
Die elften Klassen des Traunreuter Johannes-Heidenhain-Gymnasiums (JHG) waren das ganze Schuljahr über mit den von ihnen gewählten P-Seminaren beschäftigt. Das Ergebnis der monatelangen Arbeit zeigten sie am Donnerstagabend bei einer Präsentation in der Schulaula.
Das Gymnasium hat einen Kraftraum, in dem Schüler in Freistunden trainieren können. Doch viele wissen gar nicht, wie das richtig geht, stellten die Elftklässler fest. Im P-Seminar im Fach Sport entwickelten sie daher unter der Leitung von Lehrerin Sabine Schallinger die App „JHG-Kraftraum“. Darin enthalten ist ein Leitfaden für den idealen Trainingsplan, es werden Übungen für die verschiedenen Muskelgruppen erläutert und mit Videos die Handhabung der einzelnen Geräte gezeigt. „Wir wollen die Schüler am Gymnasium damit zum Training motivieren“, erklärten die Seminaristen.
Wie man spielerisch Italienisch lernen kann, zeigten die Teilnehmer am P-Seminar „Imparare giocando“ zusammen mit ihrer Lehrerin Romana Strasser. Sie haben Spiele für ihre Mitschüler aus der Mittelstufe entwickelt, damit diese Freude am Lernen haben und die Fremdsprache auf andere Art und Weise erleben können. Fünf Spiele wurden es insgesamt. Darunter sind Brett-, Würfel- und Kartenspiele. Beim „Bingo Italiano“ beispielsweise geht es nicht um Zahlen, sondern um Wörter, die auf Deutsch angesagt werden, auf der Karte aber in Italienisch stehen. Bei „Scala delle parole“ kommt man durch richtige Antworten auf dem Weg über das Spielbrett weiter, bei falschen muss man zurück. Beim Spiel „Pandis“ müssen italienische Vokabeln pantomimisch dargestellt oder gezeichnet und dann erraten werden. Die Schüler betonten: „Man soll nicht nur auswendig lernen, sondern aktiv mit Spiel und Spaß.“
Im Fach Informatik schließlich ging es ebenfalls um Spiele, die die Teilnehmer unter der Leitung von Markus Weich mit Hilfe von KI erstellten. Sie berichteten dabei nicht nur über ihre Erfolge, sondern auch über Schwierigkeiten, die im Laufe der Arbeit auftraten, da die KI nicht immer das machte, was gewünscht war, und bei komplexen Aufgaben doch auch mal an ihre Grenzen stieß. Das Fazit der Schüler lautet daher: „Wer blind auf die KI vertraut, verliert die Kontrolle über sein eigenes Projekt.“ Sie sei ein mächtiges Werkzeug, aber nur, „wenn man versteht, wie man sie nutzt“. Als Spiele entwickelten die Schüler beispielsweise „Hill Climb Racing“, „Space Shooter“ oder „Marble Maze“. Mit Schülern aus anderen Klassen gab es bereits im Vorfeld einen Test und am Abend der Präsentation traten ein Schüler und eine Schülerin im Wettkampf mit zwei Erwachsenen an. Sieger bei Pac Man war am Ende der Schüler.
An den Ständen der drei P-Seminare konnten sich die Besucher anschließend noch genauer über das eine oder andere Thema informieren und die Schüler hatten auch ein kleines kaltes Buffet für ihre Gäste zubereitet.
Pia Mix