die Vorstellung, dass einem das Handy weggenommen wird und man es nie wieder bekommt. Sämtliche Fotos, Kontakte etc. wären verloren.

Viele der Schüler und Schülerinnen haben bereits verstörende Erfahrungen gemacht. Es gibt Kettenbriefe, Drohungen oder Videos, die einem Angst machen können. Frau Schindler rät allen, erst mal mit den Eltern oder Lehrern zu sprechen und die Dateien danach einfach zu löschen. Wenn einem etwas sehr verdächtig erscheint, sollte man Kontakt mit der Polizei aufnehmen.

Bei all den Gefahren und Unsicherheiten darf man aber nicht vergessen, dass das Handy auch etwas sehr Schönes ist, mit dem man viel Spaß haben kann. 

StDin M. Stief