Freundlich wurden die 11. Klassen mit den beiden begleitenden Lehrkräften Frau Krieber und Herrn Specht von Manfred und Evelyn im Zen-Zentrum Eisenbuch, einem buddhistischen Kloster, empfangen. Nach einer kurzen Begrüßung teilten die Schülerinnen und Schüler sich in zwei Gruppen auf, um durch die Anlage des Klosters geführt zu werden. Insgesamt gab es drei verschiedene Programmpunkte:

Die Gartenführung bei traumhaften Wetter war für viele Schülerinnen und Schüler ein Highlight der Exkursion. Zu sehen war der Kiesberg, der ein Abbild des Kosmos darstellt, wie später nochmal erläutert wurde. Augenfällig waren auch die Pagoden, welche ein ungewöhnliches Element in Bayern darstellen. Auch der Steingarten, der das Leben und Wirken Buddhas symbolisiert, ist eher selten in der Region zu finden. Auf großes Interesse stießen die kleinen Trampoline, die auf dem Gelände zu finden waren. Auf die Nachfrage, wozu diese genutzt werden, erhielt der Schüler die überraschende Antwort: „Zum Lockern!“ Warum? Nun, in Eisenbuch wird manchmal zehnmal am Tag für ca. 45 Minuten meditiert. Danach muss man sich mal etwas lockern. Diese Information war ebenso verwundernd, wie die Aufstehzeit im Kloster. Der Tag beginnt nämlich bereits zwischen drei und fünf Uhr in der Früh. Besonders schön neben dem Ausblick und dem Wetter ist der 200 Millionen Jahre alte Stein, der eigentlich versteinertes Holz ist. Bei strahlendem Sonnenschein mit einer angenehmen Brise genossen alle den Garten und ließen sich bereitwillig Symbole und Architektur erklären.

Ein anderes Highlight war die Teezeremonie in der Buddhahalle. Die Schülerinnen und Schüler nahmen Tee auf eine andere Art zu sich als vielleicht beim Frühstück oder Sonntagscafe. Mit jeweils einer Verbeugung werden erst die Teetassen, dann der Tee und abschließend ein Keks in Empfang genommen. Das bewusste und gemeinsame Einnehmen schafft Dankbarkeit für das eigene Leben und die Menschen um einen herum.  

Daneben nahmen die Schülerinnen und Schüler an einer buddhistischen Zen-Meditation im Zendo, dem Meditationsraum, teil. Beim Meditieren ist es gar nicht so einfach die Augen aufzuhalten oder im Sitz zu bleiben. Insgesamt gibt es doch viel mehr Regeln zu beachten als man meinen könnte.

Schockierend war für die Schülerinnen und Schüler, dass es keine mobilen Daten auf dem Gelände gab und nur für eine Stunde W-LAN am Tag. Dies dient natürlich dazu Abstand zu gewinnen. 

Zum Abschluss führten alle gemeinsam ein Gespräch mit dem Gründer und Abt des Klosters Roshi. Er gab bereitwillig und auf gewitzte Weise Auskunft auf alle ihm gestellten Fragen. Insgesamt war es interessant zu erfahren, wie andere Menschen ihre Religion praktizieren.

Vielen herzlichen Dank an Roshi, Manfred und Evelyn. Wir freuen uns darauf, euch wieder am JHG begrüßen zu dürfen oder selbst in Eisenbuch vorbeizuschauen.

StRefin L. Krieber, StR V. Specht