
Den Schülerinnen und Schülern war schnell klar, was das Thema des Vormittags ist – die Vermeidung von Gewalt. Das Projekt dreht sich um Zivilcourage, Gewaltprävention und damit einhergehend um die Stärkung der Selbst- und Sozialkompetenz der Jugendlichen.
Unter der Leitung von der Jugendbeamtin Traunreuts Veronika Plontsch und der Schulsozialpädagogin Sandra Passer konnten die Heranwachsenden anhand abwechslungsreicher Übungen viel zu dem Thema erfahren.
Es ging darum sich selbst etwas zu trauen, gemeinsam Konflikte zu lösen, Herausforderungen zu meistern und sich der Verantwortung füreinander klar zu werden. Praktisch konnten die Schülerinnen und Schüler bei dem Lösen eines Knotens (hielten sich an den Händen und mussten Knoten lösen) und dem „Bau einer Brücke“ erleben, was es braucht, um Konflikte zu lösen und was dabei hinderlich und förderlich ist. Bei dem Brückenbau musste die Klasse mithilfe von Stühlen eine Art Brücke bauen, um von der Insel zu dem Festland zu kommen. Jede/r stand auf einem Stuhl und durfte den Boden nicht berühren. Wurden die Stühle nicht berührt, wurden diese von der Strömung hinfort gerissen und die entstanden Lücken mussten wieder mit einem Stuhl gefüllt werden. Bei dieser Aufgabe war die Klasse sehr gefordert, es mussten Strategien gefunden, Aufgaben verteilt und klar miteinander kommuniziert werden.
Mithilfe einer Skala wurden die verschiedenen Formen von Gewalt und deren Schwere erarbeitet. Besonders deutlich wurde hierbei, wie individuell das Gewaltempfinden sein kann. Übt ein Metzger, der ein Schwein schlachtet, oder ein Arzt, der eine Spritze gibt, Gewalt aus? Ist es in Ordnung bei einer Schlägerei zuzusehen oder Bilder von anderen Personen zu verbreiten? Wo fängt Gewalt an und wie ist diese einzustufen?
Im Anschluss wurden Strategien gesammelt, wie man sich in bestimmten Situationen schützen kann bzw. vorgehen sollte. Wie verhalte ich mich, wenn ich im Bus, der U-Bahn von einer fremden Person bedrängt werde? Wichtig ist es hierbei auf sich aufmerksam zu machen! Die fremde Person laut und deutlich auffordern aufzuhören. Dabei mit „Sie“ ansprechen, damit für Außenstehende deutlich wird, dass einem die Person fremd ist. Nach Möglichkeit die Situation verlassen und andere um Hilfe bitten.
Zudem berichtete die Jugendbeamtin sehr anschaulich von spannenden Fällen aus der Praxis und dem Polizeiberuf an sich.
Wir danken Frau Plontsch recht herzlich für ihre Zeit & ihr Engagement.
Sandra Passer (Schulsozialpädagogin)